Chochół () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Świętajno (Landgemeinde Schwentainen, 1938 bis 1945 Altkirchen (Ostpr.)) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg).

Geographische Lage Chochół liegt in der südlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 16 Kilometer östlich der Kreisstadt Szczytno ().

Geschichte Ortsgeschichte Friedrichsfelde wurde am 18. Juli 1783 als köllmischer Gutshof gegründet.Friedrichsfelde bei der Kreisgemeinschaft Ortelsburg Bis 1908 war das Dorf ein Gutsbezirk und wurde dann in eine Landgemeinde umgewandelt.

Zwischen 1874 und 1945 war das Dorf in den Amtsbezirk Klein Jerutten () im ostpreußischen Kreis Ortelsburg eingegliedert,Rolf Jehke, Amtsbezirk Klein Jerutten während der Forstgutsbezirk einen eigenen Amtsbezirk bildete.Rolf Jehke, Amtsbezirk Friedrichsfelde

Im Jahre 1910 zählte das Dorf 151 Einwohner, im Jahre 1933 waren es 125 und 1939 noch 115.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung in den Volksabstimmungen in Ost- und Westpreussen am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Friedrichsfelde (einschließlich Oberförsterei Friedrichsfelde) stimmten 109 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreußischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 94

In Kriegsfolge kam Friedrichsfelde 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Chochół“. Heute ist das Dorf Sitz eines SchulzenamtesUrząd Gminy Świętajno: Sołectwa (polnisch) (polnisch Sołectwo) und als solches eine Ortschaft im Verbund der Gmina Świętajno (Schwentainen, 1938 bis 1945 Altkirchen (Ostpr.)) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2011 zählte Chochół 59 Einwohner.

Amtsbezirk Friedrichsfelde (1874–1945) Der Amtsbezirk Friedrichsfelde bestand aus den Orten: Deutscher Name Geänderter Name1938 bis 1945 Polnischer Name Anmerkungen Friedrichsfelde (Forst) Chochól ab 1929: „Johannisburger Heide, Anteil Kreis Ortelsburg“ Borken (bei Farienen) Wildheide (Ostpr.) Borki Rozowskie Kokosken Kleinlindengrund Kokoszki 1881 in den Amtsbezirk Farienen umgegliedert Langenwalde Długi Borek Lipniak (bei Farienen) Lindenheim Lipniak 1881 in den Amtsbezirk Farienen umgegliedert Wysockigrund (ab 1932:)Lindengrund Wysoki Grąd 1881 in den Amtsbezirk Farienen umgegliedert

Kirche Bis 1945 war Friedrichsfelde in die evangelische Kirchengemeinde SchwentainenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 496 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Pfarrei OrtelsburgKreis Ortelsburg bei der AGOFF im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Chochół katholischerseits zur Pfarrei der St.-Andreas-Bobola-Kirche Świętajno im jetzigen Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Kirchengemeinde Szczytno in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Chochół liegt an der verkehrsreichen polnischen Landesstraße 53 (ehemalige deutsche Reichsstraße 134), die von Olsztyn (Allenstein) über Szczytno (Ortelsburg) nach Rozogi (Friedrichshof) und weiter bis nach Ostrołęka in der Woiwodschaft Masowien führt. Mit den Nachbarorten Świętajno und Jeruty (Groß Jerutten) ist das Dorf durch Nebenstraßen verbunden.

Jeruty ist auch die nächste Bahnstation an der Bahnstrecke Olsztyn–Ełk ().

Weblinks Historische Aufnahmen aus Friedrichsfelde bei der Kreisgemeinschaft Ortelsburg

Einzelnachweise

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