Die Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS) ist ein von der Bundesregierung im Juni 2019 eingerichtetes Expertengremium. Ihre Aufgaben sind im Klimaschutzplan 2050 sowie im Bundes-Klimaschutzgesetz beschrieben. Sie stellt Expertise zur Umsetzung und Weiterentwicklung der deutschen Langfriststrategie zum Klimaschutz bereit.
Aufgaben
Die Wissenschaftsplattform ist ein interdisziplinäres wissenschaftliches Beratungsgremium der deutschen Klimapolitik. Sie bündelt Expertise aus verschiedenen Disziplinen und erarbeitet Analysen, Stellungnahmen und Impulse zur Umsetzung der Klimaschutzziele Deutschlands. Die Wissenschaftsplattform Klimaschutz hat die Aufgabe, wissenschaftliche Expertisen für die Überprüfung und Fortschreibung des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung zu erarbeiten. Die Expertise der Mitglieder dieser Wissenschaftsplattform geht zudem in die Überarbeitung der Maßnahmenprogramme zum Klimaschutz ein, wie sie beispielsweise im Klimaschutzprogramm 2030 festgelegt sind. Hierzu soll das Gremium unabhängig und themenfrei klimaschutzrelevante Fragestellungen bewerten und somit Orientierungs- und Entscheidungswissen generieren.
In ihrer zweiten Arbeitsperiode (1. Juli 2024 bis 30. Juni 2027) bearbeitet die Plattform insbesondere folgende vier Themenfelder:
Anpassung an den Klimawandel Dekarbonisierung des Gebäudebereichs CO2-Entnahme aus der Atmosphäre und -Speicherung Klima-Governance im Mehrebenensystem und Klimaföderalismus
Zusammensetzung
Mitgliedseinrichtungen Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Universität Greifswald Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen am ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München
Erste Arbeitsperiode (2019 bis 2023) Der Lenkungskreis der Wissenschaftsplattform Klimaschutz war in der ersten Arbeitsperiode mit acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sieben Forschungseinrichtungen besetzt, die im Juni 2019 von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundesumweltministerin Svenja Schulze anlässlich der konstituierenden Sitzung berufen wurden.
Zweite Arbeitsperiode (2024 bis 2027) Gesteuert wird die Plattform von einem Lenkungskreis, der in seinen Aufgaben von einer Koordinationsstelle unterstützt wird. Die Wissenschaftsplattform Klimaschutz wird in der zweiten Arbeitsperiode (1. Juli 2024 bis 30. Juni 2027) von einem vierköpfigen Lenkungskreis geleitet. Die Koordinationsstelle ist seit Juli 2024 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam angesiedelt.
Die aktuellen Mitglieder sind Ottmar Edenhofer, Sabine Schlacke, Karen Pittel und Holger Hanselka.
Hintergrund Infolge des Übereinkommens von Paris hat die Bundesregierung mit dem Klimaschutzplan 2050 ihre Langfriststrategie zum Klimaschutz vorgelegt. Der Klimaschutzplan enthält sektorale Leitbilder für das Jahr 2050 sowie strategische, im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung dargelegte Maßnahmen bezogen auf das Jahr 2030. Dafür hat die Bundesregierung das Ziel zur Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 erstmals auf die emissionsrelevanten Sektoren Energie, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft heruntergebrochen und konkrete Sektorziele beschlossen.
Die Überprüfung und Fortschreibung des Klimaschutzplans sowie die Erarbeitung von Maßnahmen sollen wissenschaftlich begleitet werden. Zu diesem Zweck Die beschloss die Bundesregierung mit dem Klimaschutzplan 2050 im Jahr 2016 die Einrichtung der Wissenschaftsplattform Klimaschutz. Das Bundes-Klimaschutzgesetz bestimmt, dass die Bundesregierung bei der Erarbeitung von Klimaschutzprogrammen ihre wissenschaftliche Begleitgremien wie die Wissenschaftsplattform Klimaschutz mit einbeziehen muss.
In ihrer zweiten Arbeitsperiode wird die Wissenschaftsplattform Klimaschutz aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert.
Weblinks Website der Wissenschaftsplattform Klimaschutz
Einzelnachweise
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