Die Vereinigung der Bayerischen Chirurgen ist eine 1911 gegründete Fachgesellschaft für Chirurgie.
Geschichte Spiritus rector der Gründung am 6. Januar 1911 in München war Ottmar von Angerer. Außer ihm waren die Gründer Ludwig Burkhardt, Eugen Enderlen, Hubert Gebele (München), Ernst Graser, Max Jungengel (Bamberg), Ferdinand Klaussner (München), Albert Krecke, Karl von Seydel, Adolf Schmitt (München) und August Schreiber (Augsburg).Vereinigung der Bayerischen Chirurgen – Gründungsversammlung. Münchner Medizinische Wochenschrift (1911). Unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg, fanden die Tagungen bis 1926 in München statt.Geschichte der VBC 1920 nahmen in München 137 Chirurgen teil. Nach der Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg 1940–1947 fanden wieder alljährliche Tagungen statt. Die ersten Vorsitzenden waren (wie schon 1938) Carl Schindler (1948) und Emil Karl Frey (1949). Heute hat die Vereinigung konstant mehr als 1000 Mitglieder, die auch in anderen Ländern als Bayern tätig sind. Die Mitgliederentwicklung spiegelt die Spezialisierung und Neuordnung des Faches Chirurgie. Als eigene Lehrstühle entstanden, verschwanden die jeweiligen Themenkreise aus den Jahresprogrammen der Vereinigung. Die Urologie war in den Anfangszeiten regelmäßig, die Neurochirurgie bis in die 1960er Jahre mit eigenen Themen vertreten. Die Herzchirurgie war nie vertreten. Hinzu kamen die Kinderchirurgie und die Orthopädie; die Lehrstuhlinhaber Waldemar Ch. Hecker und Alfred Nikolaus Witt waren Vorsitzende. Aber wie in den anderen Regionalgesellschaften dominierte in den Vortragsthemen immer die Allgemeinchirurgie.
Ehrungen Nach Johann Nepomuk von Nußbaum (1985) und Otto Goetze (1971) sind Wissenschaftspreise für den Nachwuchs benannt. Hartwig Bauer erhielt nicht nur beide Preise, sondern auch die Max-Lebsche-Medaille und die Ehrenmitgliedschaft. Gerd Hegemann ist Namensgeber für ein Reisestipendium.
Max-Lebsche-Medaille Nach Ferdinand Sauerbruchs Oberarzt Max Lebsche ist die Medaille benannt, mit der seit 1987 Standespolitiker, Ministerialbeamte, Politiker und Mediziner geehrt werden: 1986: Staatsminister a. D. Hans Maier 1987: Werner Wachsmuth 1988: Gerd Hegemann 1989: Fritz HolleHartwig Bauer: Fritz Holle 1991: Hans Joachim Sewering 1992: Georg Heberer 1993: Paul Hermanek, Erlangen 1994: Walther Weißauer, Hamburg 1995: Karl Hempel , Hamburg 1996: Wolfgang Spann, München 1997: Werner Grill, Starnberg 1999: Staatsministerin Barbara Stamm, München 2000: Heinz Angstwurm 2001: Gerhard Kugler, München 2002: Jürgen Bauch, HannoverNachruf auf Jürgen Bauch, doi:10.1007/s00104-011-2207-4 2003: Leonhard Schweiberer, München 2004: Ltd. Ministerialrat Karlheinz Anding, München 2005: Ministerialdirigent Gerhard Knorr, München 2006: Josef Eisenburg, Pullach 2007: Peter Hermanek, München 2008: Johann Wilhelm Weidringer, München 2009: Marianne Koch, Tutzing 2010: Alfred Schaudig, MünchenBayerisches Ärzteblatt 2013 2011: Hartwig Bauer 2012: Anton J. Schmidt, München 2013: Konrad Meßmer, München 2014: Klaus Junghanns, Ludwigsburg 2015: Christa Maar, München 2017: Peter Sefrin, Würzburg 2018: Almut Sellschopp, München 2019: Jörg Heberer, München 2020: Thomas Binsack, München
Ehrenmitglieder Hartwig Bauer, Neuötting Herbert Blaha, Gauting Rudolf Berchtold, Bern Paul Gall, ErlangenFranz Paul Gall (1926–2018) Werner Grill, Starnberg Horst Hamelmann, Kiel Wilhelm Hartel, Berlin Waldemar Ch. Hecker, München Wolf Heitland, München Werner Hohenberger, Erlangen Karl-Walter Jauch, München Ernst Kern, Würzburg Fritz Lechner, Garmisch-Partenkirchen Wolf Mutschler, München Jürgen Probst, Murnau Ernst Rebentisch, Deisenhofen Axel Rüter, Augsburg Friedrich-Wilhelm Schildberg, München Leonhard Schweiberer, München Rüdiger Siewert, München Friedrich Stelzner, Bonn Arnulf Thiede, Würzburg Rudolf Ascherl, Tirschenreuth Matthias Anthuber, Augsburg Markus W. Büchler, Heidelberg Volker Bühren, Murnau Rolf-Dieter Filler, Landshut Rupert Ketterl, Traunstein Michael Menger, Homburg Hans-Ulrich Steinau, Bochum Harald Tscherne, Isernhagen Albert Tuchmann, Wien
Siehe auch Liste der deutschen Chirurgenvereinigungen
Literatur Georg Maurer, H. Schmid, E. K. Schmid und W. Wiesner: Bayerische Chirurgen-Vereinigung 1911–1969, Geschichte, Satzungen, Mitglieder. Medizinhistorische Schriftenreihe, Boehringer-Mannheim 1969. Jörg Rüdiger Siewert, W. Theisinger: Bayerische Chirurgen-Vereinigung 1911–1986, Geschichte, Satzungen, Mitglieder. Demeter Verlag Gräfelfing (ergänzte Neuauflage 1986).
Weblinks Vereinigung Bayerischer Chirurgen
Einzelnachweise
Kategorie:Chirurgische Fachgesellschaft Kategorie:Vereinsgründung 1911