Vitex payos ist eine Pflanzenart in der Familie der Lippenblütler aus dem zentralen bis östlichen und ins südlichere Afrika. Vom Kongo, Angola nach Kenia, Tansania, Sambia, Malawi bis nach Mosambik, und Simbabwe.
mini|Habitus Beschreibung Vitex payos wächst als laubabwerfender, eher langsamwüchsiger Strauch oder kleiner Baum bis etwa 8–10 Meter hoch. Die bräunliche Borke ist dick und rissig bis furchig.
Die gegenständigen und gestielten Laubblätter sind handförmig zusammengesetzt mit 3 bis 5 leicht ledrigen Blättchen. Der Blattstiel ist bis zu 15 Zentimeter lang. Die unterseits hellgrünen, verkehrt-eiförmigen bis elliptischen und sitzenden bis kurz gestielten Blättchen sind bis zu 19 Zentimeter lang und bis 9,5 Zentimeter breit. Sie sind mehr oder weniger kurz behaart bis kahl sowie ganzrandig und an der Spitze abgerundet bis bespitzt oder spitz, seltener eingebuchtet. Die jungen Blättchen sind behaart und weich, sie verkahlen dann.
Es werden achselständig, kurz behaarte Blütenstände gebildet. Die kleinen, duftenden und zwittrigen Blüten sind weiß bis violett mit doppelter Blütenhülle. Der kurz gezähnte Kelch ist rostig behaart. Die mehr oder weniger feinhaarigen Kronblätter haben eine Oberlippe und eine Unterlippe. Die Oberlippe ist weiß, die Unterlippe violett.
Die rundlichen bis eiförmigen oder ellipsoiden und schwärzlichen, glatten Steinfrüchte mit beständigem Kelch sind bis 1,5–3 Zentimeter groß. Der holzige, behaarte und harte Steinkern enthält bis zu 4 Samen.
Taxonomie Vitex payos wurde 1790 von João de Loureiro in Flora cochinchinensis: sistens plantas in regno Cochinchina nascentes Band 1 Seite 85 als Allasia payos erstbeschrieben. Die Art wurde 1935 von Elmer Drew Merrill in Transactions of the American Philosophical Society Held at Philadelphia for Promoting useful Knowledge Serie 2 Band 24 Teil 2, Seite 334 als Vitex payos in die Gattung Vitex gestellt. Synonyme sind Vitex allasia nom. illeg. und Vitex eylesii
Verwendung mini|thumbtime=31|Pflücken und Essen von tsubvu in Zimbabwe Die süßen, mehligen Früchte mit ungewöhnlichem Geruch werden roh und gekocht gegessen. Sie haben einen kaffeeartigen Geruch.
Die Rinde, Blätter und Wurzeln werden medizinisch verwendet.
Das recht harte Holz kann für verschiedene Anwendung genutzt werden.
Literatur Food and fruit-bearing forest species. 1: Examples from Eastern Africa, FAO Forestry Paper 44/1, FAO 1983, ISBN 92-5-101385-3, S. 151 ff, online (PDF; 8,3 MB). James Munga Kimondo, Jacob Godfrey Agea, Clement Akais Okia et al.: Physiochemical and nutritional characterization of Vitex payos (Lour.) Merr.(Verbenaceae): An indigenous fruit tree of Eastern Africa. In: Journal of Horticulture and Forestry. Vol. 4(10), 2012, S. 161–168, doi:10.5897/JHF12.010, online auf researchgate.net. B. Verdcourt: Flora of Tropical East Africa. Verbenaceae, Balkema, 1992, ISBN 90-6191-358-6, S. 50, 52, 63.
Einzelnachweise Keith Coates Palgrave: Trees of southern Africa. Struik Publishers, Cape Town 1988. S. 811.
Weblinks
Vitex payos bei Useful Tropical Plants.
Vitex payos bei KEWScience (Beschreibung). Vitex payos bei Flora of Malawi (Bilder).
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