Rainer Delventhal (* 13. Juli 1945) ist ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur und Hörspielsprecher.
Leben Rainer Delventhal wuchs in Hamburg auf, studierte in Wien und begann im Anschluss daran eine schauspielerische Ausbildung am dortigen Max Reinhardt Seminar, wo er von Judith Holzmeister unterrichtet wurde. Anschließend kehrte Delventhal 1969 nach Hamburg zurück und spielte bis 1973 am Thalia Theater. Bei seinem nächsten Engagement am Deutschen Theater Göttingen begegnete er erstmals Peter Eschberg, mit dem er ab 1975 intensiv am Schauspiel Köln zusammenarbeitete und dem er 1981 ans Theater Bonn folgte. In den folgenden zehn Jahren war Delventhal dort auch als Regisseur tätig und spielte unter anderem 1983 die Titelrolle in beiden Teilen von Goethes Faust.Rainer Delventhal auf der Website des contra kreis theaters Bonn, abgerufen am 13. Juni 2020
Seit 1991 ist Delventhal als freier Schauspieler tätig und hatte Verpflichtungen an der Kleinen Komödie München, am Kölner Theater am Dom, in Düsseldorf am Theater an der Kö und der Komödie sowie erneut in Bonn am Contra-Kreis-Theater sowie bei Tourneebühnen.
Ab Beginn der 1970er-Jahre war Delventhal in einigen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, daneben arbeitet er bis heute auch umfangreich für den Hörfunk als Sprecher in Produktionen des Westdeutschen Rundfunks.
Filmografie 1971: König Johann 1971: F.M.D. – Psychogramm eines Spielers 1972: Hamburg Transit – Besuch aus Denver 1972: Der Eisberg der Vorsehung 1978: Der Schimmelreiter 1979: Schwestern oder Die Balance des Glücks 1986: Vorsicht Falle! (Folge #1.98) 1991: Verurteilt: Anna Leschek 1993: Das letzte Siegel 1994–2005: Die Wache (3 Folgen) 1995: …und im Keller gärt es – Hexenschuss 1997: Stadtklinik – Die Erwartung 1997: 14 Tage lebenslänglich 1998: Die Anrheiner – Eine schöne Bescherung 2008: Geliebte Clara
Hörspiele (Auswahl) 1979: Diarium Makabrium – Autor: Bernd Hackländer – Regie: Friedhelm Ortmann – WDR 1981: Der dunkle Punkt – Autor: Alain Franck – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz WDR/SDR 1982: Wohnkampf – Autor: Hans Magnus Enzensberger – Regie: Heinz Dieter Köhler – WDR/RB 1988: Schatten über dem Potala – Autor: Dinesh Satyal – Regie: Hans Jörg Pittrich – WDR 1990: Deutschlandbesuch – Autor: Christoph Buggert – Regie: Norbert Schaeffer WDR/SWF 1994: Lottoglück – Autor: Niklaus Schmid – Regie: Joachim Schmidt von Schwind – Deutsche Welle 1995: Der Glückstag – Autor: Markus Riedinger – Regie: Joachim Schmidt von Schwind – Deutsche Welle 1998: Der Schatz der Nibelungen – Autor: Karlheinz Koinegg – Regie: Klaus-Dieter Pittrich – WDR 1999: Die Abenteuer des starken Wanja – Autor: Otfried Preußler – Regie: Klaus-Dieter Pittrich – WDR 2000: Die letzte Reise der Titanic – Autor: Karlheinz Koinegg – Regie: Klaus-Dieter Pittrich – WDR/NDR/HR/MDR 2002: Hinter dem Bahnhof liegt das Meer – Autorin: Jutta Richter – Regie: Angeli Backhausen – WDR/NDR 2004: Vogelhochzeit – Autor: Sebastian Goy – Regie: Klaus Wirbitzky – WDR 2006: Die Ankunft des Joachim Stiller – Autor: Hubert Lampo – Regie: Angeli Backhausen – WDR 2007: Todesroman On/Off – Autor: Stefan Weigl – Regie: Thomas Wolfertz 2009: Terrorspiele – Autoren und Regie: Fabian von Freier und Andreas von Westphalen – WDR 2011: Willy und das Meermädchen – Autor: Max Urlacher – Regie: Angeli Backhausen – WDR 2013: Japan Inc. – Autor: Karl Pilny – Regie: Thomas Werner – WDR 2018: Brüder (Teile 6 und 19) – Autorin: Hilary Mantel – Regie: Walter Adler – WDR 2020: Solo für Kruske – Autor: Thomas Anzenhofer – Regie: Thomas Werner – WDR 2024: Tove Jansson: Die Mumins (Hörspiel – WDR)
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