Ojdula (veraltet Oșdula, Oșdolea; ) ist eine Gemeinde im Kreis Covasna in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Ojdula im Kreis Covasna mini|Römisch-katholische Kirche in Ojdula Die Gemeinde Ojdula liegt nördlich der Kronstädter Senke (Depresiunea Brașovului) in den Ostausläufern des Vrancea-Gebirges (Munții Vrancei), eines Teilgebirges der Ostkarpaten, im sogenannten Szeklerland im Norden des Kreises Covasna. Der Ort Ojdula befindet sich am gleichnamigen Bach und dem Bach Opălnău, zwei linke Nebenflüsse des Râul Negru und am Drum național 2D, 10 Kilometer östlich von der Kleinstadt Târgu Secuiesc (Szekler Neumarkt) und etwa 45 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.
Geschichte mini|Unechte Diamanten in Ojdula Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Ojdula wurde erstmals 1332 urkundlich erwähnt.
Außer einem Teil eines Beils aus Amphibolit auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Hilib (Hilibsdorf), welches der Jungsteinzeit zugeordnet wird, sind auf dem Areal der Gemeinde Ojdula keine nennenswerten archäologische Funde vermerkt.Repertoriul Arheologic al României – Hilib, abgerufen am 4. Juni 2020 (rumänisch).
Am Anfang der Neuzeit war Ojdula ein etwas besser besiedelter Ort im Vergleich zu anderen Ortschaften der Region. 1567 wurden auf dem Gebiet des Gemeindezentrums 40 Anwesen vermerkt, wobei in einem Anwesen mehrere verwandte Familien lebten.Angaben auf der Website der Gemeinde Ojdula, abgerufen am 4. Juni 2020 (rumänisch).
Nach Angaben von 1813 wurden auf dem Gebiet des Gemeindezentrums schöne Kristalle gefunden, welche man zu Recht unechte Diamanten nennen könnte.
Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Ojdula dem Stuhlbezirk Kézdi in der Gespanschaft Háromszék (), anschließend dem historischen Kreis Trei-Scaune (deutsch Drei Stühle) und ab 1950 dem heutigen Kreis Covasna an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Ojdula entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 2.552 125 2.394 1 32 1930 3.381 318 2.974 - 89 1992 3.579 180 3.330 2 67 2011 3.519 163 2.498 - 858 2021 3.482 146 2.919 2 415 (314 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1992 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (318) wurde 1930, die der Roma (811) 2011 und die der Rumäniendeutschen (je zwei) wurde 1966 und 1992 registriert.
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die römisch-katholische Kirche Sf. Maria Magdalena, wurde 1818 errichtet.Angaben zur römisch-katholischen Kirche in Ojdula bei biserici.org, abgerufen am 5. Juni 2020 (rumänisch). Laut dem Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) befindet sich auf dem Gebiet des Ortes Ojdula eine Mühle aus dem 19. Jahrhundert unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Die Gemeinde Ojdula ist auch Ausgangspunkt zum Gipfel Mușat (; ) im Vrancea-Gebirge an der Grenze zum Kreis Bacău.Bild zu einigen Gipfeln des Vrancea-Gebirges.
Persönlichkeiten
István Angi (* 16. Oktober 1933), ist ein Kritiker und Publizist.Angaben zu István Angi, bei mek.oszk.hu, abgerufen am 29. April 2020 (ungarisch).
Weblinks
Die Gemeinde Ojdula bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1332