Die Liste der Wegekreuze und Bildstöcke in Aachen-Mitte listet die Flur- und Wegekreuze sowie die Bildstöcke mit ihrer jeweiligen persönlichen Geschichte – soweit bekannt – im Stadtbezirk Aachen-Mitte ohne Anspruch auf Vollständigkeit auf.

Liste Standort Datierung Beschreibung/Inschrift Bild Abteiplatz,Ortsteil Burtscheid () unbekannt großes braunes Holzkreuz mit großem Christuskorpus am Pfarrhaus von St. Johann Baptist, oben angebrachte Plakette mit der Inschrift „INRI“ 100px|zentriert Adalbertsteinweg() unbekannt großes steinernes Missionskreuz an der Südseite des Chores von St. Josef im neugotischen Stil. Hohes Fundament mit Figurennische und Dreiecksgiebel, darüber kurzer sechseckiger Zwischensockel mit sechs kleinen Nischen, aus dem das schwere Kreuz mit einem kräftigen Korpus hervorragt. 100px|zentriert Adalbertstift() unbekannt großes, steinernes Missionskreuz auf dreiteiligem quadratischen Steinsockel, goldfarbener Korpus, aufgestellt an der Südseite des Chores von St. Adalbert. Inschrift auf dem Postament: „Sic enim deus dilexit mundum. John 3:16“ (Übersetzung: „Also hat Gott die Welt geliebt“) 100px|zentriertAltstraße, Ortsteil Aachen-Forst ()1863Cholera-Kreuz mit Korpus, Metall auf steinernem Fundament; Erinnerung an die Aachener Cholera-Epidemien in Aachen und Burtscheid in den Jahren 1831/32, 1849 und 1866, gestiftet von der Familie August Sträter100px|zentriert Am Römerhof 4,Ortsteil Beverau () 1987 Grottenähnliche Bildstockanlage mit Muttergottesfigur in der Figurennische hinter Schutzgitter, errichtet durch die in der Siedlung wohnenden und in Aachen stationierten belgischen Soldaten. Die Mariengrotte wurde im Marienjahr 1987/1988 am 7. September 1987 durch den damaligen Pfarrkonsul G. Herregodts eingeweiht. Schriftzug im oberen Bereich der Nische: „Ave Maria, spes nostra“. 100px|zentriertAn der Nikolauskirche()Kreuzigungsgruppe mit Darstellung des Kalvarienbergs an der ökumenischen Kirche St. Nikolaus (auch City-Kirche genannt). Geschaffen 1895 vom Aachener Bildhauer Lambert Piedboeuf.150x150px|zentriertEberburgweg()unbekanntSteinkreuz mit Korpus auf hohem Sockel in Privatgelände. Ehemaliges Friedhofskreuz100px|zentriertEselsweg, Ortsteil Lintert ()2008Steinkreuz als Hofkreuz, gestiftet von Hildegard und Willy Plum; Tafel-Inschrift: „Zeige uns den Weg der zum Ziel uns bringt. 2008. Hildegard & Willy Plum“100px|zentriertEupener Straße()19. JahrhundertGedenkkreuz, Granit, Inschrift: „Am 4. Juli 1859 ist Kaspar Josef Bosch hier gestorben in ein Alter von 39 Jahren. Betet für die Seele.“100px|zentriertEupener Straße, Ecke Heidweg()unbekanntReich verziertes Metallkreuz mit geschwungenem Dachbogen, aufgestellt in einer schmiedeeisernen Umzäunung100px|zentriert Grauenhofer Weg, Ortsteil Hitfeld ()unbekanntBasaltkreuz, im Mittelpunkt goldfarben aufgetragen das Symbol Herz mit Anker und Kreuz für „Glaube – Liebe – Hoffnung“100px|zentriertHasselholzerweg ()Ende 19. Jh.Metallkreuz auf Steinsockel mit kleinem Korpus; Inschrift: „Dein Tod ist unser Leben.“100px|zentriertHitfelder Straße, Ortsteil Hitfeld ()1885Reich verziertes Metallkreuz auf Steinsockel mit kleinem Korpus. Inschrift: „O ihr alle, die ihr vorübergehet: Am Wege gebet Acht und schauet, ob ein Schmerz gleich sei meinem Schmerze. (Klgl 1,12)“ – sechster Schmerz der Sieben Schmerzen der Maria100px|zentriertHörnhang, Ortsteil Hörn()unbekanntBildstock mit Giebeldach aus Ziegelsteinen mit der Figur des St. Sebastian, dem Pfarrpatron von St. Sebastian auf der Hörn.100px|zentriertIm Brockenfeld, Ecke Maria-Theresia-Allee ()unbekanntDunkles Holzkreuz mit großem Korpus100px|zentriertJakobsplatz()189325px 30px|rechts romantisierende Darstellungsform des Kalvarienbergs aus der Bildhauerwerkstatt Wilhelm Pohl und Carl Esser. Erste Station auf dem Nordrheinischen Jakobsweg Nr. 1 vom Aachener Dom nach Santiago de Compostela. Denkmalschutz.Kreuzigungsgruppe nach einem Entwurf von Joseph Buchkremer an der Stelle der alten Jakobskirche. Stufenanlage mit umlaufendem Schmiedegitter, Stufen und Gitterpfosten in Granit (bzw. Muschelkalk), altarartiger Aufsatz sowie die überlebensgroße Kreuzigungsgruppe in Kalkstein, an der Vorderseite des Sockaufsatzes Relief, an der Rückseite Inschriftentafel, beides aus Bronze; innerhalb der Schmiedegitterumfriedung vier aus Kupfer getriebene Laternen.149x149pxweitere BilderKarlshöher Hochweg, Aachener Wald()unbekanntStark verwittertes Basaltkreuz mit aufgebrachtem Hufeisenmotiv im Kreuzschnittpunkt.Malte Hennes (2024) Hufeisenkreuz im Aachener Wald auf: KuLaDig Kultur.Landschaft.Digitales, abgerufen am 1. Oktober 2025100px|zentriertKarlshöher Talweg, Parkplatz Preusweg, Aachener Wald()unbekannt25px Pilger- und Jakobsweg zur Wallfahrtsstätte Moresnet-Chapelle; Großes Holzkreuz mit großem Korpus sowie Giebeldach und geschwungene Rückwand. Sockelinschrift: „quo vadis“100px|zentriertKörnerstraße, Ecke Lütticher Straße ()17. JahrhundertMordkreuz, befindet sich nicht am Originalplatz, wurde beim Ausbau der Straße an die Wand des Jüdischen Friedhofs versetzt. Inschrift derzeit nicht leserlich, laut Überlieferung des Aachener Geschichtsvereins (Deutsche Übersetzung): „Betet zu Gott für die Seele des ehrenwerten Herrn David Henri Legrand, der hier im Jahr 1679 am 29. Oktober ermordet wurde. Er ruhe in Frieden, Amen.“Auszug aus der Liste der Kleindenkmäler der Stadt Aachen (pdf)Kreuze – Kennzeichen einer traditionell katholischen Landschaft, Online-Beitrag auf den Seiten des Aachener Geschichtsvereins. 100px|zentriertKrämerstraße am Granusturm ()Original 1754; Duplikat, 20. JahrhundertDas ursprünglich barocke Kreuz wurde gestiftet vom Bürgermeisterei-Diener Johannes Janssen († 1780) und musste zwischenzeitlich gegen ein jüngeres Kreuz im gotischen Stil ausgetauscht werden.100px|zentriertweitere BilderKreuzerdriesch, Ortsteil Hitfeld()unbekanntKleines Holzkreuz mit Korpus und Giebeldach; am Baum befestigt100px|zentriertKreuzerdriesch, Ortsteil Hitfeld()unbekanntBasaltkreuz, Inschrift unleserlich100px|zentriertKreuzherrenstraße()unbekanntSchlichtes Holzkreuz mit spitzgiebeligem Schutzdach an der Ostwand Heilig-Kreuz-Kirche, Kreuzenden in Dreipassformen, hell-beiger kräftiger Korpus, Inschrift oberhalb des Korpus: „INRI“100px|zentriertKronenberg, Ecke Gemmenicher Weg, Ortsteil Hanbruch ()unbekanntMetallkreuz auf rundem rotem Metallsockel mit rotem Korpus100px|zentriertLandgraben()unbekanntkleines verblasstes Holzkreuz mit kleinem Korpus. Angebracht am Stamm einer Buche auf Höhe des Aachener Landgrabens am Übergang vom Rotsiefweg bei Köpfchen zur Ferkenskull (Hauset/Belgien)100px|zentriertLindenplatz()19. Jh.Großes Stationskreuz auf erhöhtem gemauertem Steinsockel mit lebensgroßem Korpus; seitlich Figuren von Maria und Josef auf kleinerem Steinsockel. Das ganze Arrangement auf breitem Granitsockel sowie mit Rückwand und gebogenem Dachvorbau ebenfalls aus Stein. Kreuzigungsgruppe zum Schutz vor Vandalismus unter Glas.149x149px|zentriertLintertweg, Ortsteil Lintert ()1977Hölzernes Pilgerkreuz mit kleinem Korpus vor der St. Josef-Kapelle. Inschrift: „MCMLXXXVII Zur Erinnerung der Fußpilger der Pfarre St. Katharina zu Aachen zum Grabe des heiligen Matthias in Trier. 1977“100px|zentriertLuerweg, Ortsteil Bildchen()1892Schmales Metallkreuz mit weißen Spitzen am Luerweg, drei Meter von der Straßenkreuzung Hergenrather Weg/Aachener Straße. Einst mit, mittlerweile ohne Korpus, Anlass unbekannt. Sockelinschrift: „1892“Malte Hennes (2024): Wegekreuz aus dem Jahr 1892 im Aachener Wald, auf KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digitales, abgerufen am 1. Oktober 2025 100px|zentriertLütticher Straße 321()unbekanntKurzes, gedrungenes Granitkreuz mit der Inschrift: „Gabi“ etwa 50 Meter stadteinwärts von Haus-Nr. 321, Anlass unbekannt100px|zentriertMoresneter Weg, Ecke Karlshöher Hochweg, Aachener Wald ()unbekannt25px Pilger- und Jakobsweg zur Wallfahrtsstätte Moresnet-Chapelle; Rotes Holzkreuz mit hellem Giebeldach; kleines Kreuz mit kleinem Korpus auf dem Schnittpunkt des Hauptkreuzes aufgesetzt100px|zentriertMoresneter Weg, nördlich Westwall, Aachener Wald ()195825px Pilger- und Jakobsweg zur Wallfahrtsstätte Moresnet-Chapelle; Holzkreuz sowie Giebeldach und Rückwand. Kleines Kreuz mit kleinem Korpus auf dem Schnittpunkt des Hauptkreuzes aufgesetzt. Inschrift: „Mein Jesus Barmherzigkeit, bitt Maria für unsere Verstorbenen, für alle Gefallenen und Sterbenden. Im Namen der Aachener Fußpilger 1958“100px|zentriertMoresneter Weg, Westwall, Aachener Wald ()201525px Pilger- und Jakobsweg zur Wallfahrtsstätte Moresnet-Chapelle; Schmales hölzernes Gedenkkreuz mit kleinem Korpus sowie Giebeldach und Rückwand. Inschrift: „Zum Dank für 70 Jahre Frieden in Europa 1945 – 2015. Seit 1863 pilgern Menschen aus Aachen und Umgebung jeden Mittwoch nach Moresnet zur Muttergottes, der "Helferin der Christen", nur unterbrochen durch die beiden Weltkriege.“100px|zentriert Moresneter Weg, Grenze Belgien, Aachener Wald()196925px Pilger- und Jakobsweg zur Wallfahrtsstätte Moresnet-Chapelle; Abgerundetes Steinkreuz, zweifarbig, auf abgestuftem Sockel. Kleines Kreuz mit kleinem Korpus auf dem Schnittpunkt des Hauptkreuzes aufgesetzt. Inschrift: „Mein Jesus Barmherzigkeit. Gestiftet von den Aachener Fußpilgern 1969“100px|zentriert Münsterplatz()unbekanntHolzkreuz mit Korpus aus Holz; mit Schutzdach aus Metall; hinter Schutzgitter. An der Außenwand von St. Foillan150x150px|zentriertMuffeter Weg()unbekanntGotische Steinsäule aus Ziegelsteinen mit eingebauter Kreuznische; An der Ostseite eingelassenes Steinkreuz mit der Inschrift: „Zur größeren Ehre Gottes errichtet von j. J. Flamm und seiner Frau Margaretha. Eingesegnet am 26. September 1865“. Am Fuße der Westseite weiterer Gravurstein, Inschrift unvollständig leserlich. 100px|zentriertweitere BilderNördlich Parkplatz Brückchenweg, Aachener Wald, ()unbekanntMordkreuz aus Stein mit Gravur. Laura Klinkenberg aus Walhorn, die am 30. April 1908 einen Zahnarzttermin in Aachen wahrgenommen hatte, fiel auf dem Rückweg nach landläufiger Überlieferung einem Notzuchtverbrechen zum Opfer. Im Januar 1909 gestand ihr mutmaßlicher Mörder August Charié, der zu jenem Zeitpunkt im Gefängnis in Haarlem (Niederlande) einsaß, Laura ermordet zu haben. Das Geständnis war derart detailliert, dass es für wahrgenommen wurde. Eine Auslieferung nach Aachen für einen dortigen Prozess wurde zugestanden, aber Charié starb vorher im April 1910 im Haarlemer Gefängnis.Morde im Wald, Kurzbeschreibung auf geocaching.com

Inschrift: „Betet für die Seele der hier am 14.5.08 ermordet aufgefundenen Laura Klinkenberg aus Walhorn, 16 Jahre alt“100px|zentriertPommerotterweg, Ecke Eupener Straße()unbekanntHolzkreuz mit Giebeldach. Inschrift: „Jesus lebt.“100px|zentriertRevierweg, Nähe „Sieben Wege“, Aachener Wald, ()unbekanntMordkreuz für Johann Greber aus Hauset. Der 39-jährige Zolldeklarant war auf dem Heimweg von seiner Arbeitsstelle im Bahnhof Ronheide und wurde von einem unbekannten Täter erschossen. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, doch die Suche gestaltete sich schwierig. Es wurde gemutmaßt, dass Greber versehentlich von Grenzbeamten erschossen worden war, weil diese ihn für einen Schmuggler hielten.Ludwina Forst: Der Mordfall Johannes Greber, Taschenbuch Sutton-Verlag, 2006, ISBN 978-3-89702-910-1