Nübel (dänisch: Nybøl) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.
Geografie Lage Die Gemeinde Nübel liegt nördlich angrenzend von der Stadt Schleswig im Naturraum Angeln am südlichen Ufer des Langsees.
Ortsteile Die Gemeinde besteht aus den Orten Berend (Bjernt), Brekling (Bregling) und Nübel. Außerdem liegen Breklingfeld, Haarholm (Hareholm), Hoheluft (Højenloft), Guldenholm (Guldholm) und Triangel (auch Osterkrug, dän. Triangel oder Østerkro)M. Mørk Hansen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift: Med historiske og topografiske bemærkninger, Kjøbenhavn 1864, Band 2, Seite 359Johannes von Schröder: Topographie des Herzogthums Schleswig, Oldenburg (Holstein) 1854, Seite 39 im Gemeindegebiet.
Nachbargemeinden Nübel wird umschlossen von den Kommunen:
Geschichte Der Ort Nübel wurde erstmals 1196 namentlich erwähnt.Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, København 1867, S. 293Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 491Johannes von Schröder: Topographie des Herzogthums Schleswig, Oldenburg 1854, S. 379 Der Ortsname besteht aus zwei Wortbestandteilen. Die erste Silbe „Nü“ weist auf etwas „Neues“ und das Suffix „bel“ (dänisch bøl) auf eine Siedlung hin. Der Ortsname bedeutet also „neue Siedlung“.Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 491
Der Ortsname Brekling (Bregling) wurde erstmals 1196 (Dipl. dan. 1, 3, 216) schriftlich dokumentiert. Er setzt sich aus dän. bregne (Farnkraut) und dem Suffix -ung/-ing zusammen. Die Bedeutung wäre Ort oder Gegend, wo Farnkraut wächst.Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 180
In Berend verübte am 8. Mai 1945 der NS-Politiker Bernhard Rust Suizid durch Erschießen.
Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinden Brekling und Nübel zur neuen Gemeinde Brekling-Nübel zusammengeschlossen. Am 1. Januar 1974 kam Berend hinzu. Der Name der Gemeinde wurde amtlich in Nübel geändert.
Politik Gemeindevertretung
Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt dreizehn Sitze vergeben. Die SPD erhielt acht Sitze und die Wählergruppe Nübel fünf Sitze.
Wappen Blasonierung: „Über blau-goldenen Wellen in Gold ein bewurzelter blauer Eichbaum, dessen Stamm sich unterhalb der Mitte in drei gleichmäßig starke Äste teilt.“[ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]
Wirtschaft und Verkehr Die Wirtschaft von Nübel wird von der Landwirtschaft sowie kleinen Handels- und Dienstleistungsbetrieben der Nahversorgung geprägt. Daneben ist die Bundeswehr in der Gemeinde mit der Liegenschaft des Standortübungsplatzes Neuberend-Langsee vertreten.
Im äußersten Süden führt die Bundesstraße 201 von Husum nach Kappeln ein kurzes Stück durch das Gemeindegebiet. Beim Ortsteil Triangel zweigt von ihr zunächst die Landesstraße 22 in nördlicher Richtung nach Böklund ab. Sie führt unmittelbar durch Hoheluft und östlich an Brekling vorüber. In kurzer Distanz zweigt von dieser nach Westen Kreisstraße 28 in Richtung des Ortsteils Berend sowie der Gemeinde Neuberend ab.
Weiter westlich befindet sich die Trasse der Bundesautobahn 7 in der Gemeinde Schuby.
Sehenswürdigkeiten
links|mini|hochkant=1.35|Marienkirche zu Nübel – Feldsteinkirche mit Natursteinquadermauerwerk auf der Westseite (Foto 2018)
Nübel ist Standort der Marienkirche. Die Kirchengemeinde umfasst neben den Ortschaften der Gemeinde Nübel auch den Ort Neuberend.
Söhne und Töchter der Gemeinde Jürgen Bachmann (1872–1951), Architekt Elisabeth Vormeyer, (* 28. September 1893; † 6. Juni 1985 in Kiel), Lehrerin und Politikerin (CDU) Hermann Knuth (1904–1986), Kapitän zur See der Bundesmarine Karlheinz Stegemann (* 1936), Politiker
Weblinks
Gemeinde Nübel
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Schleswig-Flensburg Kategorie:Ort in Südschleswig
Kategorie:Ersterwähnung 1196