Infinite – Lebe unendlich (Originaltitel: Infinite) ist ein Science-Fiction-Thriller von Antoine Fuqua, der auf dem Buch The Reincarnationist Papers von D. Eric Maikranz basiert.

Handlung 1985, Mexiko-Stadt: Heinrich Treadway ist in einem roten Ferrari Testarossa auf der wilden Flucht vor der Polizei und einem Mann namens Bathurst. Per Funk hält er Kontakt mit den ebenfalls in einem Auto flüchtenden Abel und Leona. Sie sprechen dabei über ein „Ei“, das Treadway von Bathurst gestohlen habe. Als die Situation für Treadway aussichtslos wird, instruiert er Abel, sich die Worte „Schau hinein“ zu merken und fährt mit hoher Geschwindigkeit von einer Brücke. Er kann sich aber beim Absturz auf einen Kranausleger retten. Von hier muss er hilflos zusehen, wie Bathurst seine beiden Partner Abel und Leona tötet.

Im Jahr 2020 leidet Evan McCauley an Schizophrenie. Aufgrund früherer Anstaltsaufenthalte und gewalttätiger Ausbrüche kann er keine Anstellung finden. Er schmiedet ein Katana, obwohl er nie zuvor als Waffenschmied gearbeitet hat. Dieses will er an einen lokalen Gangster verkaufen, der ihm dafür Medikamente geben soll, die er zur Bekämpfung seiner Symptome benötigt. Als der Deal außer Kontrolle gerät, flüchtet er quer durch die Stadt, wird aber schließlich durch eine Übermacht Polizisten gestellt. Auf der Polizeiwache übergibt ihm ein Mann namens Bathurst das Katana, spricht ihn als Treadway an und behauptet, sie würden sich bereits seit Jahrhunderten kennen. Er droht ihm mit Folter, um bestimmte Informationen von ihm zu erhalten.

Bathurst gelingt es, bislang unbekannte Erinnerungen in Evan zu wecken, als ein Auto in den Verhörraum rast, das von einer Frau namens Nora Brightman gesteuert wird. Sie rettet Evan aus dem Verhör und nimmt ihn zum Treffpunkt ihrer Gruppe mit.

Sie enthüllt Evan, dass es ungefähr 500 Personen auf der Erde gibt, die sich an all ihre vorherigen Leben erinnern können. Diese Wesen nennen sich die „Ewigen“. Unter ihnen haben sich zwei Fraktionen, die „Gläubigen“ und die „Zerstörer“ entwickelt. Die Gläubigen – wie Nora und ihre Gruppe – denken, dass die Gabe der Wiedererinnerung ein Geschenk war, das ihnen zu einem guten Zweck von einem höheren Wesen verliehen wurde. Die Zerstörer, wie Bathurst, empfinden diese Gabe dagegen als Fluch. Sie fühlen sich durch sie gezwungen, den unausweichlichen Niedergang der Menschheit mitzuerleben. Um diesen Fluch zu beenden, wollen sie das gesamte Leben auf der Erde auslöschen. Bei dem „Ei“ handelt es sich um eine epigenetische Superwaffe, die bei ihrer Auslösung alle DNS-Moleküle aller Lebewesen zerstören soll.

Beide Parteien sehen in Evan die Reinkarnation von Heinrich Treadway. Er trägt irgendwo in seinen bislang verborgenen Erinnerungen die Information, wo sich das „Ei“ befindet. Die Gläubigen wollen diese Information aus Evans generationenübergreifendem Gedächtnis freilegen, bevor Bathurst sie aus ihm herausfoltern kann. Nora, die sich als Leonas Reinkarnation entpuppt, erklärt Evan, dass die Ewigen normalerweise sukzessive Zugriff auf ihre Erinnerungen erhalten, wenn sie jung sind. Bis zur Pubertät sollten sie sich an alles erinnern können. Beim jungen Evan wurde aber aufgrund seiner erwachenden Erinnerungen die Diagnose Schizophrenie gestellt und medikamentös behandelt, wodurch der Zugriff auf seine Erinnerungen bislang blockiert wurde.

Evan kämpft nun darum, an die verborgenen Erinnerungen und Informationen zu gelangen, die sich als Produkte der Traumata vergangener Leben herausstellen. Durch eine Apparatur von Artisan, einem weiteren Ewigen, werden die Erinnerungen letztlich freigelegt. Es stellt sich heraus, dass 1985 in Mexiko-Stadt auch Treadway durch Bathurst getötet wurde, nicht lange nach dem Tod seiner Begleiter. Die Gläubigen bargen seinen Körper und verwahrten ihn in ihrer Basis. Evan kann sich nun erinnern, dass er vor dem Tod als Heinrich Treadway gewaltsam seinen Bauch öffnete und das „Ei“ dort in seinem Körper verbarg. Ebenfalls stellt sich heraus, dass Treadway und Bathurst jahrhundertelang zahllose Kämpfe gemeinsam bestritten. Angesichts der enttäuschenden Menschheitsgeschichte wandelte sich Bathurst aber vom Gläubigen zum Zerstörer, der alles irdische Leben vernichten will, um so die Reinkarnationen zu beenden.

Im finalen Kampf raubt Bathurst das „Ei“ und flieht mit einem Transportflugzeug. Evan kann sich an Bord der Maschine kämpfen und nach einer brutalen Auseinandersetzung das „Ei“ samt seiner Trägervorrichtung aus dem Flugzeug werfen. Bathurst und Evan kämpfen während des Absturzes weiter, bis es Evan gelingt, Bathurst mit einer „Dethroner“-Waffe endgültig und ohne Option der Reinkarnation zu töten.

Evan stürzt zusammen mit dem „Ei“ in den Ozean und ertrinkt. In der Zwischenzeit befreien Nora und Artisan die von Bathurst eingefangenen Seelen der von ihm getöteten Gläubigen.

Epilog: Mehrere Jahre in der Zukunft. Nora und Abel sind wiedergeboren worden und treffen sich am „Anfang“. Der ebenfalls wiedergeborene Evan arbeitet als Jugendlicher in einer Kampfsportschule in Jakarta. Dort besucht ihn Artisan und übergibt ihm ein Katana. Dadurch werden Evans Erinnerungen in dem neuen Körper aktiviert und er erkennt Artisan und seine Bestimmung.

Produktion Vorproduktion Im Frühjahr 2019 stand Chris Evans in Verhandlungen über eine Hauptrolle in einem Film von Antoine Fuqua, sagte aber im Juni aufgrund von Planungsproblemen ab. Gespräche mit Mark Wahlberg endeten im August 2019 mit einer Einigung. Im September und Oktober wurden die Nebenrollen besetzt.

Dreharbeiten Die Dreharbeiten begannen im September 2019. Drehorte waren unter anderem London, Mexiko-Stadt, Guanajuato, New York City, Cardiff, der Flughafen Farnborough Airfield und eine Indoor-Skianlage in Hemel Hempstead. Weitere Dreharbeiten fanden in Thailand, Nepal, Schottland und den Alpen statt.

Veröffentlichung Die Filmveröffentlichung durch Paramount Pictures war ursprünglich für den 7. August 2020 angekündigt, wurde jedoch aufgrund der COVID-19-Pandemie zuerst auf den 28. Mai 2021 und dann auf den 10. Juni 2021 umterminiert.

Synchronisation Die deutschsprachige Synchronisation entstand durch die RC Production in Berlin nach einem Dialogbuch von Marius Clarén unter der Dialogregie von Tobias Meister.

Darsteller Sprecher Rolle Mark Wahlberg Oliver Mink Evan McCauley/Heinrich Treadway (2020) Chiwetel Ejiofor Torben Liebrecht Bathurst (2020) Tom Hughes Arne Stephan Abel Wallis Day Giovanna Winterfeldt Agent Shin Jason Mantzoukas Jan-David Rönfeldt Artisan Rupert Friend Armin Schlagwein Bathurst (1985) Mark Fleischmann Frank Schaff Brasserie-Inhaber Liz Carr Denise Gorzelanny Garrick Dylan O’Brien Ricardo Richter Heinrich Treadway (1985) Jóhannes Haukur Jóhannesson Mark Schmal Kovic Leon Annor Matti Klemm Lotto Sophie Cookson Maria Hönig Nora Brightman Toby Jones Hans Hohlbein Porter Jumayn Hunter Kaze Uzumaki Ray Ray Jack Roth Jesco Wirthgen Ronny Melissa Neal Flavia Vinzens Shawna Kae Alexander Katharina Schwarzmaier Trace

Rezeption Auf Rotten Tomatos erhielt der Film bei 82 Bewertungen eine Zustimmungsrate von lediglich 17 % (Stand Juni 2026). Basierend auf 27 Filmkritiken zeigte Metacritic Stand Juni 2026 einen Metascore von 28 bezogen auf den möglichen Maximal-Score von 100.

Das Lexikon des internationalen Films vergibt einen von fünf möglichen Sternen. Es bemängelt „die zusammengeschusterte Handlung, die auch nach weitschweifigen Erklärungen sinnfrei“ bleibe.

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2021 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Science-Fiction-Film Kategorie:Actionfilm Kategorie:Thriller Kategorie:Fantasyfilm Kategorie:Literaturverfilmung