mini|hochkant|Wappen derer Striepe Striepe ist der Name eines brandenburgischen Ratsherren- und Beamtengeschlechts.

Geschichte mini|hochkant|Epitaph des Amtmanns Balthasar Striepe und der Ursula geb. Gartz in der Klosterkirche Arendsee Die Striepe waren Bürger und Ratsverwandte zu Salzwedel und Amtmänner in Arendsee (Altmark), bevor sie nach Berlin kamen, wo sie mehrfach Regierungsräte und Bürgermeister stellten.

Der Amtmann zu Arendsee, Balthasar Striepe († 1641), war Erbherr auf Lückstedt.Johann Heinrich Büttner: Genealogiae oder Stamm- und Geschlecht-Register der vornehmsten Lüneburgischen Adelichen Patricien-Geschlechter, Lüneburg 1704, VII. Die von Chüden. Er hatte beide Güter zu Lückstedt mit je einem halben Dorf erworben (1620/1621 bzw. 1625) und sie zu einem Gut vereinigt.Lieselott Enders: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit, Berlin 2016, S. 646. Dessen Sohn, Amtmann Hoyer Striepe, kaufte 1667 die Burg Salzwedel, er ließ Brücke und Tor, Gewölbe und Gebäude instand setzen, dann wollte er das alte Haupthaus teils abtragen und etwas Neues aufbauen, verstarb aber vorher und sein Sohn, Amtmann Balthasar Heinrich (Balzer Henrich) Striepe, hatte kein Interesse daran. Er verkaufte die Burg 1692.Lieselott Enders: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit, Berlin 2016, S. 750. mini|hochkant|Chüden-Stammtafel (1704), linker Seite u. a. Balthasar und Ursula Striepe mit Teil ihrer Nachkommenschaft verzeichnet Die Hof- und Obergerichtsräte am Altmärkischen Obergericht, Hoyer Sigismund Striepe († 1743) und Johann Ludewig Striepe, waren Rittergutsbesitzer; ersterer auf Vinzelberg, zweiter auf InselPeter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark, Berlin 2018, S. 1022 ff. etc.Julius Conrad Rüdemann: Historicum Paleo-Marchicorum Collectio I. Band 1, Salzwedel 1725, S. 252 f. Vinzelberg war seit 1664 ein Gesamthandlehen der Striepen. Von 1677 bis 1772 besaßen sie, zuletzt der Obergerichtsrat (von) Striepe ebd. zwei Rittersitze.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark, Berlin 2018, S. 2308 ff. Insel war 1686–1706 im Besitz derer von Treffenfeld, mit Gericht und Patronat, 1706–1750 gehörte es den Striepe, 1750–1783 den Gebrüdern von Scharden.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark, Berlin 2018, S. 1028.

Wappen Das Wappen zeigt in Rot vor einem silbernen Streifen„Striepe“ = „Streifen“; vgl. Joachim Heinrich Campe: Wörterbuch der deutschen Sprache, Band 4, Braunschweig 1810, S. 715. (Balken) auf Rasen drei Wasserlilien mit ihren Stängeln. Auf dem Helm die drei Lilien.Gustav Adelbert Seyler: J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, V. Band, 8. Abteilung. Fünfzehnhundert Acht und Zwanzig bürgerliche Wappen, Bauer & Raspe, Nürnberg 1909, S. 49, Tfl. 52.

Stammlinie Sebastian Striepe (1510–1554), Bürger und Ratsverwandter zu Salzwedel, ⚭ Magdalene SchnobbelPeter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens (= Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Beiheft 8). Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2001, S. 601. († 1560)Christian Schmitz: Ratsbürgerschaft und Residenz: Untersuchungen zu Berliner Ratsfamilien, 2002, S. 299 (Ahnentafel 43: Striepe-Müller). Anna Striepe († 1563), ⚭ 1559 Johann Gartz (1538–1601), Stadtkämmerer zu Salzwedel und Erbherr auf Rietza und Klein Gartz sowie Buch bei Stendal, Sohn des Hoyer Gartz (1507–1570), Ratskämmerer und Gutsbesitzer zu Salzwedel und der Anna geb. von Chüden († 1576)Oskar Pusch: Die Breslauer Rats- und Stadtgeschlechter in der Zeit von 1241 bis 1741, Band 2, Dortmund 1987, S. 3. Balthasar Striepe (1539–1609), Amtmann und Vorsteher des KlostersFreudenchristentum, S. 179. in Arendsee (Altmark), ⚭ Ursula, geb. Gartz (1554–1613), Tochter des Hoyer Gartz (1507–1570), Ratskämmerer und Gutsbesitzer zu Salzwedel und der Anna geb. Chüden († 1576) Sebastian Striepe (1582–1649), brandenburgischer Staatsmann, auf 1/2 Schönwalde im Osthavelland (1646 verkauft an seinen Schwiegersohn Tornow),Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens (= Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Beiheft 8). Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2001, S. 602. ⚭ 1613 Eva Maria, geb. Pruckmann (1590–1645), Tochter von Friedrich Pruckmann (1562–1630), brandenburgischer Kanzler und der Eva, geb. Otto (1560–1624) Eva Maria Striepe, ⚭I 1630/1631 Adam Nüßler († 1637), Kammergerichtsrat, Lehnssekretär und Amtskammerrat in Küstrin; ⚭II Bernhard Zieritz, neumärkischer RegierungsratFritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische und kulturhistorische Zwecke. Band 1, Boppard am Rhein 1959, R975. Eva Catharina Striepe, ⚭ 1649 Johann Tornow (1610–1662), brandenburgischer Staatsmann, ab 1646 auf 1/2 Schönwalde im Osthavelland (durch Kauf von Schwiegervater Sebastian Striepe), 1647 Hauptanteil dazuerworben; 1650 verkauft an Ursula von dem Knesebeck; Tornow erhielt 1654 den ReichsadelsstandPeter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens (= Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Beiheft 8). Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2001, S. 604. Adam Friedrich Striepe (1625–1681), brandenburgischer Regierungsrat in Küstrin, ⚭ 1653 Anna Catharina von Kleberfeld, Tochter des schwedischen Rates und Leibmedicus Hermann von Kleberfeld Sebastian Friedrich Striepe († 1709), zwischen 1699 und 1708 Bürgermeister von Berlin,Sebastian Friedrich Striepe – An der Spitze der kurfürstlichen Residenzstadt Berlin von 1486 bis 1709. ⚭ Louise Catharina SchardenJohann Christoph von Dreyhaupt: Pagus Neletizi et Nudzici, (...), Beylage sub B. zum Zweyten Theil: Genealogische Tabellen oder Geschlechts-Register (...), Halle 1750, S. 143. (1668–1732), der Tochter von Levin Scharden (1638–1699), Bürgermeister von BerlinLevin Scharden – An der Spitze der kurfürstlichen Residenzstadt Berlin von 1486 bis 1709. Jakob Ludwig Striepe († 1750), 1726 preußischer Obergerichtsrat (des Altmärkischen Obergerichts)Johann Christoph Bekmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg (...), Band 2, Berlin 1753, Sp. 85. Alexander Friedrich Striepe († 1714) Eva (Anna) Sophia Striepe, ⚭ 1679 Johann Heinrich von Treffenfeld (1650–1708), Altmärkischer Quartal-Gerichtsrat, kurbrandenburgisch-polnischer Oberstleutnant Anna Elisabeth Striepe, ⚭I George Wilhelm Schardius (1619–1677), Geheim- und QuartalsgerichtsratFriedrich Ludwig Joseph Fischbach: Historische politisch-geographisch-statistisch- und militärische Beyträge, die königlich-preußischen und benachbarte Staaten betreffend. Band 2, Berlin 1783, S. 518, Nr. 9.; ⚭II Johann Schmidt von Schmidtseck (1610–1680), kurbrandenburgischer Oberst und Kommandant von Magdeburg Hoyer Striepe (1586–1639), brandenburgischer Geheimer Kammersekretär und Pfennigmeister, ⚭ 1623 Sibylla, geb. Pruckmann (1592–1640), verwitw. Heinrich Schardius (1559–1621), des kurbrandenburgischen Rats zu Stendal (Schwester der Schwägerin) Eva Sibylla Striepe (1623–1680), ⚭ 1640 Johann Georg Reinhard (1606–1672)Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens (= Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Beiheft 8). Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2001, S. 561., brandenburgischer Geheimer Hofkammer-Gerichts- und Konsistorialrat, ravensburgischer Apellations-GerichtsratGeorge Adalbert von Mülverstedt (Hrsg.): Sammlung von Ehestiftungen und Leibgedingsbriefen ritterschaftlicher Geschlechter der Provinzen Sachsen, Brandenburg, Pommern und Preußen. Magdeburg 1863, S. 87. Hoyer Friedrich (von) Striepe (1627–1670)Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens (= Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Beiheft 8). Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2001, S. 600–601., zwischen 1669 und 1670 Bürgermeister von Berlin, ⚭ Christina Dorothea Müller († 1742),Hoyer Friedrich Striepe – An der Spitze der kurfürstlichen Residenzstadt Berlin von 1486 bis 1709. Tochter des Sigismund Müller (1612–1649),Volker Mergenthaler: Schlesiens Stern in der Nacht, in: Gryphius-Handbuch, 2016, S. 437. schwedischen Oberkommissars (GeneralkriegskommissarsDeutsche Biographie: Müller, Sigismund (Abgerufen am 24. Mai 2020.)) im Herzogtum Schlesien und über ihre Schwester Schwägerin des Geheimen Rats Friedrich von Jena Sibylla Dorothea Striepe († jung) Otto Friedrich Striepe († jung) Friedrich Wilhelm Striepe († jung) Christina Dorothea Striepe Loysa Sibylla Striepe Hoyer Sigismund Striepe († 1743), preußischer Quartalsgerichtsrat, dann Obergerichtsrat des Altmärkischen Obergerichts,Johann Christoph Bekmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg (...), Band 2, Berlin 1753, Sp. 84. 1700 auf Vinzelberg Wilhelm Sigmund (Sigismund Wilhelm) Striepe zu Vinzelberg († nach 1772)A 23g, Nr. 587 Friedrich Wilhelm und Levin Christoph von Scharden gegen Wilhelm Sigmund Striepe zu Vinzelberg in puncto Auseinandersetzung und Separierung des Lehn- und des Allodialteils des Guts Insel, 1752–1753. Eleonore Sophie Striepe († 1738), ⚭ 1689 Friedrich Wilhelm Stosch (1648–1704), Theologe und Philosoph (bewohnten das Haus Nr. 11 in der Poststraße (Berlin)Mittheilungen des Vereins für die Geschichte Berlins, herausgegeben im Auftrag des Verein für die Geschichte Berlins durch Hans Brendicke, 9. Jahrgang 1892, Berlin 1892, S. 84 ff.) Georg Wilhelm Striepe († 1707), mino. urkundlich 1688, 1700 auf VinzelbergLieselott Enders: „Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit“, Berlin 2016, S. 486., Advokat(us fisci) und Archivar in Küstrin Balthasar Striepe († 4. August 1641), Amtmann zu Arendsee, Erbherr auf Lückstedt, ⚭ Maria, geb. Deter(t), Tochter des Bartholomäus Detert († 1618), Bürgermeister von Pritzwalk und der Catharina Fielitz Balthasar (Balzer) Striepe, † 15. April 1611 bereits 13 Stunden nach seiner Geburt. Der Leichnam des Neugeborenen wurde laut seines Epitaphs in der Klosterkirche Arendsee, im Grab seines gleichnamigen Großvaters beigesetzt.Altmärkischer Verein für vaterländische Geschichte zu Salzwedel. Datenbank historischer Grabmäler der Altmark. Balzer Striepe (Abgerufen am 15. Mai 2020.) Ursula Striepe, ⚭ 1630 Andreas Lindholtz (1595–1655), Kammergerichtsadvokat und zwischen 1641 und 1655 Bürgermeister von Berlin, Erbherr auf Rudow etc.Andreas Lindholz – An der Spitze der kurfürstlichen Residenzstadt Berlin von 1486 bis 1709. Balthasar Striepe († vor 1669), 1651 Amtmann zu Arendsee, Barthold Siegmund Striepe († vor 1669), in franz. Diensten Margarethe Sophie (von) Striepe, ⚭I 1664George Adalbert von Mülverstedt (Hrsg.): Sammlung von Ehestiftungen und Leibgedingsbriefen ritterschaftlicher Geschlechter der Provinzen Sachsen, Brandenburg, Pommern und Preußen. Magdeburg 1863, S. 86. Joachim Henniges von Treffenfeld (1610–1688), kurbrandenburgischer General; ⚭II 1691 Friedrich Jacob von Lautitz (1657–1719), braunschweigischer Drost, Hofrat und Oberhauptmann zu Calvörde, Bahrdorf und Neuhaus; 1698 rittermäßiger Adelsstand für das Reich und die Erblande für ihn, Erbsass und Freisass auf Westinsel und Ostinsel bei Stendal, und seinen Bruder Heinrich Carl LautitzÖsterreichisches Staatsarchiv: Nobilitierungsakte Friedrich Jacob und Heinrich Carl Lautitz 1698. Sebastian Striepe († 1666), urkundlich 1646, durch Heirat Anteilsherr auf Falkenrehde, ⚭ Maria Elisabeth FritzeGeorg Hunold: Die Zeitliche Thränen-Fluth frommer Christen…[Leichenpredigt für Eva Ursula Striepe 1686.], Tochter von Christoph Fritze zu Spandau, ihre Schwester Sophie, erwarb von den Nichten Striepe 1677 Falkenrehde und trug das Gut als Gattin des General Ernst von Weiler (1620–1693) zu. Töchter