mini|Johannes Carl Andersen(September 1928)
Johannes Carl Andersen (* 14. März 1873 in Klakring, Jütland, Dänemark; † 19. Juni 1962 , , Neuseeland) war ein neuseeländischer Staatsbediensteter, Dichter, Ethnologe, Bibliothekar, Herausgeber und Historiker.
Leben Johannes Carl Andersen wurde am 14. März 1873 in in der Provinz Jütland als zweites Kind der Eheleute , von Beruf Uhrmacher und seiner Ehefrau Johanne Marie Hansen geboren. 1874 wanderte die Familie nach Neuseeland aus und erreichte auf der Gutenberg im Oktober den Hafen von . Nach einem Versuch im in sesshaft zu werden, siedelte die Familie schließlich in , wo Andersen die besuchte, einer der besten Schüler war und anschließend im März 1887 im damaligen zunächst einen Aushilfsjob bekam. Er sollte dort über 28 Jahre arbeiten, beginnend als Zeichner in Ausbildung und später als Angestellter.
Am 9. Mai 1890 heiratete er in die Lehrerin , die er beim Tanzen kennen gelernt hatte.
Betätigung als Dichter Anderson betätigte sich neben seiner Arbeit als Dichter und seine Verse wurden in den späten 1890er und frühen 1900er Jahren regelmäßig in neuseeländischen Zeitungen und im veröffentlicht. 1903 gab er seine Werke in einem Buch unter dem Titel heraus. Anderson bevorzugte darin künstliche Formen von Versen, wie zum Beispiel in Form von Villanellen oder Rondellen. 1928 veröffentlichte er über die sein Werk , in dem er sich wissenschaftlich mit Gedichten auseinandersetzte. Auch als Übersetzer versuchte er sich, indem er das dänische Epos des dänischen Dichters Adam Oehlenschläger ins Englische übersetzte.
Für die Schaffung eines eigenen Epos wurde Anderson bei seiner Suche in der -Mythologie fündig. 1907 gab er hierzu sein Werk heraus. In Vorträgen und Veröffentlichungen riet er Künstlern und Dichter sich von der Inspiration durch die griechische Kultur zu trennen und sich der Kultur der zuzuwenden und eine eigene neuseeländische Identität zu suchen.
Betätigung als Ethnologe Auch begann sich Andersen mit der Flora und Fauna Neuseelands zu befassen und veröffentlichte im Jahr 1926 sein Werk , in dem er u. a. den Gesang der Vögel in Musiknotation dargestellte. Seine Kenntnisse aus seiner Arbeit beim nutzte er, indem er Ortsnamen, die die und die europäischen Einwanderer vergeben hatten, sammelte und den geschichtlichen Hintergrund dazu recherchierte. (1927) war hierzu eines seiner Werke.
1915 zog Anderson mit seiner Familie nach als er zum Assistenten der berufen wurde. In kam er in Kontakt mit der , worüber er weitere Kontakte auch zu Wissenschaftlern generieren konnte. Eines Ergebnisses seiner guten Beziehungen war u. a. die Übernahme der Herausgeberschaft des in den Jahren 1920 bis 1929, Neuseelands führender wissenschaftlicher Zeitschrift. Des Weiteren war Anderson in den Jahren 1919 bis 1923 an vier ethnologischen Expeditionen beteiligt, die ihn in die Regionen von und , flussaufwärts des hinauf und in den Distrikt des führte. In Begleitung von , und auf den letzten beiden Reisen mit (Peter Buck), erforschte er die traditionelle Musik der .
1925 bot Anderson die Mitherausgeberschaft der Zeitschrift an, die Anderson auch nach s Tod im Jahr 1931 fortführte und gegen Änderungen in der Ausrichtung des Journals sowie gegenüber finanziellen Schwierigkeiten Ende der 1930er Jahre erfolgreich verteidigte.
Bibliothekar mini|, 1930 (Anderson links im Bild) Die neuseeländische Öffentlichkeit kannte Andersen weniger durch seine Werke als Dichter und Ethnologe, sondern durch seine Tätigkeit als Bibliothekar der renommierten , dessen Amt er im Jahr 1919 antrat und 18 Jahre lange innehatte. Sein Verdienst dort war es, die ehemalige Sammlung einer Privatbibliothek des er Kaufmanns in eine Forschungseinrichtung umzuwandeln. Andersen machte die Bibliothek durch seine Veröffentlichungen bekannt und konnte in Zeiten, in denen sich die Regierung als sparsam zeigte, durch Spenden und Übernahme von Nachlässen den Bestand der Bibliothek erweitern und weiter Ausbauen.
Ruhestand Als 1937 Andersen die als Ruheständler verließ, setzte er sich nicht zur Ruhe, sondern schrieb weiter Artikel und Bücher, hielt Vorträge und war an Radiosendungen beteiligt. 1946 zog er mit seiner Frau nach und ließ sich im Stadtteil nieder. Damit verbunden gab er auch die Herausgeberschaft des ab.
Auszeichnungen 1944 – Medaille und Preis (siehe )
Tod Anderson verstarb an 19. Juni 1962 im Alter von 89 Jahren in , einem Stadtteil von .
Werk Andersen verfasste Zeit seines Lebens nahezu 30 Bücher und sogenannte Booklets, hinterließ zahlreiche unveröffentlichte Schriften und wurde 1887–1915 – Mitarbeiter des 1915–???? – Mitarbeiter der 1919–1937 – Bibliothekar der 1920–1929 – Herausgeber des 1924–???? – Mitglied des 1925–1946 – Mitherausgeber des
Literatur
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Einzelnachweise
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