Bärnhof (oberfränkisch: BäanhufE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bäʳnhūf“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Bärnhof liegt in der Gemarkung Oberdornlach.
Geografie Die Einöde liegt an der Dornlach, einem rechten Zufluss der Dobrach, und ist überwiegend von Acker- und Grünland umgeben. 0,5 km östlich befindet sich die Anhöhe Ameisenknock (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberdornlach (0,4 km südwestlich) bzw. nach Unterdornlach (0,5 km nordöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1740 als „Bernhof“ erstmals schriftlich erwähnt. Bärnhof dürfte aber wesentlich älter sein, wofür das Bestimmungswort Bero spricht, ein Personenname, der nach dem Mittelalter nicht mehr in Gebrauch war.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 8. Der Ort wurde im 19. Jahrhundert auch als „Mitteldornlach“ bezeichnet.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Bärnhof zur Realgemeinde Unterdornlach. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Grundherr des Hofes war das Amt I des Rittergutes Kirchleus.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 582f.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde Bärnhof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberdornlach und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Oberdornlach zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Unterdornlach umgemeindet. Diese wurde 1955 aufgelöst. Bärnhof kam mit Unterdornlach wieder zur Gemeinde Oberdornlach.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 769. Am 1. Januar 1974 wurde Bärnhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 7 10 7 8 7 4 7 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria Magdalena (Kirchleus) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1740