Johann Heinrich Eckhardt, (geb. vor 1793; gest. wenige Jahre vor 1840D. Gottlieb Mohnike: Die Geschichte der Buchdruckerkunst in Pommern, Stettin 1840, Druck und Verlag von Aug. Ferdin. Bülow, S. 64 auf books.google.se, abgerufen am 6. Februar 2022) war ein deutscher Buchdrucker und Verleger. Er wirkte an der Universität Greifswald in Schwedisch-Pommern im frühen 19. Jahrhundert.

Leben Johann Heinrich Eckhardt war Sohn eines Pächters aus Wüsteldena bzw. Wüst Eldena im damaligen Schwedisch-Pommern. Die Familie siedelte im 18. Jahrhundert nach Greifswald über.

Am 10. August 1793 wurde Eckhardt von der Universität eingestellt (bestallt) und vereidigt. Ihm wurde als Nachfolger von Anton Ferdinand Röse die Führung der universitätseigenen Buchdruckerei (Officin) übertragen. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt er den Titel eines Königlichen Directeurs aus Stockholm. Die Officin jedoch kam in Verfall und konnte zuletzt nur noch einen Schriftsetzer halten. Eckhardt gab deshalb seine Stelle 1815 an Friedrich Wilhelm Kunicke ab und zog sich auf das Land zurück.

Seine Tochter Carolina Maria (1794–1861) heiratete 1810 den schwedischen Freiherrn und Offizier Anders Gustaf von DübenGabriel Anrep: Svenska Adelns Ättar-Taflor, P. A. Norstedt & Söner Stockholm 1858, S. 635 auf books.google.se (schwedisch), abgerufen 6. Februar 2022.

Veröffentlichungen Er veröffentlichte 152 Werke in 219 PublikationenWorldCat Identities (englisch), abgerufen 6. Februar 2022 auf Latein und Deutsch, darunter z. B.: 1799 Kurze Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes der königl. Universität zu GreifswaldS. 147 1801 Über die Gesetze der Westgothen vom Greifswalder Historiker Friedrich Rühsbooks.google.se, abgerufen 6. Februar 2022 1802–1803 Pommersche Denkwürdigkeiten in vier Heften mit insgesamt 476 Seiten, herausgegeben vom Greifswalder Historiker Friedrich RühsErnst Zunker: Die Greifswalder wissenschaftlichen Zeitschriften und periodischen Veröffentlichungen. In: Festschrift zur 500-Jahrfeier der Universität Greifswald. Band 1. Greifswald 1956, S. 275 Sein wohl umfangreichstes Werk war 1812 die achtbändige Ausgabe von Ludwig Gotthard Kosegartens Dichtungen.

Deutsche Veröffentlichungen erschienen unter „Verlag Greifswald Eckhardt“. Mindestens einhundertundelf lateinische Werke veröffentlichte er unter „Gryphiswaldiae Litteris Et Impensis J.H. Eckhardt“, „Gryphiswaldiae Eckhardt“ oder „Gryphiae Eckhardt“.Worldcat.org (englisch), abgerufen 6. Februar 2022

Fußnoten

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