Ellundfeld (dänisch: Ellund Mark) ist ein Gebiet des Handewitter Ortsteils Ellund, das an der deutsch-dänischen Grenze liegt, in dem mehrere Siedlungen liegen.

Lage Das Ellundfeld besteht aus einem großen westlichen Bereich,Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 21 (Karte) der westlich des Ortes Ellund liegt und einem kleineren östlichen Bereich, der östlich des Ortess Ellund liegt. „Ellundfeld-West“Strassenkatalog, Eintrag: Ellundfeld-West in 24983 Handewitt wird hauptsächlich durch die beiden Straßen „Ellund-West“ sowie der „Flensburger Straße“ erschlossen. Auch der Ort Wilmkjer liegt in diesem Bereich. Der kleinere, östliche Bereich wird durch die Straße „Ellund-Ost“ erschlossen. In diesem Bereich liegen Teile des Ortes Simondys.Asmus Andresen: Chronik des Kirchspiels Handewitt, Leck 1990, S. 296 Südlich von Ellund liegt zudem der Ort Ellundbrück, der ebenfalls hin und wieder dem Ellundfeld zugeordnet wird.Karte von Wallsbüll der Preußischen Landesaufnahme um 1879 Nördlich der Straße "Ellund-Ost" liegt auf der Grenze der südlichste Punkt des dänischen Festlandes bei 54°48'00,9"Nord.

Geschichte Ab 1761 ließ König Friedrich V. die dünnbesiedelten Heide- und Moorgebiete auf der Schleswigschen Gest durch Menschen aus Pfalz und Hessen kolonisieren.Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 684 Auf dem Ellundfeld wurden zwei Kolonistenstellen der Kolonie Nr. 14 Königsheide eingerichtet. Es waren dies: Waldemars Hof, Ellund-West 9 sowie Dans Hof, Ellund-West 10. Eine dritte Kolonistenstelle der Kolonie Königsheide wurde auf dem Wallsbüllfeld eingerichtet, nämlich der Johannes Hof, Osterfeld 3 in Wallsbüll.Kolonisten Atlas. Zum 250-jährigen Jubiläum der Heide- und Moorkolonisation im Herzogtum Schleswig, Barderup und Jörl 2011, S. 9, 15, 60 und 63Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 204 Seit 1831 diente Dans Hof mit der zugehörigen Landwirtschaft als Armenhaus.Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 537 Erst nach rund 130 Jahren wurde diese Institution wieder geschlossen.Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 292 Auf den Gebietskarten der Preußischen Landesaufnahme um 1879, welche das Gemeindegebiet von Ellund darstellten, war Ellundfeld schon eingetragen.Preußische Landesaufnahme um 1879, abgerufen am: 8. März 2020

Anfang des Zweiten Weltkrieges wurde im nordwestlichen Bereich des Ellundfeldes, nahe der dänischen Grenze,Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 299 und 187 ein Scheinflugplatz eingerichtet, der die Luftangriffe auf Flensburg behindern sollte.Anden verdenskrig langs grænsen. Attrapflyveplads på Frøslev Mark beziehungsweise (Googelübersetzung der Seite) Neben diesem „Scheinflugplatz Ellundfeld“ () existierte während des Krieges im Übrigen auch noch nordwestlich ein „Scheinflugplatz Frösleefeld“.Anden verdenskrig langs grænsen. Attrapflyveplads på Frøslev Mark beziehungsweise (Googelübersetzung der Seite) Der „Scheinflugplatz Ellundfeld“ bestand aus Barackenhallen, hölzernen Flugzeugattrappen sowie weiterem hölzernen Zubehör. In der Nacht wurde der Scheinflugplatz beleuchtet und es wurden Scheinbrände entfacht. Durch die Luftangriffe der Alliierten fielen 368 Bomben auf Ellunder Gebiet nieder.Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 299 Bei einem Angriff im Oktober 1940 fielen zwar vier Bomben auf deutscher Seite und vier Bomben auf dänischer Seite sowie einige Brandbomben, doch wurde bei diesem Angriff lediglich ein Wirtschaftsgebäude eines Hofes im Ort Ellund durch eine Brandbombe zerstört. Die späteren Luftangriffe führten offenbar zu keinen weiteren gravierenden Schäden im Bereich Ellund.Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 187 und 299

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kreis Schleswig-Flensburg Kategorie:Geographie (Handewitt)