Max Hans Karl Adolf Heinrich Hermann Ihssen (* 23. September 1830 in Poggenhagen (Neustadt am Rübenberge); † 1. Januar 1887 in Erfurt) war ein preußischer Generalmajor und Kommandeur der 15. Infanterie-Brigade.

Leben Herkunft Heinrich war ein Sohn des hannoverschen Oberkommissars und Domänenpächters Franz Ihssen († 1866) und dessen Ehefrau Antoinette, geborene von Hinüber (1792–1840)Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1909. Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1908, S. 346. (Digitalisat).

Militärkarriere Nach dem Besuch des Gymnasiums in Celle und der Polytechnischen Schule in Hannover trat Ihssen am 25. Juni 1848 als Kadett in das 5. Infanterie-Regiment der Hannoverschen Armee ein. Am 1. Januar 1849 kam er mit einem Patent vom 25. Dezember 1848 als Sekondeleutnant in das 6. Infanterie-Regiment, war ab dem 1. Juli 1856 als Lehrer an die Kadettenanstalt in Hannover kommandiert avancierte Ende September 1856 zum Premierleutnant. Anschließend war er vom 1. Mai 1859 bis zum 9. Januar 1860 Regimentsadjutant und stieg am 1. Dezember 1859 zum Hauptmann auf. Am 27. Mai 1863 trat Ihssen mit der Ernennung zum Kompaniechef in das 2. Infanterie-Regiment über. Während des Deutsch-Dänischen Krieges war er vom 14. April bis zum 15. August 1864 zur Besetzung der Emsmündung abkommandiert. Während des Kriegs gegen Preußen nahm er 1866 an der Schlacht bei Langensalza teil, in dessen Verlauf er eine schwere Verwundung am Kopf erlitt.Die Hannoveraner in Thüringen und die Schlacht bei Langensalza. Zweite Auflage, Klinghammer, Langensalza 1866, S. 203. (Digitalisat) Für sein Wirken erhielt er am 21. November 1866 den Guelphen-Orden 4. Klasse.

Nach dem verlorenen Krieg und der Annexion des Königreichs Hannover, in dessen Folge die Armee aufgelöst wurde, trat Ihssen in die Preußische Armee und wurde am 9. März 1867 als Hauptmann mit Patent vom 1. Dezember 1859 im Ostpreußischen Füsilier-Regiment Nr. 33 in Köln angestellt. Während des Krieges gegen Frankreich war er vom 15. Juli bis zum 21. Dezember 1870 Kommandeur des Reserve-Landwehr-Bataillons Nr. 33 aus Königsberg und avancierte am 20. Juli 1870 zum Major. Er kämpfte in den Schlachten bei Bapaume und St. Quentin sowie dem Gefecht bei Tertry-Pœuilly.

Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse wurde Ihssen nach dem Friedensschluss am 13. April 1872 zum Kommandeur des II. Bataillons ernannt. Er stieg dort am 3. Juli 1875 zum Oberstleutnant auf und wurde am 12. April 1879 als Kommandeur in das 1. Oberschlesische Infanterie-Regiment Nr. 22 versetzt, am 11. Juni 1879 wurde er zum Oberst befördert. In dieser Eigenschaft erhielt Ihssen anlässlich des Ordensfestes im Januar 1881 den Roten Adlerorden III. Klasse mit Scheife und im November 1881 die Erlaubnis zur Annahme des Kommandeurkreuzes II. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen.Militär-Wochenblatt. Nr. 96 vom 19. November 1881, S. 1855. Am 10. Mai 1884 wurde er zum Generalmajor befördert und als Kommandeur der 15. Infanterie-Brigade nach Erfurt versetzt. Dort starb er am 1. Januar 1887 an den Spätfolgen seiner Verwundung aus Langensalza.Allgemeiner Anzeiger zum Militär-Wochenblatt. Nr. 1 vom 5. Januar 1887.

Am 1. Januar 1885 schrieb der General von Grollman: Generalmajor Ihßen ist eine stattliche, militärische Erscheinung. Er verbindet einen selbstständigen Charakter mit ruhigem, sachlichem Urteil und wohlwollender Gesinnung. Über seine Leistungsfähigkeit als Truppenführer habe ich mir kein Urteil bilden können, da er an einer schweren Krankheit leidend, den sämtlichen Sommer- und Herbstübungen nicht beiwohnen konnte. Seine Gesundheit ist jetzt hergestellt.

Familie Ihssen heiratete 1866 Luise Jordan. Das Paar hatte zwei Kinder: Antoinette Pauline Anna (* 1868) ⚭ 1889 Max Hugo Ludwig von Borck (* 1853), preußischer Oberregierungsrat a. D.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1930. Teil 2, S. 74. Hans Emil Wilhelm (* 1875), preußischer Rittmeister im Husaren-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (Schleswig-Holsteinisches) Nr. 16

Literatur Geschichte des 1. Oberschlesischen Infanterie-Regiments Nr. 22 von seiner Gründung bis zur Gegenwart. Mittler & Sohn, Berlin 1884, Anhang, S. 360. Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , , Band 10, S. 423–424, Nr. 3304.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Kommandeur II. Klasse) Kategorie:Ritter des Guelphen-Ordens Kategorie:Militärperson (Hannover) Kategorie:Infanterist (Hannover) Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1830 Kategorie:Gestorben 1887 Kategorie:Mann