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Heinersreuth ist ein Gemeindeteil des Marktes Presseck im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Heinersreuth liegt in der Gemarkung Heinersreuth.

Geografie Das Dorf liegt am Fuße der Höhe (), einer Erhebung des Frankenwaldes. Die Staatsstraße 2195 führt nach Enchenreuth (2,2 km östlich) bzw. über Schnebes nach Presseck (3 km südwestlich).

Geschichte 1397 kaufte Konrad von Wildenstein die Wüstung Heinersreuth von Hans Haueisen. Das Alte Schloss wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Ab 1697 hatte die reichsunmittelbare Adelsfamilie der von Wildenstein eine eigene Gerichtsbarkeit, der auch der Heinersreuth unterstand.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 213.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Heinersreuth aus 23 Anwesen (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Wirtshaus mit Brau, 6 Güter, 11 Tropfhäuser). Das Hochgericht sowie die Vogtei und Grundherrschaft übte die Herrschaft Wildenstein aus.

Als die reichsritterschaftlichen Territorien im Bereich des Frankenwaldes infolge des Reichsdeputationshauptschlusses mediatisiert wurden, wurde Heinersreuth unter Bruch der Reichsverfassung am 1. November 1805 vom Kurfürstentum Pfalz-Baiern annektiert. Damit wurde das Dorf zum Bestandteil der bei der „napoleonischen Flurbereinigung“ in Besitz genommenen neubayerischen Gebiete, was erst im Juli 1806 mit der Rheinbundakte nachträglich legalisiert wurde.

Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Heinersreuth gebildet, zu dem Birken, Breiteneben, Elbersreuth, Elbersreuthermühle, Fels, Güldenstein, Köstenberg, Köstenhof, Kreuzknock, Pinzenhof, Schmölz, Schnebes und Wustuben gehörten. Im selben Jahr entstanden drei Ruralgemeinden: Heinersreuth mit Birken, Breiteneben, Elbersreuth, Elbersreuthermühle, Fels, Güldenstein, Kreuzknock, Pinzenhof, Schmölz und Wustuben; Köstenberg mit Köstenhof; Schnebes. Die Gemeinde Heinersreuth war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Stadtsteinach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Stadtsteinach (1919 in Finanzamt Stadtsteinach umbenannt). Von 1816 bis 1823 war das Herrschaftsgericht Heinersreuth zuständig. Ab 1862 gehörte Heinersreuth zum Bezirksamt Stadtsteinach (1939 in Landkreis Stadtsteinach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Stadtsteinach (1879 in Amtsgericht Stadtsteinach umgewandelt). Das Gemeindegebiet hatte 1964 eine Fläche von 9,524 Quadratkilometer. Am 1. Januar 1978 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Presseck eingegliedert.

Baudenkmäler Am nordwestlichen Ortsrand von Heinersreuth befindet sich drei denkmalgeschützte Bauwerke, darunter das Alte Schloss Heinersreuth.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Heinersreuth Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 426 584 605 625 632 646 695 708 713 681 630 616 600 570 569 531 478 430 396 614 571 516 425 351HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 80 81 79 76 81 82 92 Quelle Für die Gemeinde Heinersreuth zuzüglich der Einwohnerzahlen von Birken (S. 10), Elbersreuth (S. 23), Kreuzknock (S. 65) und Wustuben (S. 141). Angaben für den Ort Heinersreuth fehlen, können aber durch Subtraktion errechnet werden.

Ort Heinersreuth Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 170 230 269 266 258 217 271 209 173 144Häuser 30 27 27 31 34 42 50Quelle

Religion Heinersreuth ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten sind nach Heilige Dreifaltigkeit (Presseck) gepfarrt, die Katholiken gehören zur Pfarrei St. Jakobus der Ältere (Enchenreuth).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Presseck Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Gemeindegründung 1808 Kategorie:Gemeindeauflösung 1977