Trude Marlen, eigentlich Gertrud Albach (* 7. November 1912 in Graz als Gertrud Elisabeth PoschTaufmatrikel Pfarre Graz-Strassgang (Matricula) . Abgerufen am 21. August 2025.; † 9. Juni 2005 in Wien), war eine österreichische Schauspielerin.
Leben Trude Marlen wurde als Tochter des österreichischen Gutsbesitzers Josef Posch geboren. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Zäzilia Maria (nannte sich Cecilia Maximiliane) und ihrer Schwester Grete wuchs sie in ihrer Geburtsstadt Graz auf. Dort bekam sie auch privaten Schauspielunterricht bei Lori Weiser. Anschließend folgten Bühnenengagements in Brünn, Berlin und Wien. Trude Marlen, wie sie sich dann als Künstlerin nannte, wurde zu einer vielbeschäftigten Darstellerin am Theater, wie auch ab 1933, als sie ihr Spielfilmdebüt gab, auf der Leinwand.Stephanie D’heil: Trude Marlen. Biografie in: steffi-line.de. Abgerufen am 21. Mai 2012.
Bis in die 1940er-Jahre hinein drehte sie als UFA-Star zumeist leichte Unterhaltungsfilme, bei denen oft Willi Forst ihr Partner war. Ab 1943 lebte sie mit dem Schauspieler Wolf Albach-Retty (1906–1967), Vater von Romy Schneider, zusammen. Nach dessen ScheidungAnm.: Die Scheidung Albach-Rettys von Magda Schneider erfolgte nach verschiedenen Quellen im Jahr 1945 oder 1946 oder 1947. von seiner ersten Frau Magda Schneider heiratete er Trude Marlen im Jahr 1953.Taufmatrikel Pfarre Graz-Strassgang (Matricula) . Abgerufen am 21. August 2025. Wie alle zu der Zeit lebenden Familienmitglieder der Schauspielerdynastie Albach-Retty war auch sie, die zweite Ehefrau des frühen Fördermitglieds der SS und NSDAP-Mitglieds Wolf Albach-Retty, begeisterte Anhängerin von Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus. Bei Hitler genoss sie höchste Wertschätzung und durfte sich . Da sie jedoch ab 1933 schnell Karriere machte, benötigte sie die persönliche Förderung des „Führers“ nicht. In Berlin wurde sie . Von 1941 bis 1945 gehörte sie dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an.Georg Markus: Was uns geblieben ist, 2010, S. 75f. mini|hochkant=0.80|Grabstätte von Trude Marlen
Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges spielte sie vorwiegend Theater. 1947 wurde ihre Tochter Sacha Darwin geboren. So gehörte Trude Marlen zu den Gründungsmitgliedern der Kleinen Komödie in Wien, an der sie in den 1970er und 1980er Jahren eine umfangreiche Tätigkeit entfaltete. Daneben gab sie zahlreiche Gastspiele mit Tourneebühnen. Im Film trat sie hingegen zwar nur noch sporadisch, dafür bis ins hohe Alter hinein in Erscheinung. So spielte sie 2001 neben Leon Askin in der Produktion Ene mene muh und tot bist du. Für beide Altstars sollte es der letzte Filmauftritt werden.
Trude Marlen wurde 1967 nach dem Tod ihres Ehemannes von ihrer Schwiegermutter Rosa Albach-Retty adoptiertTaufmatrikel Pfarre Graz-Strassgang (Matricula) . Abgerufen am 21. August 2025. und starb am 9. Juni 2005 im Alter von 92 Jahren. Wie ihre bereits am 17. August 1997 verstorbene Zwillingsschwester, die Schauspielerin Cecilia Maximiliane Brantley, wurde auch sie neben ihrem Mann Wolf Albach-Retty im Ehrengrab ihrer Schwiegermutter Rosa Albach-Retty (1874–1980) auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32C, Nummer 50) beigesetzt.
Ihre Schwester Grete Posch war die erste Ehefrau des österreichischen Tenors und Komponisten Anton Maria Topitz (* 26. Februar 1887; † 7. April 1949).Topitz, Anton Maria (eig. Anton Matthias). Eintrag in: Österreichisches Musiklexikon, Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.), Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8. Marlen und Topitz waren Bewohner der Künstlerkolonie Berlin.
Filmografie
Literatur Georg Markus: Was uns geblieben ist. Amalthea, Wien 2010, ISBN 978-3-85002-723-6, S. 70 ff.: Romys schrecklich un-nette Familie. Die Vorfahren der Romy Schneider. (Buchvolltext als PDF). Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 282.
Weblinks
UFA-Star Trude Marlen gestorben. Witwe von Wolf Albach-Retty wurde 92 Jahre alt. In: derStandard.at/APA, 21. Juni 2005.
Einzelnachweise Gräberdatenbank der Friedhöfe Wien. Abgerufen am 21. Mai 2012.
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