Liptovská Anna (bis 1952 slowakisch „Svätá Anna“; ungarisch Szentanna)Slovenské slovníky: Názvy obcí Slovenskej republiky (Majtán 1998) ist eine Gemeinde im Norden der Slowakei mit Einwohnern (Stand ), die zum Okres Liptovský Mikuláš, einem Teil des Žilinský kraj, gehört und zur traditionellen Landschaft Liptau gezählt wird.

Geographie mini|links|Blick auf Liptovská Anna Die Gemeinde befindet sich im Mittelteil des Talkessels Liptovská kotlina (Teil der größeren Podtatranská kotlina) am Übergang in das nördlich gelegene Chočgebirge, im Tal des Baches Annin potok im Einzugsgebiet der Waag. Oberhalb des Ortes erhebt sich die Felsenwand Čerenová mit maximaler Höhe von Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von und ist 18 Kilometer von Liptovský Mikuláš entfernt.

Nachbargemeinden sind Malatiná im Norden, Prosiek im Nordosten, Ižipovce im Osten, Bukovina im Süden, Liptovská Teplá und Kalameny im Süden und Liptovská Sielnica (Katastralgemeinde Sestrč) im Westen.

Geschichte mini|links|Ruine der Annakirche Liptovská Anna wurde zum ersten Mal 1396 als Senth Anna schriftlich erwähnt. Nach dem Namen und dem frühgotischen Stil der örtlichen Kirche vermutet man eine Ansiedlung im 13. Jahrhundert. Bis zum 16. Jahrhundert war das Dorf Besitz des örtlichen Geschlechts Szentannay, später gehörte es den Familien Allman und Dobák. 1784 hatte die Ortschaft 52 Häuser und 265 Einwohner, 1828 zählte man 36 Häuser und 332 Einwohner, die als Hirten, Hersteller von Holzgeschirr und Landwirte beschäftigt waren.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Liptau liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei und schließlich zur Slowakei. In der ersten tschechoslowakischen Republik waren die Einwohner neben den traditionellen Beschäftigungen auch als Kalkbrenner tätig.

Bevölkerung

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Liptovská Anna 95 Einwohner, alle davon Slowaken.

38 Einwohner bekannten sich zur Evangelischen Kirche A. B., 22 Einwohner zur römisch-katholischen Kirche, sechs Einwohner zur evangelisch-methodistischen Kirche und zwei Einwohner zu den christlichen Gemeinden. 21 Einwohner waren konfessionslos und bei sechs Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)

Bauwerke und Denkmäler mini|Denkmalgeschütztes Haus Ruine der römisch-katholische Annakirche im frühgotischen Stil aus dem späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert, 1805 bei einem Brand verwüstet

Einzelnachweise

Weblinks

Eintrag auf e-obce.sk (slowakisch)

Kategorie:Ort in der Slowakei