mini|hochkant|Kapelle bei der Friesmühle

Friesmühle ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Friesmühle liegt in der Gemarkung Markstetten.

Geographische Lage Die Einöde liegt von Hohenfels aus etwa 1 km flussabwärts am linken Ufer des Forellenbaches, der in östlicher Richtung der Vils zufließt. Von der Staatsstraße 2234 zweigt eine Straße ab, die über den Forellenbach zur Friesmühle führt.

Geschichte Die Mühle unterstand dem kurpfälzischen Pflegamt Hohenfels und ist im Zinsbuch dieses Amtes von 1494 genannt.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 155 f. Im Kartenwerk von Christoph Vogel von ca. 1600 ist das Anwesen als „Friesmuhl/Frießmuhl“ verzeichnet.Günter Frank und Georg Paulus: Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig (Regensburger Beiträge zur Heimatforschung, 6). Kollersried 2016, S. 8, 22 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Friesmühle aus zwei Anwesen, wobei das kleinere, das „Widengütl“, öd lag.Jehle, S. 488

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten gebildet und 1811 zum Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gegeben. Zu diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Affenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf sowie die Einöden Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Blechmühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg.Jehle, S. 534 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 wurde dieser Steuerdistrikt in zwei Ruralgemeinden, nämlich Markstetten und Haasla, umgewandelt; die Friesmühle gehörte zur Ruralgemeinde Markstetten.Jehle, S. 543 Diese wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet. Seitdem ist die Friesmühle ein Gemeindeteil von Hohenfels.

Gebäude- und Einwohnerzahl: 1830: 5 EinwohnerKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 164 1838: 12 „Seelen“, 1 HausJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838, S. 294 1848: Müllerfamilie RuidlKöniglich Bayerisches Intelligenzblatt für die Oberpfalz und von Regensburg, Nr. 31, 8. April 1848, Sp. 615 f. 1861: 8 Einwohner, 4 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 11 Einwohner, 3 Gebäude; Großviehbestand 1873: 2 Pferde, 5 Stück Rindvieh 1900: 2 Einwohner, 1 Wohngebäude 1925: 14 Einwohner, 1 Wohngebäude 1950: 5 Einwohner, 1 Wohngebäude 1987: 2 Einwohner, 1 Wohnhaus, 2 Wohnungen 2008: „ungenutzt“Mühle ausgeräumt. In: neumarktonline.de 12. April 2008 Auch heute ist nur eine Hausnummer im Gemeindeteil Friesmühle vergeben. Das oberschlächtige Wasserrad wurde 1913 durch eine Francis-Turbine ersetzt. 1950 wurde der Mahlbetrieb eingestellt, später auch das 1952 noch erweiterte Sägewerk aufgegeben.Kurt Romstöck (Text) und Alfons Dürr (Zeichnungen): Die Mühlen im Landkreis Neumarkt i. d. Opf. , Neumarkt i. d. Opf. 2004, S. 115 f.

Kirchliche Verhältnisse Friesmühle gehörte seit jeher zur katholischen Pfarrei St. Ulrich in Hohenfels im Bistum Regensburg.Frank/Paulus, S. 22Jehle, S. 288 Dorthin gingen die Kinder auch zur Schule. – Die in der Nähe befindliche Kapelle „Gegeißelter Heiland“ aus dem 17./18. Jahrhundert gilt als Baudenkmal.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 148

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz