Chursdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Dittersdorf im Saale-Orla-Kreis in Thüringen (Deutschland).

Geografie Chursdorf liegt in einem Hügelland am Nordostrand des Naturparks Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. Die Umgebung der Dörfer wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt, es finden sich aber auch kleinere Wälder. Die Böden im Schiefergebirge zeichnen sich durch einen hohen Feinerdeanteil und hohen Humusgehalt aus. Deshalb sind sie sehr fruchtbar.Manfred Graf: Organisation der kooperativen Pflanzenproduktion bei hohem Grünlandanteil im Südostthüringer Schiefergebirge. Dargestellt an der KOG „Lobenstein“. 1970, (Jena, Universität, Dissertation, 1970; maschinschriftlich).

Geschichte Am 2. Juni 1268 war die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad-Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 52.

Die Dorfkirche mit Rokokomalereien stammt aus dem Jahre 1770. Eine Besonderheit ist das geschmückte Gestühl mit künstlerisch nummerierten Plätzen und die Trampel-Orgel aus dem Jahr 1753.Lieselotte Swietek, Wolfgang Swietek: Dorfkirchen in Thüringen (= Kleine Thüringen-Bibliothek. 27). Verlagshaus Thüringen, Erfurt 1993, ISBN 3-86087-014-9, S. 28–29.

Die landwirtschaftlich orientierten Dörfer gingen dann auch den Weg der Landwirtschaft in Ostdeutschland. Nach der Wende orientierten sie sich neu und gründeten neue Vereinigungen oder wurden Wiedereinrichter.

In seiner Sitzung am 13. Dezember 2012 beschloss der Gemeinderat Chursdorf die Eingliederung in die Gemeinde Dittersdorf mit 4 zu 1 Stimmen.gem. Amtsblatt VG Seenplatte Nr. 01/2013 S. 3, abgerufen am 30. Januar 2013 (PDF; 1,1 MB) Die Eingliederung wurde zum 31. Dezember 2013 vollzogen.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013 Die Gemeinde Chursdorf wurde damit aufgelöst und besteht lediglich als Ortsteil fort. Als Grund für die Eingliederung nach Dittersdorf wird die angespannte finanzielle Situation der Gemeinde angegeben. Alternativ stand auch der Anschluss nach Moßbach im Raum, welcher aber vom Gemeinderat nicht weiter verfolgt wurde.

Zur Gemeinde Chursdorf gehörten neben dem Hauptort auch noch die Ortsteile Sorna und Waldhäuser.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember) (mit Sorna und Waldhäuser): 1994: 206 1995: 224 1996: 220 1997: 216 1998: 210 1999: 206 2000: 204 2001: 207 2002: 215 2003: 226 2004: 225 2005: 215 2006: 218 2007: 214 2008: 217 2009: 206 2010: 205 2011: 206 2012: 181 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 sind 3 Einwohner aus Chursdorf im 6 Mitglieder zählenden Gemeinderat vertreten.gem. Wahlergebnisse Kommunalwahl 2014 Thüringen S. 186, abgerufen am 10. Juli 2014 (PDF; 7,7 MB) Einen Ortsteilbürgermeister gibt es gemäß Hauptsatzung der Gemeinde Dittersdorf nicht mehr.

Verkehr Chursdorf liegt in wenigen Kilometer Entfernung zwischen den jeweils in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Fernstraßen Bundesautobahn 9 und Bundesstraße 2. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Dittersdorf.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Saale-Orla-Kreis Kategorie:Dittersdorf (Thüringen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Saale-Orla-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1268 Kategorie:Gemeindeauflösung 2013