Die Fußball-Bezirksliga Potsdam 1980/81 war die 29. Austragung der vom Bezirksfachausschuss (BFA) Fußball Potsdam durchgeführten Bezirksliga Potsdam. Sie war die höchste Spielklasse im Bezirk Potsdam und die dritthöchste im Ligasystem auf dem Gebiet des DFV.
In den Finalspielen um die Bezirksmeisterschaft standen sich die beiden Vorjahresabsteiger aus der DDR-Liga, die Chemie Premnitz Sieger der Staffel Nord und die Motor Babelsberg Sieger der Süd-Staffel gegenüber. Die Babelsberger setzen sich im Rückspiel erst nach Verlängerung durch und kehrten nach einjähriger Abwesenheit in die zweithöchste Spielklasse zurück.
Absteiger in eine der untergeordneten Bezirksklassestaffeln waren aus dem Norden nach nur einer Saison die Zweitvertretung der BSG Stahl Hennigsdorf und nach drei Spielzeiten die BSG Motor Pritzwalk sowie aus dem Süden Vorjahresaufsteiger HSG Dynamo Potsdam und nach siebenjähriger Zugehörigkeit die ASG Vorwärts Bestensee. Nach dem sofortigen Abstieg von Vorjahresmeister BSG Motor Süd Brandenburg aus der DDR-Liga, musste diesmal kein fünfter Absteiger aus der Bezirksliga ermittelt werden, da die BSG Traktor Dannenwalde/Vehlow als Sieger der Bezirksklassenstaffel A auf den Aufstieg in die Bezirksliga verzichtete. Demnach stiegen im Gegenzug zur Folgesaison drei Staffelsieger der Bezirksklasse und der Zweite der Staffel C die Bezirksliga auf. Dies waren die beiden Vorjahresabsteiger BSG Aufbau Zehdenick (Staffel B) und die Zweitvertretung der BSG Motor Babelsberg (Staffel D) sowie Bezirksliganeuling BSG Ausbau Jüterbog (Staffel E). Da die Zweitvertretung der BSG Chemie Premnitz als Sieger der Staffel C nicht aufstiegsberechtigt war, ging der freie Platz an die BSG Lokomotive Ketzin. __TOC__
Staffel Nord Abschlusstabelle
(A) Absteiger aus der DDR-Liga 1979/80 (N) Aufsteiger aus der Bezirksklasse 1979/80
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Bezirksliga Potsdam Staffel Nord 6. September 1980 – 23. Mai 1981 25px|alt=|BSG Chemie Premnitz 25px|alt=|BSG electronic Neuruppin 25px|alt=|BSG Stahl Oranienburg 25px|alt=|BSG Fortschritt Wittstock 25px|alt=|BSG Chemie Velten SGF 25px|alt=|BSG Einheit Nauen 25px|alt=|BSG Motor Rathenow 25px|alt=|BSG Empor Wusterhausen 25px|alt=|BSG Landbau Neustadt ALT SGS 25px|alt=|BSG Stahl Hennigsdorf II 25px|alt=|BSG Motor Pritzwalk 1. BSG Chemie Premnitz 1:04:02:02:02:17:16:010:24:16:13:09:22:0 2. BSG electronic Neuruppin 0:3 2:03:05:23:02:03:12:15:06:04:04:01:0 3. BSG Stahl Oranienburg 1:21:2 3:21:33:23:41:03:21:05:12:05:12:2 4. BSG Fortschritt Wittstock 0:43:11:0 1:16:21:53:21:16:01:23:07:01:0 5. BSG Chemie Velten 0:10:02:20:1 0:01:04:46:43:02:10:01:26:0 6. SG Finkenkrug 2:62:01:22:03:1 6:01:15:15:14:13:25:03:0 7. BSG Einheit Nauen 2:43:21:20:14:32:2 3:13:20:17:15:14:15:3 8. BSG Motor Rathenow 1:21:30:20:01:03:24:2 1:34:13:21:04:30:1 9. BSG Empor Wusterhausen 2:52:41:10:01:23:26:02:1 1:21:15:13:31:1 10. BSG Landbau Neustadt 2:41:70:52:02:42:10:13:16:3 2:05:14:23:1 11. BSG Eintracht Alt Ruppin 0:30:51:32:10:11:12:13:21:43:1 4:06:12:1 12. SG Sachsenhausen 2:22:02:02:12:11:01:21:13:12:11:2 1:25:0 13. BSG Stahl Hennigsdorf II 0:20:31:21:40:22:23:12:72:32:13:13:2 4:2 14. BSG Motor Pritzwalk 0:10:61:10:51:22:32:22:21:12:23:03:13:2
Torschützenliste Spieler Mannschaft Tore 1. Frank Jeske BSG electronic Neuruppin 34 2. Bernd Rosenberg BSG Chemie Premnitz 28
Zuschauer In 182 Spielen kamen 61.269 Zuschauer (⌀ 337 pro Spiel) in die Stadien. Größte Zuschauerkulisse 2.100 BSG Eintracht Alt Ruppin – BSG electronic Neuruppin (9. Spieltag)
Staffel Süd Abschlusstabelle
(A) Absteiger aus der DDR-Liga 1979/80 (N) Aufsteiger aus der Bezirksklasse 1979/80
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. Bezirksliga Potsdam Staffel Süd 6. September 1980 – 23. Mai 1981 25px|alt=|BSG Motor Babelsberg 25px|alt=|BSG Motor Teltow 25px|alt=|TSV Luckenwalde 25px|alt=|BSG Stahl Brandenburg II 25px|alt=|SG Bornim 25px|alt=|BSG Lokomotive ElstalELS 25px|alt=|BSG Motor Ludwigsfelde 25px|alt=|BSG Lokomotive BrandenburgBRB 25px|alt=|BSG Wissenschaft Großbeeren 25px|alt=|SG Dynamo Königs Wusterhausen 25px|alt=|BSG Turbine Potsdam GLI 25px|alt=|HSG Dynamo Potsdam 25px|alt=|ASG Vorwärts Bestensee 1. BSG Motor Babelsberg 4:05:02:04:09:13:05:01:14:27:09:05:15:0 2. BSG Motor Teltow 0:4 1:23:10:35:03:11:06:02:01:13:01:35:1 3. TSV Luckenwalde 1:33:1 1:12:31:31:01:11:11:13:40:21:03:1 4. BSG Stahl Brandenburg II 1:03:22:3 1:30:01:11:22:21:13:05:17:04:1 5. SG Bornim 3:92:54:43:7 4:14:66:14:33:12:04:56:07:3 6. BSG Lokomotive Elstal 2:30:21:33:13:1 3:32:10:03:02:43:12:13:1 7. BSG Motor Ludwigsfelde 0:51:20:22:24:42:0 2:02:21:21:13:10:23:2 8. BSG Lokomotive Brandenburg 0:41:11:12:14:03:31:2 2:02:10:34:22:32:0 9. BSG Wissenschaft Großbeeren 3:31:10:02:64:50:03:31:0 1:21:04:04:13:1 10. SG Dynamo Königs Wusterhausen 1:30:22:01:24:00:02:21:11:2 3:21:02:32:2 11. BSG Turbine Potsdam 1:40:01:22:02:22:20:20:18:10:1 1:24:14:0 12. BSG Eintracht Glindow 1:30:41:20:25:31:12:12:21:20:33:2 2:03:1 13. HSG Dynamo Potsdam 0:41:46:31:31:12:41:21:22:24:40:42:2 4:3 14. ASG Vorwärts Bestensee 1:81:10:34:22:21:10:11:21:11:23:24:00:4
Torschützenliste Spieler Mannschaft Tore 1. K.-D. Hoff SG Bornim 22 2. Matthias Kaiser BSG Motor Teltow 20 3. Kurt Leutloff SG Bornim 19 Gerhard Frohberg BSG Turbine Potsdam 19
Zuschauer In 182 Spielen kamen 32.312 Zuschauer (⌀ 178 pro Spiel) in die Stadien. Größte Heimkulisse (⌀) 8.800 (⌀ 677) BSG Motor Babelsberg
Endspiele um die Bezirksmeisterschaft Die beiden Staffelsieger ermittelten in Hin- und Rückspiel den Bezirksmeister. Das Hinspiel fand am Samstag, den 30. Mai 1981 vor 2.100 Zuschauern im Premnitzer Stadion der Chemiearbeiter statt. Die Tore erzielten in der 2. Hälfte Klaus Rosin zur Führung für Babelsberg und zweimal Bernd Rosenberg in den letzten drei Minuten zum Sieg für Premnitz. Das Rückspiel stieg eine Woche später am Samstag, den 6. Juni 1981 vor 5.000 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion von Babelsberg. Dort gingen die Gastgeber kurz vor der Halbzeitpause durch ein Eigentor von Ralf Goldmann in Führung. Nach zwölf Minuten in der 2. Hälfte kam Premnitz zum Ausgleich, nachdem Klaus Rosin das gleiche Malheur wie zuvor Goldmann passierte. Jener Rosin brachte dann Babelsberg dreizehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit durch einen verwandelten Freistoß in die Verlängerung. In dieser sicherte dann Routinier Wolfram Thomalla mit zwei Toren in der zweiten Hälfte den Bezirksmeistertitel und die gleichzeitige Rückkehr in die DDR-Liga.
Bezirksmeister 1. BSG Motor Babelsberg 60px|alt=|Logo der BSG Motor Babelsberg Peter Bretz Bodo Sommer Harald Marienhagen, Frank Edeling, Klaus Rosin Reinhard Dietrich , Wolfram Thomalla, Werner König Rainer Insel, Dankmar Edeling, Hans-Joachim Fiedler Trainer: Günther Lüdicke außerdem: Stephan Koritkowski (Tor); Jörg Aldermann, Carsten Bosecker, Ralf Hecke, Detlef Schirrmacher
Literatur
Potsdam Kategorie:Fußballsaison 1980/81