mini|Ehemaliges Straberger Wappen mini|Straberg, Katholische Pfarrkirche St Agatha
Straberg ist ein Stadtteil der Stadt Dormagen im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen. In Straberg lebten 2021 2663 Einwohner.
Lage Im Osten von Straberg befinden sich mehrere Baggerseen, die im Sommer zum Teil auch zum Baden genutzt werden. Südlich von Straberg liegt die Ortschaft Delhoven, südwestlich das Kloster Knechtsteden. Für ausgiebige Wanderungen lädt der westlich von Straberg liegende Knechtstedener Wald ein, durch den auch der Norfbach fließt. Ückerath und Nievenheim sind die nächsten nördlichen Nachbarorte von Straberg.
Geschichte Bereits in der Jungsteinzeit befand sich hier eine vorgeschichtliche Besiedlung. In der römischen Zeit gab es im Raum Gohr, Straberg und Nievenheim eine Kultstätte örtlicher Quellgöttinnen. Vor 1137 findet sich die erste Erwähnung Strabergs als Strabruch. Ein Adelsgeschlecht von Straberg ließ sich zwischen 1176 und 1262 nachweisen. Straberg war ursprünglich ein Teil des Klosters Knechtsteden; hier lebten die Landarbeiter des Klosters etwas abseits von den Mönchen. Nach 1815 wurde Straberg eine selbständige Gemeinde in der Bürgermeisterei Nievenheim. Diese wurde 1927 in Amt Nievenheim umbenannt. Letzter Bürgermeister der Gemeinde Straberg war Leo Drexler (CDU). Das Amt seines Stellvertreters hatte Hermman Harig (CDU) inne. Letzter ehrenamtlicher Gemeindedirektor war Johannes Sticker mit seinem allgemeinen Vertreter Wilhelm Demming. Am 1. Januar 1975 wurde Straberg ein Stadtteil der Stadt Dormagen.
Der Name Straberg leitet sich vermutlich von Strohberg ab.
Bevölkerungsentwicklung 1933: 1214 1939: 1161 1961: 1509 1970: 1552 1974: 2169 1983: 2481 1988: 2448 1993: 2461 1998: 2528 2003: 2821 2006: 2833 2010: 2746 2013: 2702 2017: 2729
Kultur und Freizeit In der Nähe von Straberg liegt der Straberg-Nievenheimer See. Hier besteht die Möglichkeit, sich zu erholen und im Sommer verschiedene Freizeitgestaltungen durchzuführen. Der See erlangte am 10. Juli 1994 überregionale Berühmtheit, als einem Badegast sein Kaiman namens "Sammy" entkam. Das harmlose Jungtier wurde unter der generalstabsmäßig durchorganisierten Führung aus der Chefetage der Dormagener Stadtmarketingabteilung nach tagelangem unerschrockenen Einsatz eines Staraufgebots von Großwildjägern schließlich mit einem Fischköcher eingefangen und unschädlich gemacht. Auch die Tagesschau berichtete davon.
Wirtschaft und Infrastruktur Medien Westdeutsche Zeitung Düsseldorf, Lokalredaktion Kreis Neuss – regionale Tageszeitung, Verlag W. Girardet KG Neuss-Grevenbroicher-Zeitung – regionale Tageszeitung, Neusser Zeitungsverlag GmbH, zu Rheinische Post gehörig Schaufenster – lokales Anzeigenblatt (Dienstag & Samstag), Neusser Druckerei und Verlag GmbH Rheinischer Anzeiger – lokales Anzeigenblatt (Mittwoch), Neusser Druckerei und Verlag GmbH NE-WS89.4 – lokaler Radiosender, zu Neusser Druckerei und Verlag GmbH gehörig
Verkehr Von Straberg aus ist die Dormagener Innenstadt rasch zu erreichen. Ebenfalls ist die Autobahnanschlussstelle Dormagen der A 57 nicht weit entfernt und damit die nahegelegenen Großstädte Düsseldorf und Köln ebenfalls. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Nievenheim und Dormagen. Die Buslinien und des Dormagener Stadtbusnetzes bedienen die zwei Haltestellen im Dorf.
Sonstiges
Walddorf Die Bewohner Strabergs werden wegen der waldnahen Lage des Ortes als „Walddörfler“ bezeichnet.
Unser Dorf hat Zukunft Straberg ist im Jahr 2017 bei dem Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft zusammen mit Hülchrath Kreissieger geworden. Bei dem Landeswettbewerb im darauffolgenden Jahr gewann die Dorfgemeinschaft eine von 14 Bronzemedaillen.
Einzelnachweise
Literatur Heinz Ohletz: Jahre, Menschen, Initiativen im Großkreis Grevenbroich : 1929–1974. Kreis Neuss, Neuss 1975.
Weblinks
Offizielle Website von Straberg Besonders interessant die Geschichte von St. Agatha
Kategorie:Ortsteil von Dormagen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rhein-Kreis Neuss) Kategorie:Gemeindeauflösung 1975