Der Reno di Lei ist der einzige Quellfluss des Rheins, der in Italien entspringt. Er verläuft fast vollständig auf italienischem Gebiet und ist der einzige Fluss Italiens, der zum Einzugsgebiet der Nordsee gehört und dorthin entwässert.

Verlauf mini|hochkant|links|Val di Lei mit Stausee und Pizzo Stella vom Piz Grisch Der Reno di Lei entspringt in der Provinz Sondrio der italienischen Region Lombardei östlich des Pizzo Stella (3163 m) und nördlich des Passo di Lei auf etwa ; dann fließt er in nördlicher Richtung durch das weitgehend italienische Valle di Lei ab.

Nach rund 5 km mündet er bei der Alpe Mottala in den knapp 8 km langen, auf einer Meereshöhe von bis zu 1931 m gelegenen Stausee Lago di Lei. Unterhalb der in der Schweiz liegenden Staumauer des Sees setzt er sich, wieder auf italienischem Gebiet, noch weitere etwa 3 km fort und mündet bei der Brücke Punt di Val di Lei im Kanton Graubünden in den Averser Rhein.

Die 80-jährige Nutzung des Wassers des Baches zur Stromerzeugung in der Schweiz war Gegenstand einer ausgehandelten Vereinbarung zugunsten des Besitzes des Gemeinschaftsbesitzes des Val di Lei, der gleichnamigen Bergfamiliengemeinde der alten Ursprünge, die der Überlagerung von Rindern im Tal gewidmet war. Früher wurden deren Wasser zum Trinken von Vieh genutzt.Decreto del Presidente della Repubblica, Div. X, n. 9033, del 21 dicembre 1955.

Das Recht zur Nutzung des Wassers des Baches, vorbehaltlich Privatrecht, gehört der Bergfamiliengemeinschaft der Alpen und der Weiden des Tals, deren Eigentumsrechte und Besitz von der Behörde verwaltet und verwaltet werden, mit Rechtspersönlichkeit nach Privatrecht: 'Soc. Val di Lei'. Durch eine ausgehandelte Vereinbarung zugunsten der Bergfamiliengemeinschaft wurden die Nutzungsrechte dem Schweizer Elektrizitätsunternehmen KHR für 80 Jahre als Gegenleistung gewährt (Dekret des Präsidenten der Republik, Division X, Nr. 9033, 21. Dezember 1955).

Siehe auch Liste der Flüsse in Italien Europäische Hauptwasserscheide

Einzelnachweise