Prikalitz ist ein Ort in Kärnten, der lange Zeit durch Gemeinde- und Bezirksgrenzen geteilt war. Abgekommen ist mittlerweile der Teil des Weilers, der früher als Ortschaft der damaligen Gemeinde Hörzendorf geführt wurde und heute auf dem Gebiet der Gemeinde St. Veit an der Glan liegt; der Rest des Orts bildet eine Ortschaft in der Gemeinde Maria Saal (Bezirk Klagenfurt-Land) mit Einwohnern (Stand ).
Der Name des Orts soll sich von britva (slowenisch für Rasiermesser) ableiten.Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie. Klagenfurt. Der Ortsname wurde früher auch WitternitzAlphabetisches Register sämmtlicher Orte im Herzogthume Kärnten. Prag 1869, S. 12., WritalicAlphabetisches Register sämmtlicher Orte im Herzogthume Kärnten. Prag 1869, S. 17., WritalitzTopographisches Orts- und Post-Lexikon des Herzogthums Kärnten. 1876, Klagenfurt., PrikalizVolkszählung 1873, Gde. St. Peter am Bichl, PrikelitzVolkszählungen 1873 und 1890, Gde. Hörzendorf und PriekelitzVolkszählung 1880, Gde. Hörzendorf geschrieben.
Lage Der Ort liegt in Mittelkärnten, im Glantaler Bergland, am Südabhang des Ulrichsbergs, südwestlich von Pörtschach am Berg. Quer über die Lichtung, auf der der Ort liegt, verläuft eine Grenze: der nordöstliche Teil der Lichtung liegt auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Galling und gehört somit zur politischen Gemeinden St. Veit an der Glan im Bezirk St. Veit an der Glan; der südwestliche Teil der Lichtung liegt auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Karnburg und gehört zur politischen Gemeinden Maria Saal im Bezirk Klagenfurt-Land.
Bevölkerungsentwicklung des gesamten Orts Für den Ort ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:
1869: 4 Häuser, 25 Einwohner 1880: 4 Häuser, 23 Einwohner 1910: 4 Häuser, 9 Einwohner 1961: 2 Häuser, 7 Einwohner 2001: 3 Gebäude, 2 Einwohner 2011: 3 Gebäude, 0 Einwohner
Ehemalige Ortschaft Prikalitz (Gemeinde Hörzendorf) Geschichte mini|Hausruine Prikalitz In der Steuergemeinde Galling liegend, gehörte der nordöstliche Teil des Orts in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Karlsberg. Bei Bildung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam jener Teil des Orts an die Gemeinde Hörzendorf (die zunächst unter dem Namen Gemeinde Karlsberg geführt wurde) und somit zum Bezirk St. Veit an der Glan. Die Ortschaft gehörte damals zur Pfarre Pörtschach am Berg, die Post wurde damals von Maria Saal aus zugestellt.
Seit 1. Jänner 1972 gehört dieses Gebiet zur Gemeinde St. Veit an der Glan, die Häuser der Ortschaft war jedoch schon zuvor verlassen und die Ortschaft aufgelassen worden.Wilhelm Rausch: Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs (= Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs. Band 2). Linz 1989, S. 245.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft zählte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 2 Häuser, 10 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872, S. 73. 1880: 3 Häuser, 14 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882, S. 58. 1890: 1 Haus, 6 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894, S. 58. 1900: 1 Haus, 4 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905, S. 78. 1910: 1 Haus, 0 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918, S. 39. 1923: 1 Haus, 16 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16.
Ortschaft Prikalitz (Gemeinde Maria Saal)
Geschichte In der Steuergemeinde St. Peter am Karlsberg liegend, gehörte der südwestliche Teil des Orts in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Annabichl. Bei Bildung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam dieser Teil des Orts an die Gemeinde St. Peter am Bichl und damit an den Bezirk Klagenfurt-Land; die Ortschaft gehörte zur Pfarre Karnburg, die Post wurde damals von Klagenfurt aus zugestellt.
Mit 1. Jänner 1973 wurde die Katastralgemeinde St. Peter am Karlsberg verkleinert und die politische Gemeinde St. Peter am Bichl aufgelöst; seither liegt Prikalitz in der Katastralgemeinde Karnburg und gehört zur Marktgemeinde Maria Saal. Das Koller-WirtshausAndreas Moritsch, Harald Krahwinkler: Karantanien Ostarrichi. Hermagoras, 1997, S. 71., für das der Ort früher bekannt war, ist verlassen.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft zählte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 2 Häuser, 15 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872, S. 32. 1880: 1 Haus, 9 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882, S. 29. 1910: 3 Häuser, 9 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918, S. 36. 1934: 10 EinwohnerDie Ergebnisse der österreichischen Volkszählung vom 22. März 1934. Bundesamt für Statistik, 1935, S. 28. 1961: 2 Häuser, 7 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965, S. 250. 2001: 3 Gebäude (davon 1 mit Hauptwohnsitz) mit 3 Wohnungen und 3 Haushalten; 2 Einwohner und 0 NebenwohnsitzfälleStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004, S. 83. 2011: 3 Gebäude, 0 EinwohnerAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1.1.2014. Klagenfurt 2014, S. 33.
In der Ortschaft gibt es 0 Arbeitsstätten (Stand 2011; 2001: 1) und 1 land- und forstwirtschaftlichen Betrieb (Stand 2001).
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Kärnten