Hitman war eine monatlich, in 61 AusgabenAusgaben #1-60, #1.000.000. (zuzüglich einiger Sonderausgaben) erscheinende Comicreihe, die von April 1996 bis April 2001 vom US-amerikanischen Comicverlag DC veröffentlicht wurde. Die Serie handelte von Tommy Monaghan, einem irischstämmigen Profikiller (englisch HitmanDie Selbstbezeichnung „Hitman“ kommt nur in den anfänglichen Einzelgeschichten vor und wird in der eigentlichen Serie nicht mehr verwendet.), der in der fiktiven Stadt Gotham City seiner blutigen Tätigkeit nachgeht. Seinen ersten Auftritt hatte er bereits in US-The Demon Annual #2 (1993). Monaghan zählt zu den sog. Antihelden, d. h. Superhelden, die nicht eindeutig „gut“ oder „böse“ im klassischen Sinne sind.

Autor der Reihe war der irische Schriftsteller Garth Ennis, für die Zeichnungen war als Stammkünstler der Ire John McCrea verantwortlich. Gelegentlich wurde er von anderen Zeichnern wie Steve Pugh, Carlos Ezquerra oder Doug Mahnke vertreten.

Charakteristisch für die Hitman-Reihe war der Zeichenstil McCreas und die Neigung zur drastischen Darstellung von Gewalt und Tod, was aber häufig in parodistischer Weise erfolgte: Es werden Pseudo-Superhelden, wie z. B. Nightfist eingeführt, um sehr bald in derselben oder einer der folgenden Ausgaben wieder getötet zu werden. Auch die Sektion Acht stellt diesen Typ Superhelden dar.

Handlung Hinweise: Es sind die deutschen Kapitelnamen aus der Deluxe Edition von Panini Comics angegeben, da dabei erstmals die komplette Reihe am Stück erschienen ist. Zuvor wurden vom Dino-Verlag, aber auch bei Panini, teils leicht abweichende Bezeichnungen verwendet. Der Originaltitel (OT) ist jeweils darunter ergänzt. Stammzeichner war John McCrea, abweichende Zeichner sind separat genannt.

Überblick Tommy Monaghan, ein Berufskiller, der in Gotham City lebt und arbeitet, wird Opfer eines Angriffs durch Glonth, einen der sieben formwandelnden, Rückenmark verzehrenden Außerirdischen, die nach einem Kampf mit Lobo, auf die Erde stürzten, wo sie Furcht und Schrecken verbreiten (siehe Bloodlines-Serie). Der ihm im Nacken zugefügte Biss und das dabei übertragene Virus töten Tommy nicht, sondern statten ihn mit einem begrenzten Röntgenblick und telepathischen Fähigkeiten aus.

Monaghan hat, im Gegensatz zu vielen seiner Berufskollegen, Skrupel, so erschießt er z. B. niemanden, den er bei den „Guten“ einordnet oder die es seiner Meinung nach nicht verdient haben zu sterben (was eine gewisse Definitionsbreite lässt). Dazu zählen Kinder, Polizisten oder Superhelden (wie z. B. Batman, Green Lantern und Superman). Aus diesem Grund arbeitet er selbstständig und nicht für einen festen Auftraggeber, dem er verpflichtet ist und deswegen evtl. jemanden aus den genannten Personengruppen ermorden soll.

Zumeist hält er sich im Noonan’s auf, seiner Stammkneipe, welche von Sean Noonan, einem ehemaligen Killer, betrieben wird und Treffpunkt mit seinen Freunden und Kollegen (wie Ringo Chen, Hacken und Natt the Hat) ist, die im Wesentlichen im selben Gewerbe arbeiten wie Tommy selbst.

Hitman (Erster Auftritt) OT: Hitman US-The Demon Annual #2 (Vol. 2), November 1993 (drei Kapitel) Teil von: Bloodlines

Die sieben außerirdischen, gestaltwandelnden Parasiten Angon, Gemir, Glonth, Lissik, Pritor, Slodd und Venev müssen auf der Erde notlanden, nachdem der intergalaktische Kopfgeldjäger Lobo den Antrieb ihres Raumschiffs zerstört hat.Hounds of Blood in US-Lobo Annual #1 (Vol. 2), DC Comics, August 1993 (englisch). Auf der Erde wandeln sie ihre Gestalt in eine humanoide Form und ernähren sich, indem sie Menschen das Rückenmark aussaugen, wobei die meisten der Opfer sterben, einige aber unterschiedliche Superkräfte erhalten. Diese New Bloods bekämpfen mit den übrigen Helden um Superman und dem Flash (Wally West) die Außerirdischen, die sich zum Schluss zu einem großen Wesen, dem Taker, verbinden, der letztlich von der Sonne verschlungen wird.JLA Sonderband #8: Aus den geheimen Archiven 2, Dino-Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-89748-137-5.Kurzbeschreibung von Bloodlines (1993) in Hitman Special #1, Dino-Verlag, Stuttgart Januar 2000.

Tommy Monaghan ist Auftragskiller in Gotham City und einer der New Bloods. Er bekommt von den Scarlottis aus Brooklyn den Auftrag, den Verbrecherboss Robert Heavington Dubelz zu ermorden und wartet in einem Zimmer auf der anderen Straßenseite auf die Rückkunft des Mannes in dessen Wohnung. In dem Moment wird Dubelz allerdings von Glonth, einem der sieben Aliens, angegriffen und stirbt, als ihm das Rückenmark herausgesaugt wird. Durch das rote Laserlicht der Zieleinrichtung des Gewehres, wird Glonth auf Monaghan aufmerksam, und greift auch ihn an. Allerdings überlebt der Killer und stellt bereits bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus fest, dass er nun über besondere Fähigkeiten verfügt, da er nun Gedanken lesen kann und über einen Röntgenblick verfügt; seine Augen sind nun tiefschwarz. Er flieht, kann aber zuvor den Polizisten, der ihn bewacht, überwältigen und ihm die Uniform abnehmen. So sucht er seinen Freund Pat auf, bei der er sich wieder umzieht (u. a. legt er seinen grünen Mantel an), seine Augen hinter einer Sonnenbrille verbirgt und sich „Hitman“ nennt.

Er vermutet zurecht, dass er nun selbst Ziel eines Mordanschlages werden könnte. Um den Anhängern von Dubelz zuvorzukommen, besucht er die Totenwache der Familie, wo sich auch Glonth hinbegibt, da er hofft, dass Dubelz’ Söhne, die siamesischen Zwillinge Moe und Joe, ebenfalls ein so schmackhaftes Rückenmark haben wie ihr Vater. Auch Jason Blood, der sich vor Ort in den Dämonen Etrigan verwandelt, ist dort und bekämpft mit Monaghan gemeinsam den Außerirdischen Parasiten, der schließlich flieht. Moe und Joe Dubelz schießen auf Monaghan, um ihren Vater zu rächen, beim Schusswechsel wird Joe per Kopfschuss getroffen und getötet. Blood und Monaghan verlassen das Gelände nach einem letzten Austausch.

Hitman (Kurzgeschichte) OT: Hitman US-The Batman Chronicles #4, März 1996 (1. Story) Teil von: Batman – Die Seuche

Monaghan bekommt den Auftrag, Thrax, einen entflohen Seuchenträger aus einem Militärlabor zu beseitigen, bevor der seine Krankheiten in der sowieso bereits von einer Seuche betroffenen Stadt verbreiten kann.

Moe Dubelz hat eine Prämie ausgeschrieben für denjenigen, der Monaghan töten kann. Martin Eckstein sieht seine Chance dazu gekommen und trifft fast gleichzeitig mit Batman die Zielperson, die beide mit einer Pistole in Schach hält. Nach einem Trick kann Monaghan entkommen und Batman mit Eckstein zurücklassen. Batman schlägt Eckstein K. o., erfährt aber noch von ihm, dass Monaghan den Auftrag erhalten soll, den Joker zu ermorden.

Monaghan hat inzwischen Thrax gestellt und angeschossen, Batman hält ihn aber zunächst von einem Mord ab. Dennoch lässt er gleich darauf zu, dass Monaghan Thrax mit einer Phosphorgranate verbrennt, um mit ihm auch einen Träger der Seuche zu beseitigen. Monaghan flieht, Batman verfolgt ihn nicht, da er weiter die schon vorhandene Seuche und deren Auswirkungen in Gotham City zu bekämpfen hat.

Ärger in Arkham OT: A Rage in Arkham US-Hitman #1-3, April - Juli 1996

Moe Dubelz hetzt Tommy Monaghan weiterhin Leute auf den Hals, darunter die Shadow-Force, derer sich Monaghan aber entledigen kann. Da er so effizient arbeitet, wollen die Arkannonen, die Waffenmeister aus der Hölle, ihn zu ihrem Diener machen und entsenden ihren Boten Mawzir, um ihn zu holen.

Von Gerry McWilliams wird Tommy von einem reichen Auftraggeber eine Million Dollar für die Ermordung des Jokers, der im Arkham Asylum einsitzt, angeboten. Der Killerclown hatte allen in einem Kindergarten (inkl. des Sohns des Reichen) ein Todeslächeln verpasst. Batman stellt Monaghan zur Rede, ehe der von der Polizei aufgegriffen wird. Noch während der Festnahme trifft Batman auf Detective Tiegel, der er sagt, die Polizei solle sich zurückhalten, damit die Hintermänner des Auftrags bekannt werden können. Monaghan kann durch einen Trick aus dem Streifenwagen entkommen und lässt sich von Pat von den Handschellen befreien. Er erhält weitere Aufträge, die er bei der Gelegenheit seines Eindringens in Arkham ebenfalls erledigen soll.

Monaghan dringt in die Arkham-Anstalt ein und erledigt mehrere der Mordaufträge. Schließlich wird auch der Joker von Monaghan erschossen, entpuppt sich aber als Mawzir. Bei der Flucht schießt Monaghan auf den echten Joker und verwundet ihn, dachte aber zunächst, dass es sich auch in dem Fall nicht um ihn handelt. Batman (der den Joker verarztet), Tiegel und Monaghan bekämpfen Mawzir, der gestoppt wird, als ihm von Monaghan die Schusswaffen aus seinen zehn Händen geschossen werden. Da Mawzir seinen Auftrag nicht erfüllen konnte, fährt er zur Hölle.

Monaghan trifft sich zum Schluss zu einem Date mit seiner Zufallsbekanntschaft Wendy, die ihn für einen normalen, netten Kerl hält und ihm nicht seine Killertätigkeit abnimmt.

Zehntausend Kugeln OT: Ten Thousand Bullets US-Hitman #4-7, August - November 1996

Erneut entgeht Monaghan mehreren Mordanschlägen (durch Crazy Dick Dunston und später die Black Lotus Ninjas), wobei die Belohnung seitens Moe Dubelz zu seiner Tötung inzwischen auf 100.000 Dollar angewachsen ist. Dieser engagiert nun für eine halbe Million Johnny Navarone. Nightfist, der den Drogenhandel in der Stadt mit fragwürdigen Methoden bekämpft, ist das nächste Ziel von Monaghan, auf das er von Lieutenant Nicky Lincoln angesetzt wird. Zusammen mit seinem alten Freund aus Army-Zeiten, Natt the Hat, mit dem er im Irakkrieg gedient hatte, versucht er Nightfist anzulocken. Als er erscheint und von ihnen angeschossen wird, nutzt Navarone die Situation aus und kann Tommy und seinen Freund ausschalten. Natt schafft es, eine Handgranate zu werfen, bevor Navarone Tommy erschießen kann, und beide entkommen. Da insbesondere aufgrund der schweren Verletzungen von Tommy schnelle Hilfe notwendig ist, können sie sich nur zu Wendy begeben, der dadurch bewusst wird, dass ihr neuer Freund eigentlich ein Killer ist. Sean wird gerufen, der Tommy das Leben retten kann; nach einigen Tagen verlassen sie die Wohnung. Wendy will nun von ihnen – v. a. aber Tommy – nichts mehr sehen und hören.

Tommy und Natt suchen Pat auf und finden ihn schwer verletzt in seiner Badewanne liegend. Navarone hatte ihn gefoltert, um Informationen über Tommy zu erhalten, aber Pat hatte nichts verraten, da er (anders als ihm von Hacken bei einem Streit ein paar Tage zuvor unterstellt wurde) ein „harter Kerl“ sein wollte. Tommy verkürzt sein Leiden und tötet ihn mit einem Kopfschuss. Um Rache zu üben, fahren er und Natt zu Dubelz’ Haus und ermorden alle dort Anwesenden, bei der Schießerei kommt auch der zwischenzeitlich eintreffende Nightfist ums Leben. Beim Showdown auf dem Gebäudedach kann Monaghan zuletzt auch Moe Dubelz und Johnny Navarone niederstrecken.

Die Nacht, in der die Lichter ausgingen OT: The Night the Lights Went Out; bei Dino: Die Nacht, in der das Licht ausging US-Hitman #8, November 1996 Teil von: Final Night

Während die Sonne des irdischen Sonnensystems erloschen ist und es im Freien immer kälter wird, haben sich die Stammgäste im Noonan’s verbarrikadiert. Dabei erzählen sie sich Erlebnisse über den Tod bzw. das Töten:

Sean Noonan berichtet vom Koreakrieg, als er der letzte Überlebende seiner Einheit wurde und nur überlebte, da die eintreffende US-Luftwaffe angreifende feindliche Soldaten beschossen hat. Natt the Hat erinnert sich an eine Aktion seiner Gang in Detroit, bei der sie Drogen gegen Waffen eintauschen wollten, aber der Polizei in die Falle gingen. Natt überlebte nur, weil einer der Polizisten der Vater des Kindes seiner Schwester war. Hacken verübte einst ein Massaker unter Hühnern, als er in einer Hühnerfabrik gearbeitet hat. Ringo glaubt, nach einem erfolgreichen Mordauftrag in Hongkong dem Tod höchstselbst begegnet zu sein.