mini|Ochiai Eiji (1955) Ochiai Eiji (; geboren 26. Juni 1898 in Urawa (Präfektur Saitama); gestorben 4. November 1974) war ein japanischer pharmazeutischer Chemiker.

Leben und Wirken Ochiai Eiji machte 1922 seinen Abschluss an der Pharmazeutischen Abteilung der Fakultät Medizin der Universität Tōkyō. 1928 wurde er zum Doktor der Medizin promoviert. Von 1930 bis 1932 bildete er sich in Deutschland unter Hermann Staudinger (Universität Freiburg) und unter Paul Pfeiffer (Universität Bonn) weiter. Von 1938 bis 1959 wirkte er als Professor an seiner Alma Mater, er wurde beim Ausscheiden als „Meiyo Kyōju“Meiyo Kyōju () wird im Deutschen gelegentlich mit „Professor emeritus“ wiedergegeben. Aber im Unterschied zu diesem, bei Eintritt in den Ruhestand automatisch geführten Titel, ist dies in Japan eine nur gelegentlich gewährte, besondere Auszeichnung. geehrt.

Ochiai publizierte über 470 Artikel über Pflanzen-Alkaloide, darunter Sinomenin, ein Mondsamengewächs, das in China und Japan vorkommt, und Matrin.

1944 erhielt er den Preis der Akademie der Wissenschaften für eine Arbeit zu aromatisch-heterozyklischen Alkaloiden. Er wurde 1963 Ehrenmitglied der „American Pharmacists Association“, 1969 wurde er als Person mit besonderen kulturellen Verdiensten geehrt und im selben Jahr mit dem kaiserlichen Kulturorden ausgezeichnet.

Anmerkungen

Literatur S. Noma (Hrsg.): Ochiai Eiji. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1124.

Weblinks Kurzer Lebenslauf in der Kotobank, japanisch Eiji Ochiai (Bayerische Akademie der Wissenschaften), mit Nachruf von Rolf Huisgen

Kategorie:Pharmakologe Kategorie:Japaner Kategorie:Träger des japanischen Kulturordens Kategorie:Person mit besonderen kulturellen Verdiensten Kategorie:Geboren 1898 Kategorie:Gestorben 1974 Kategorie:Mann Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Person (Pharmazeutische Wissenschaften)