Zweiwassermühle ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Nordhalben im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.
Geographie Die Einzelsiedlung lag auf einer Höhe von direkt an der Grenze zu Thüringen. Die Staatsstraße 2198 führte nach Tschirn (2,8 km westlich) bzw. zu einer Kreuzung bei Nordhalben (1,8 km südöstlich).Zweiwassermühle im BayernAtlas. Sämtliche Entfernungsangaben sind jeweils Luftlinie.
Gewässer Bei Zweiwassermühle fließen der Rosenbaumbach vom Westen und der Grumbach vom Osten zur Nordhalbener Ködel zusammen.
Geschichte In der Nordhalbener Amtsbeschreibung tauchte der Name Zweiwasser erstmals 1584 auf. Eine Schneid- und Mahlmühle wurde vermutlich erst Ende des 18. bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Zweiwassermühle gehörte ursprünglich zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie, später zum thüringischen Landkreis Schleiz. Eingepfarrt waren die Einwohner nach Titschendorf. Die Kinder wurden in der Schule in Nordhalben unterrichtet. Im Sommer 1946 wurde der Verlauf der ehemals thüringisch-bayerischen Landesgrenze im Bereich der Mühle neu festgelegt. Der Mühlgraben wurde zur Demarkationslinie und die Zweiwassermühle gehörte ab diesem Zeitpunkt zur amerikanisch besetzten Zone.Ostthüringer Zeitung, 22. Januar 2016 Die Bewohner siedelten in den 1970er Jahren nach Nordhalben um. Im Jahr 1990 wurden die Gebäude abgerissen.Michael Wunder: Zweiwasser hat eine lange Geschichte
Einwohnerentwicklung Jahr 1950 1961 1970 1987 Einwohner 13 8 4 HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1950 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 2 Quelle
Literatur
Weblink
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Nordhalben) Kategorie:Wüstung im Landkreis Kronach Kategorie:Wüstwerdung 1990