Otto Schulze (* 30. Mai 1880 in Köthen (Anhalt); † 17. August 1934 in Dessau) war ein deutscher Verwaltungsjurist.
Leben Als Sohn eines Köthener Verlagsbuchhändlers studierte Schulze zunächst an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Rechtswissenschaft. Er wurde 1898 im Corps Saxonia Kiel recipiert und bewährte sich als Subsenior.Kösener Corpslisten 1960, 77/130; 97/994 Er wechselte an die Hessische Ludwigs-Universität und wurde am 23. Oktober 1899 auch im befreundeten Corps Hassia Gießen aktiv. Dort zeichnete er sich als Consenior aus. 1904 wurde er an der Universität Leipzig zum Dr. iur. promoviert.Dissertation: Das Verhältnis des Handelsrechtlichen Zurückbehaltungsrechts zu dem des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Er war Regierungsrat bei der Regierung in Köslin. 1917 zunächst kommissarisch und im April 1918 endgültig wurde er zum Landrat im Kreis Bütow ernannt.Kreis Bütow (territorial.de) Nach dem Kapp-Putsch wurde er am 21. Mai 1920 beurlaubt. 1920 wurde er in Ziebigk (Dessau-Roßlau) zum Geheimen Hofkammerrat ernannt.Hessenmatrikel [Corps Hassia] Nr. 997 Mit Hans Knappertsbusch übernahm er am 24. Februar 1920 die provisorische Intendanz des Anhaltischen Hoftheaters.Gedenkkultur in Dessau-Rosslau (1920) Als Verwalter der Kunststiftung des ehemaligen Anhaltischen Herzogshauses wurde er 1925 auch in Dessau zum Geheimen Hofkammerrat des Herzogs von Anhalt (Joachim Ernst von Anhalt) ernannt. Verheiratet war er seit 1912 mit Agnes geb. Trautmann. Er wurde 54 Jahre alt.
Siehe auch Anhalt Freistaat Anhalt
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Regierungsbezirk Köslin) Kategorie:Person (Dessau-Roßlau) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Anhalter Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1934 Kategorie:Mann