Niemysłowice (deutsch Buchelsdorf) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Prudnik im Powiat Prudnicki in der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Angerdorf Niemysłowice liegt im Süden Oberschlesiens etwa zwei Kilometer nordwestlich Prudnik und 51 Kilometer südwestlich von Opole in der Schlesischen Tiefebene. Durch den Ort verläuft die Landesstraße Droga krajowa 41.
Nachbarorte von Niemysłowice sind Rudziczka (Riegersdorf) im Nordwesten, Czyżowice (Zeiselwitz) im Nordosten, Prudnik (Neustadt O.S.) im Südosten und Szybowice (Schnellewalde) im Westen.
Geschichte mini|links|Kirche St. Anna in einem Stich im 18. Jahrhundert mini|St.-Anna-Kirche Buchelsdorf wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Waldhufendorf angelegt und mit deutschen Kolonisten besiedelt.Walter Kuhn: Siedlungsgeschichte Oberschlesiens. Oberschlesischer Heimatverlag, Würzburg. 1954. S. 66. Es gehörte zum Herzogtum Oppeln und wurde im Jahr 1305 erstmals urkundlich erwähnt. 1568 wurde im Ort eine Kirche erbaut.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 gelangte Buchelsdorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Buchelsdorf ab 1816 zum Landkreis Neustadt O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf ein Vorwerk, eine Mühle, eine katholische Kirche, eine katholische Schule, zwei Wirtshäuser und 121 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 856, davon 199 evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 65. 1846 wurde im Ort eine evangelische Schule eingerichtet. 1855 lebten 848 Einwohner in Buchelsdorf. 1865 bestanden im Ort 30 Bauer-, 19 Gärtner- und 75 Häuslerstellen sowie eine Mühle. Die katholische Schule wurde damals von 200 Schülern besucht. Die evangelischen Gläubigen waren nach Neustadt O.S. eingepfarrt.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 1055 1874 wurde der Amtsbezirk Buchelsdorf gebildet, dem die Landgemeinden Buchelsdorf eingegliedert wurde.Amtsbezirk Buchelsdorf 1885 zählte Buchelsdorf 1018 Einwohner.AGOFF Kreis Neustadt O.S. 1933 lebten in Buchelsdorf 1112 Einwohner, 1939 waren es 1101 Einwohner.
1945 kam der bisher deutsche Ort Buchelsdorf unter polnische Verwaltung, wurde in Niemysłowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole. Seit 1999 gehört der Ort zum Powiat Prudnicki.
Sehenswürdigkeiten Die Römisch-katholische St.-Anna-Kirche (Kościół św. Anny) wurde 1568 als zweischiffige Hallenkirche im Stil der Renaissance errichtet. Gestiftet wurde der Bau von Magdalena von Würben.Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 654. Steinernes Wegekreuz
Vereine Freiwillige Feuerwehr OPS Niemysłowice Sportverein LZS Niemysłowice
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ersterwähnung 1305 Kategorie:Gmina Prudnik