Hellmut Bock (* 25. Februar 1907 in Zittau; † 13. Mai 1997 in Berlin) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Gründer der Widerstandsgruppe „Parole“ und Vorstandsmitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN).
Leben mini|Stolperstein für Hellmut Bock in der Fuldastraße 55 Hellmut Bock erlernte den Beruf des BuchdruckersHans-Rainer Sandvoss: Widerstand in Neukölln. Ausgabe 4 der Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933 bis 1945, Hrsg.: Informationszentrum Berlin, Gedenk- und Bildungsstätte Stauffenbergstraße, Verlag Gedenkstätte Deutscher Widerstand 1990, S. 14. und war schon in jungen Jahren in der Sozialdemokratie tätig. Wegen seines Widerstandes gegen das NS-Regime wurde er erstmals am 22. September 1934 in Berlin-Neukölln verhaftet und 1935 wegen Hochverrats zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach Entlassung aus der Haft überstellte ihn die Gestapo am 30. November 1939 in das Konzentrationslager Sachsenhausen, wo er bis 1945 blieb. Nach dem Krieg war er Mitglied des Kreisvorstandes der SPD in Berlin-NeuköllnWir fordern die Einheitspartei. In: Berliner Zeitung, 13. April 1966, S. 7. und Leiter des Hauptausschusses OdF (Opfer des Faschismus) beim Berliner Magistrat. Später war er als Bibliothekar im Ost-Berliner Verlag Tribüne tätig. Seinen Lebensabend verbrachte er in Berlin-Mahlsdorf.Kommendes - Im Horst und im Modell. In: Neues Deutschland, 12. Mai 1987, S. 8.
Am 18. September 2020 wurde in der Fuldastraße 55 in Berlin-Neukölln ein Stolperstein für Hellmut Bock ins Straßenpflaster eingelassen.Stolpersteinverlegung in Neukölln. Pressemitteilung des Bezirksamts Neukölln, 10. September 2020.
Auszeichnungen 1967: Vaterländischer Verdienstorden in BronzeEhrentafel. In: Neues Deutschland, 28. Februar 1967, S. 2. 1977: Vaterländischer Verdienstorden in SilberHohe staatliche Auszeichnungen verliehen. In: Neues Deutschland, 30. April 1977, S. 5. 1987: Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in GoldHohe staatliche Auszeichnungen. In: Neues Deutschland, 27. Februar 1987, S. 4.
Literatur Hellmut Bock, Ferdinand Löwenberg u. a.: Hellmut Bock, 1907–1997. Berliner Vereinigung Ehemaliger Teilnehmer am Antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener BVVdN, Berlin 1997. Eduard Ullmann (Red.) u. a.: Konvolut "Konzentrationslager Sachsenhausen/Zeitzeugen/Dokumente". Militärverlag der DDR. Hans-Rainer Sandvoß: Widerstand in Neukölln (Schriftenreihe der Gedenkstätte Deutscher Widerstand). Berlin 1990, S. 16–26 (online).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus) Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen Kategorie:Verurteilte Person (NS-Opfer) Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange) Kategorie:Person, für die im Bezirk Neukölln ein Stolperstein verlegt wurde Kategorie:Mitglied der VVN-BdA Kategorie:Person (Berliner Verwaltung) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 1997 Kategorie:Mann