Löstrup (dänisch Løstrup) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sörup.

Lage Löstrup liegt nördlich, leicht östlich des Ortes Sörup. Die Straße von Löstrup trägt den selbigen Namen, also Löstrup. Südlich von Löstrup liegt der Fluss Löstrupau (auch: Elkierau, Winbek, dän. Vinbæk). Dieser entspringt offensichtlich weiter nördlich bei Dingholz und mündet im Südensee.Amt Mittelangeln. Wasserbeschaffungsverband Mittelangeln, abgerufen am: 13. April 2020

Hintergrund Die Endung -rup des Ortsnamens deutet auf ein Dorf hin.Vgl. hinsichtlich der Bedeutung von -rup auch das Wort Dorf: dänisch: torp, niederdeutsch: Dörp, Dorp, englisch auch: thorp(e); Vgl. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005, Artikel: Tremmerupweg sowie Wolfgang Lindow: Plattdeutsches Wörterbuch. Schuster, Leer 1998, Artikel: Dorf sowie Judy Persall: The New Oxford Dictionary of English, 2001, Artikel: thorpe Auf der dänischen Landesaufnahme von 1857/58 war das Dorf schon eingezeichnet.Auf der Internetseite der Dänischen Königlichen Bibliothek: Slesvigs Fastland og Als, Generalstaben Videnskabernes Selskab 1857/58 (beziehungsweise Googleseitenübersetzung: dort) 1886 wurde die Freiwillige Feuerwehr Barg-Löstrup-Möllmark gegründet.Freiwillige Feuerwehren des Amtes Mittelangeln, abgerufen am: 13. April 2020 1962 wurden Löstrup 82 Einwohner gezählt. 1981 zählte Löstrup 81 Einwohner. Löstrup gehörte über lange Zeit zu den Gemeinden vom Kreis Flensburg-Land. Am 15. Februar 1970 wurde die Gemeinde Löstrup nach Sörup eingemeindet.

Sage von der Zerstörung Löstrups durch die Hexe Gunne An der Flensburg-Kappler Chaussee,Gundula Hubrich-Messow: Sagen und Märchen aus Angeln, Husum 1987, Seite 19Hans Nicolai Andreas Jensen: Angeln. 1922 Schleswig S. 233 beim Hof Löstrupstamm, S. 16; abgerufen am: 16. April 2020 ()Die Lagebestimmung des Hofes Löstrupstamm erfolgte mit Hilfe folgender Informationen: und Sterup. Amtsbereichskarte Amtskurier Geltinger Buch April/Mai 2010, S. 36 und Sörup Vorwort des Bürgermeisters aus der Info Juli 2013, Sörup, den 9. Juli 2013 und Reit- und Fahrverein Sörup e.V. Vorstellung der Vorstandsmitglieder hier: Maren Martens. Ehrenvorsitzende und Das. Örtliche. Martens Friedrich Kappelner Str. 61 24966 Sörup nahe Dingholz, befindet sich eine Koppel mit einem Hünengrab. Kongenshy oder auch „Gunneshy“ wird diese Koppel genannt.Gundula Hubrich-Messow: Sagen und Märchen aus Angeln, Husum 1987, Seite 19 Auf dem Hünengrab soll im Jahr 1570Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung in der Landschaft Angeln/(1548–1716), von Jens Nielsen Juni 2016, abgerufen am: 16. April 2020 eine Frau namens Gunne als Hexe verbrannt worden sein. Für die Verbrennung soll ein Bauer aus Löstrup drei Faden Holz geliefert haben. Die Frau soll kurz vor ihrem Tode einen in der Nähe stehenden Dornenbusch als Zeugen ihrer Unschuld angerufen haben. Einem letzten „Spruch“ Gunnes nach sollte das Dorf Löstrup ein Raub der Flammen werden, wenn dieser Dornbusch weggehauen würde. Die anwesenden Schaulustigen wollen zumindest diese Warnung noch vor dem Tod der „Hexe“ vernommen haben.Gundula Hubrich-Messow: Sagen und Märchen aus Angeln, Husum 1987, Seite 19Hans Nicolai Andreas Jensen: Angeln. 1922 Schleswig S. 233 Über längere Zeit soll die „Drohung“ beachtet worden sein.Vgl. Karl Mühlenhoff. Sagen, Märchen und Lieder. Anmerkung: 396f., abgerufen am: 11. April 2020 Der Busch blieb wohl bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts stehen. Als er schließlich entfernt wurde, erfüllte sich Gunnes Spruch nicht.Hans Nicolai Andreas Jensen: Angeln. 1922 Schleswig S. 233Gundula Hubrich-Messow: Sagen und Märchen aus Angeln, Husum 1987, Seite 19

Die Sage beruht auf wahren Fakten. Offenbar wurde tatsächlich im Jahr 1570 an besagter Stelle eine Frau namens Gunne als „Hexe“ verbrannt., S. 16 und 22; abgerufen am: 16. April 2020Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung in der Landschaft Angeln/(1548–1716), von Jens Nielsen Juni 2016, abgerufen am: 16. April 2020

Einzelnachweise

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