Die Kulturfilm-Institut G.m.b.H., auch: Kulturfilm-Institut G.m.b.H. Dr. Hans Cürlis, wurde am 11. Juli 1919 durch den promovierten Kunsthistoriker Hans Cürlis in Berlin gegründet.Institut für Kulturforschung, auf: uni-kiel.de Das Institut war während der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus und in der jungen Bundesrepublik aktiv.Ulrich Döge: Kulturfilm als Aufgabe Hans Cürlis (1889–1982), auf: deutsche-kinemathek.de
Geschichte Am 4. Februar 1920 gründete Cürlis gemeinsam mit dem Trick- und Animationsfilmer Berthold Bartosch, dem Filmregisseur Carl Koch und dessen Ehefrau, der Filmregisseurin Lotte Reiniger, und weiteren Personen die Gesellschaft für Kulturforschung. Diese war ein Pendant zu dem 1915 an der Alma Mater Rudolphina Vindobonensis in Wien eingerichteten Institut für Kulturforschung, das der promovierte Kulturgeograph Erwin Hanslik, der Ethnologe Edmund Küttler (1884–1964) und der promovierte Anthropologe und Rechtsanwalt Viktor Ritter von Bauer begründet hatten.Rolf Elberfeld: Transdisziplinäre Kulturforschung (PDF; 18,0 Kilobyte), auf: uni-hildesheim.deGeorg Vasold: The Revaluation of Art History. In: Pauline Bachmann, Melanie Klein, Tomoko Mamine, Georg Vasold, Gregor Stemmrich, KlausKrüger (Hrsg.): Art/Histories in Transcultural Dynamics (= Berliner Schriften zur Kunst), Wilhelm Fink, Paderborn 2017, ISBN 978-3-7705-5939-8, S. 119–138.
Zweck dieses gemeinnützigen Vereins war es, die „wissenschaftliche Erforschung der Kultur aller Völker zu betreiben und die Forschungsergebnisse durch Darstellung in Wort, Bild und Film zu verbreiten“.Ulrich Döge: Institut und Gesellschaft für Kulturforschung. In: Filmblatt, Cinegraph Babelsberg, Bd. 4 (2005), S. 17–19 Die Gesellschaft für Kulturforschung richtete eine Filmabteilung, einen Verlag und ein Archiv für Lehr- und Schulfilme ein. Aufgabe der Gesellschaft war die „Verbreitung politischer Ideen und kultureller Botschaften“, insbesondere durch Animationsfilme, welche die Kulturfilm-Institut G.m.b.H. produzieren sollte.
Cürlis filmte zu Beginn der 1920er Jahre in Berlin beispielsweise die Maler Lovis Corinth, Otto Dix, Max Liebermann und Heinrich Zille bei ihrer Arbeit. Auf diese Weise gelang es, die Entstehung von Werken festzuhalten, in denen sich ein tief greifender Wandel in der zeitgenössischen Kunst vollzog.
Während des Zweiten Weltkriegs kooperierte Cürlis mit der Riefenstahl-Film G.m.b.H., die Arnold Fanck damit beauftragt hatte, filmische Dokumentationen von Josef Thorak (1943) und Arno Breker (1944) zu fertigen.
Filmografie
Videos Aus den Ateliers der 20er Jahre – Der Filmpionier Hans Cürlis und seine Malerporträts, 1:24:18 Std., auf: youtube.com
Einzelnachweise
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