mini|Niyazi, Dirigent Niyazi Hacıbəyov (, alternative Kurzschreibweise Niyazi Hacıbäyov, genannt Maestro Niyazi; , Transkription Nijasi Sulfugar ogly Gadschibekow-Tagisade, wiss. Transliteration ; * in Tiflis; † 2. August 1984 in Baku) war ein sowjetischer und aserbaidschanischer Dirigent und Komponist.

Leben Niyazi Hacıbəyov studierte in Moskau bei Michail Gnessin, Gawriil Popow und Pjotr Rjasanow, ferner am Konservatorium Jerewan und an der Musikakademie Baku bei Leopold Rudolf. Er war von 1937 bis 1965 Dirigent, dann Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Staatlichen Aserbaidschanischen Opern- und Ballett-Theaters sowie von 1938 bis 1984 Chefdirigent des Staatlichen Aserbaidschanischen Sinfonieorchesters. Ab 1979 wirkte er zudem als Direktor der Staatlichen Aserbaidschanischen Philharmonie.

Neben seiner Tätigkeit in der klassischen Musik war er auch ein Wegbereiter des aserbaidschanischen Jazz und gründete Ende der 1930er Jahre mit Tofiq Quliyev das erste Jazzorchester dort, das Estraden-Orchester Devlet Cazı – Staatlicher Jazz.Jazz in Aserbaidschan. In: azerbaijans.com 2021 (englisch)

Er war über die Grenzen Aserbaidschans hinaus berühmt. Als Dirigent leitete er zahlreiche Uraufführungen von Werken (Oper, Ballett und Symphonie) bekannter aserbaidschanischer Komponisten wie Üzeyir Hacıbəyov, Müslüm Maqomayev, Qara Qarayev, Fikrət Əmirov, Arif MəlikovNiyazi Tağızadə-Hacıbəyov. In: azcomposersunion.com.az, abgerufen am 11. August 2022 (aserbaidschanisch) und arbeitete mit Solisten wie Swjatoslaw Richter, Heinrich Neuhaus, David Oistrach und Mstislaw Rostropowitsch.

Zu seinen wichtigsten Kompositionen zählten die Oper Xosrov və Şirin (1942) nach einem Stoff von Nezami, die sinfonische Suite Rast (1949), die sich mit dem gleichnamigen Muğam-Modus beschäftigt, und das Ballett Çitra (1960) nach Rabindranath Tagore.

Familie mini|Niyazi-Museum in Baku Niyazi Hacıbəyov war Sohn des Komponisten Zülfüqar Hacıbəyov und Neffe des Komponisten Üzeyir Hacıbəyov.The Hajibeyovs. In: Musiqi Dünyasi 2005 (englisch)

Nachleben In seinem ehemaligen Wohnhaus wurde 1994 am Bülbül prospekti in Baku ein Museum zum Gedenken an Niyazi Hacıbəyov eröffnet, das zum übergeordneten Staatlichen Aserbaidschanischen Museum für Musikkultur gehört. Die ständige Ausstellung umfasst Manuskripte, Bücher, Noten, Schallplatten, Fotos und persönliche Gegenstände.The Niyazi House Museum. In: The Azerbaijan State Museum of Musical Culture, abgerufen am 11. August 2022 (englisch)

Ein 2017 fertiggestelltes Denkmal in Baku erinnert an Niyazi.. In: Atalar, 2. Februar 2017 (russisch)

Auszeichnungen (Auswahl) 1951, 1952: Stalinpreis 1959: Volkskünstler der UdSSR 1967: Staatspreis der Aserbaidschanischen SSR 1974: Internationaler Nehru-Preis 1976, 1982: Leninorden 1982: Held der sozialistischen Arbeit

Weblinks

Kurzbiographie mit Hörbeispielen. In: Musiqi Dünyasi 2015, abgerufen am 11. August 2022 (aserbaidschanisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Dirigent Kategorie:Volkskünstler der UdSSR (Darstellende Kunst) Kategorie:Held der sozialistischen Arbeit Kategorie:Träger des Leninordens Kategorie:Träger des Ordens der Oktoberrevolution Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Ordens Zeichen der Ehre Kategorie:Träger der Medaille „Für heldenmütige Arbeit im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ Kategorie:Träger der Medaille „Für die Verteidigung des Kaukasus“ Kategorie:Träger der Medaille „Sieg über Deutschland“ Kategorie:Verdienter Kunstarbeiter der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik Kategorie:Volkskünstler der ArSSR Kategorie:Träger des Stalinpreises Kategorie:KPdSU-Mitglied Kategorie:Ehrenbürger von Tiflis Kategorie:Aserbaidschaner Kategorie:Geboren 1912 Kategorie:Gestorben 1984 Kategorie:Mann