Kiskelund (auch dänisch: Kidskelund; deutsch: Kitschelund) ist ein dänischer Ort, der zur Kirchspielsgemeinde (dän.: Sogn) Bov Sogn an der deutsch-dänischen Grenze gehört.Martin Becker: Kulturlandschaft Flensburger Förde, 2006, S. 240
Lage 700 Meter südlich von Kiskelund liegt der Grenzort Kruså (). Einen Kilometer südöstlich liegt der Ort Smedeby, 2,5 Kilometer in Richtung Nordosten Holbøl.Martin Becker: Kulturlandschaft Flensburger Förde, 2006, S. 240 Eine Straße in nordwestlicher Richtung führt zur Europastraße E45.
Direkt westlich davon befindet sich die Kiskelund Plantage, ein Waldgebiet (). Auch östlich des Dorfes existieren Waldpflanzungen.Kiskelund Plantage og Smedeby Grube und Kiskelund Plantage og Smedeby Grube beziehungsweise Google-Übersetzung
Geschichte Die Kiskelunder Landschaft wurde im Zuge der letzten Eiszeit geformt.Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft und des Naturhistorischen Museums in Lübeck, S. 64 bis 79 Ein Großsteingrab bei Kiskelund erinnert an jungsteinzeitliche Siedlungsaktivitäten in der Gegend (vgl. Liste der Großsteingräber in der Region Syddanmark).Vgl. auch: Løbegrav på Kiskelund Mark, Stagehøj beziehungsweise die Google-Übersetzung Der Ortsname besteht aus zwei Bestandteilen. Ursprung und Bedeutung des Wortbestandteils „Kiske“ beziehungsweise „Kidske“ oder „Kitsche“ ist unklar.Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, København 1867, S. 218 Das Wort „Lund“ verweist auf einen Hain beziehungsweise einen Wald.
mini|Kiskelund, Schulgebäude von 1925 Im 19. Jahrhundert war das Dorf von Moor- und Heideflächen umgeben. Der Ort bestand 1854 aus einer Halbhufe, vier Dreiachtelhufen, drei Kathen und vier Instenstellen.Johannes von Schröder: Topographie des Herzogthums Schleswig, Oldenburg 1854, S. 282 Auf der Karte der dänischen Landesaufnahme von 1857/58 war der Ort, der damals schon aus mehreren Gebäuden bestand, unter dem Namen „Kidskelund“ eingezeichnet. Auf der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1879 war der Ort ebenfalls schon eingetragen.Preußische Landesaufnahme um 1879; eine Karte der Preußischen Landesaufnahme
Der Ort Kiskelund fand nur selten eine geschichtliche Erwähnung. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die sechs Kilometer südlich gelegene Stadt Flensburg mehrfach von alliierten Bombern angegriffen. Beim Luftangriff vom 23. September 1942 wurden auf Grund von Fehlnavigationen Dörfer bei Flensburg von den alliierten Flugzeugen bombardiert, unter anderem auch Kiskelund. In der Weltkriegszeit bestanden zur Verteidigung der Stadt Flensburg bei Kiskelund offensichtlich Scheinwerferpositionen,Lyskaster i Kiskelund Mose (Storemose, Elsø Mose) beziehungsweise die Google-Übersetzung und Raketbatteri ved Kiskelund, Elsøvej beziehungsweise die Google-Übersetzung Flakstellungen,Brandplads på kanten af Kiskelund Mose (Storemose, Elsø Mose) beziehungsweise die Google-Übersetzung und Antiluftskyts mellem Kruså og Kiskelund beziehungsweise die Google-Übersetzung und Antiluftskyts i Kiskelund Plantage beziehungsweise die Google-Übersetzung und Løbegrave i Kiskelund Plantage beziehungsweise die Google-Übersetzung und Raketenbatterien zum Abschießen alliierter Flugzeuge.Raketbatteri ved Kiskelund, Elsøvej beziehungsweise die Google-Übersetzung und Raketbatteri ved Kiskelund, Mulsmark beziehungsweise die Google-Übersetzung Ergänzend existierten offensichtlich bei Kiskelund auch noch Häuserattrappen, welche offenbar im Dunkeln zur Ablenkung alliierten Flugzeuge den Anschein der Stadt Flensburg erwecken sollten,Kiskelund Plantage (Attrapby) beziehungsweise die Google-Übersetzung und Attrapby i Kiskelund Mose (Storemose - Elsø Mose) beziehungsweise die Google-Übersetzung also eine sogenannte „Scheinstadt“.Indledning om attrapbyer beziehungsweise die Google-ÜbersetzungAm Rande von Kiskelund, schon im Gebiet von Smedeby, befanden sich auch noch Häuserattrappen. Quelle: Attrapby i Smedeby Grusgrav beziehungsweise die Google-Übersetzung; Weitere Gebäude-Attrappen befanden sich weiter nördlich bei Vilsbæk und Øster Gejl. Vgl. Anden verdenskrig langs grænsen Abschnitt: Attrapbyer Eine Brandstätte aus Dachpappen, Ölrückständen, Koks und anderen Stoffen war präpariert, um eine stark rauchende, brennende Stadt nachzuahmen.Brandplads ved Mulsmark, Kiskelund beziehungsweise die Google-Übersetzung Mit Holzwolle und Teer gefüllte Flugzeugattrappen aus Beton standen wohl ebenfalls zum Abbrennen bereit. Seit wann genau diese Täuschungsanlagen zur Verfügung standen und wann genau sie eingesetzt wurden, ist nicht bekannt.Brandplads på kanten af Kiskelund Mose (Storemose, Elsø Mose) beziehungsweise die Google-Übersetzung Außerdem wurden in der Weltkriegszeit in der Kiskelund Plantage offenbar zur Sicherung der Grenze mehrere Panzergräben und Laufgräben für Soldaten angelegt.Løbegrave i Kiskelund Plantage beziehungsweise die Google-Übersetzung sowie Antiluftskyts i Kiskelund Plantage beziehungsweise die Google-Übersetzung
Am 5. Mai 1945 wurde vom Sonderbereich Mürwik aus die Teilkapitulation der deutschen Truppenteile in Dänemark angeordnet. Danach zogen die deutschen Soldaten aus Dänemarksh:z: 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs : Die letzte Reichshauptstadt Flensburg und ein vergilbtes Stück Geschichte, vom: 5. Mai 2015; abgerufen am: 23. Januar 2015 und somit auch Kiskelund abRaketbatteri ved Kiskelund, Mulsmark beziehungsweise die Google-Übersetzung (vgl. Dänemark unter deutscher Besatzung). Am 7. Mai 1945 wurde Asmus Jepsen aus Kiskelund, der nicht mit dem bekannteren Kapitänleutnant Asmus Jepsen aus Flensburg zu verwechseln ist, von der Dänischen Brigade verschleppt und am 22. Juli 1945 erschossen. Der Kiskelunder Asmus Jepsen war ein ehemaliger Bäckermeister und ein nationalsozialistisches Mitglied des Korps von Poul Sommer, dem sogenannten Sommerkorpset.Der Kiskelunder Asmus Jepsen wurde an der Grenze bei Frøslev, hundert Meter auf deutscher Seite, beim Grenzstein 71, nahe der heutigen Bundesautobahn 7, begraben. Der Tod von Asmus Jepsen aus Kiskelund wurde von der dänischen Polizei nicht als Mordfall behandelt. Mitglieder der dänischen Brigade behaupteten nach dem Krieg, dass Asmus Jepsen zuvor einen Fluchtversuch unternommen hätte. Es existieren aber auch Hinweise darauf, dass Jepsen von dänischen Widerständlern aus der Gegend von Padborg als Verräter liquidiert wurde. Vgl. JydskeVestkysten: Dansk nazist dræbt: Familien venter stadig på en opklaring, vom: 29. September 2012, abgerufen am 26. August 2019 sowie JydskeVestkysten: "Grænsen er overskredet" har nået grænselandet, vom: 8. Dezember 2017, abgerufen am 26. August 2019 mini|Kiskelund, BUKH Marinediesel
Verschiedenes In der Kiskelund Plantage befinden sich auch drei Erdwälle, deren Herkunft und Funktion unklar ist. Möglicherweise entstanden sie auch während des Zweiten Weltkrieges.Tre volde i Kiskelund Plantage beziehungsweise die Google-Übersetzung Bei Kiskelund befindet sich die Motorenfabrik Bukh.
Weblinks
Einzelnachweise
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