Die Liste der umbenannten Straßen in Lübeck führt Lübecker Straßen auf, deren Bezeichnungen seit der Einführung amtlich festgelegter Straßennamen im Jahre 1852 geändert wurden. Kleinere Änderungen der Schreibweisen zur Anpassung an veränderte Gepflogenheiten bei der Rechtschreibung und dergleichen werden hierbei nicht erfasst.
Heutiger Straßenname Benennungsjahr Frühere Straßennamen seit 1852 AnmerkungenAdolfplatz (südlicher Bereich)1946St.-Gertrud-Ring (1902–1946)Der südlich am bestehenden Adolfplatz vorbeilaufende St.-Gertrud-Ring wurde 1946 dem Platz zugeschlagen.Am Bertramshof1946Oberst-von-Rettberg-Straße (1937–1946)Vor 1946 benannt nach Karl von Rettberg, Kommandeur des Infanterie-Regiments „Lübeck“ (3. Hanseatisches) Nr. 162 im Ersten Weltkrieg.Am Bullenkrooch1938Friedrichstraße (1927–1938)Am Dornbusch1938Sophienstraße (1927–1938)Am Dovensee1938Bahnhofsstraße ([?]–1938)Am Dreworp1939Am Moor (1939)Nicht identisch mit der Straße Am Moor, die ihren Namen 1939 parallel zu dieser Umbenennung erhielt. Die vermutlich irrtümlich erfolgte Doppelvergabe des Namens war wahrscheinlich der Grund für die Änderung noch im selben Jahr.Am Krautacker1946Jodlbauerstraße (1937–1946)Zunächst, wie viele Straßen der Teutendorfer Siedlung, benannt nach einem Flieger bzw. Flugzeugbauer: Kurt Jodlbauer († 1937, siehe Messerschmitt Bf 109)Am Kücknitzer Sandberg1938Sandberg (1924–1938)Am Lotsenberg1938Neustraße (1887–1938)Die Umbenennung erfolgte, da aufgrund der Eingemeindung bisher separat organisierter Orte des Stadtgebiets als neue Stadtteile doppelt verwendete Straßennamen geändert werden mussten.Am Nöltingshof1947Immenstich (1946–1947)Am Schlutuper Markt1938Markt ([?]-1938)Die Umbenennung erfolgte, da aufgrund der Eingemeindung bisher separat organisierter Orte des Stadtgebiets als neue Stadtteile doppelt verwendete Straßennamen geändert werden mussten.Am Teichrand1946Contermannstraße (1940–1946)zuerst, wie verschiedene Straßen der Teutendorfer Siedlung, benannt nach einem Flieger: Leutnant Heinrich Contermann (1896–1917)Am Waldsaum1954 Schaustellerplatz (1927–1954) Festwiese (1935–1954)Die Zufahrtstraße zum Volksfestplatz, der selber jedoch ursprünglich ohne Nummer der Israelsdorfer bzw. Travemünder Allee zugeordnet war und später die Adresse Travemünder Allee 50 trug (die bis heute gültige Adresse Travemünder Allee 50c ergab sich, als an der Einmündung des Waldsaums in die Travemünder Allee ein Haus errichtet wurde, das aufgrund der Reihenfolge die Nr. 50 erhalten musste).An der Bäk1946Seitensteuer (1935–1946)Zunächst benannt nach einem Objekt des Flugzeugbaus, wie mehrere Straßen der Teutendorfer Siedlung, die für Beschäftigte der Erprobungsstelle See erbaut wurdeAn der Hülshorst1943Hülshorstweg (1943)Der ursprüngliche Straßenname war nur von Oktober bis Dezember 1943 in Verwendung.An der Obertrave1884(An der) Trave (1852–1884)Die heutige Straße An der Obertrave entspricht dem südlich der Holstenbrücke gelegenen Teil des vormaligen Straßenzugs Trave.An der Untertrave1884(An der) Trave (1852–1884)Die heutige Straße An der Untertrave entspricht dem nördlich der Holstenbrücke gelegenen Teil des vormaligen Straßenzugs Trave.Arfrader Straße1945Braunau-Weg (1935–1945)1935–1945 benannt nach Hitlers Geburtsstadt Braunau am Inn. In den Akten des Tiefbauamtes ist der Name bei der Umbenennung 1945 fälschlich als Braunau-Straße verzeichnet.Auf dem Kiekeberg1946Bernertstraße (1937–1946)1937–1946 benannt nach Otto Bernert.August-Bebel-StraßeZwischen 1945 und 1951 Moislinger Hauptstraße (1915–1928) August-Bebel-Straße (1928–1933) Horst-Wessel-Straße (1933–1945) Moislinger Hauptstraße (1945-[?])1933–1945 benannt nach Horst Wessel. Die Rückbenennung in August-Bebel-Straße ist in den Akten des Tiefbauamtes nicht auffindbar dokumentiert. Festgehalten ist nur, dass 1945 die vorhergehende Bezeichnung Moislinger Hauptstraße wieder eingeführt wurde; wann die anschließende erneute Änderung erfolgte, lässt sich nicht erschließen. Im Adressbuch für 1951 ist die Straße jedoch wieder als August-Bebel-Straße aufgeführt.Außenallee1945 Außenallee (1887–1934) Horst-Wessel-Allee (1934–1945)1934–1945 benannt nach Horst Wessel.Beim Rosenwasser1938Heinrichstraße ([?]-1938)Bleichenweg1938Bleicherstraße (1877–1938)Blocksquerstraße1884Blocksdwasstraße (1852–1884)Bögengang (Teilstück)1938Bergstraße ([?]-1938)Da bereits eine Bergstraße im Stadtteil St. Gertrud existierte und zudem durch die Umbenennung des Moislinger Judenbergs (siehe Moislinger Berg in dieser Liste) 1933 vorübergehend eine weitere Straße dieses Namens entstanden war, wurde die Schlutuper Bergstraße dem bereits bestehenden Bögengang zugeschlagen und erhielt seine Bezeichnung.Brinkweg1938Brehmerstraße (1886–1938)1886–1938 benannt nach Heinrich Brehmer.Clara-Schumann-Straße2020Pfitznerstraße (1957–2020)Die Lübecker Bürgerschaft beschloss am 31. Januar 2019, dass die nach dem antisemitischen Komponisten und Autor Hans Pfitzner benannte Straße eine neue Bezeichnung erhalten soll. In seiner Sitzung am 7. September 2020 setzte der städtische Bauausschuss den Bürgerschaftsbeschluss um und legte fest, dass die Straße fortan den Namen der Komponistin und Pianistin Clara Schumann trägt, passend zu den ebenfalls nach Musikern benannten Straßen der Umgebung. Die Entscheidung wurde Anfang Dezember 2020 umgesetzt. Clemensstraße1927Clemenstwiete (1852–1927)Dankwartsgrube1884Dankwärtsgrube (1852–1884)Danzmannstraße1938Marienstraße (1887–1938)Dr.-Julius-Leber-Straße1946Johannisstraße (1852–1946)Dummersdorfer Scheide1950Am Pflug ([?]-1950)Das Datum der ursprünglichen Benennung ist aus den Akten des Tiefbauamts nicht ersichtlich.Elbingstraße1960Schneidemühlenstraße (1959–1960)Nicht identisch mit der unweit davon gelegenen, 1959 gewidmeten Schneidemühlstraße.Eschenburgstraße1914Luisenstraße (1869–1914; nur ein Teilstück war von der Umbenennung betroffen)Die Eschenburgstraße entstand durch Umbenennung des südwestlichen Endes der bestehenden Luisenstraße ab der Kreuzung mit dem Sandberg.Farnstieg1950Hopfenweg ([?]-1950)Das Datum der ursprünglichen Benennung ist aus den Akten des Tiefbauamts nicht ersichtlich; nicht identisch mit dem Farnstieg, der im selben Jahr den bis heute gültigen Namen Roggenstieg erhielt (siehe unten).Forstmeisterweg1928Luisenstraße (1869–1928; nur ein Teilstück war von der Umbenennung betroffen)Der Forstmeisterweg entstand durch Umbenennung des nordöstlichen Endes der bestehenden Luisenstraße ab der Kreuzung mit dem Glashüttenweg.Friedhofsallee (nördlicher Teil)1946Kleinaustraße (1940–1946)Die Kleinaustraße wurde als Verlängerung der bestehenden Friedhofsallee zugeschlagen.Friedrich-Ebert-Hof1947 Friedrich-Ebert-Hof (1930–1933) Ludwig-Schleich-Straße (1933–1947)1933–1947 benannt nach Carl Ludwig Schleich.Geibelplatz1936Königstraße (1852–1936); die Umbenennung betraf nur einen TeilbereichEine kleine Seitenfläche der Königstraße, die nicht zum eigentlichen Straßenverlauf zählte, erhielt 1936 zu Ehren von Emanuel Geibel den neuen Namen Geibelplatz, wie in den Akten des Tiefbauamtes dokumentiert ist. Es scheint jedoch, dass der Platz nie Straßenschilder erhielt, und trotz seiner belegten Benennung erscheint er weder im offiziellen Straßenverzeichnis noch auf Stadtplänen.Gerade Querstraße (nördlicher Teil)1956 Krumme Dwasstraße (1852–1884) Krumme Querstraße (1884–1956)Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Krumme Querstraße erhielt beim Wiederaufbau einen veränderten, begradigten Verlauf und wurde 1956 als nördliche Verlängerung der Geraden Querstraße zugeschlagen.Glashüttenweg1945 Glashüttenweg (1871–1936) Curt-Helm-Straße (1936–1945)1936–1945 benannt nach Curt Christian Helm.Große Kiesau1884Kiesau (1852–1884)Gustav-Radbruch-Platz1963Burgtorplatz (1955–1963)Der als Drehscheibe für den Bus- und Straßenbahnverkehr bestimmte Platz am südlichen Ende des Burgfelds war 1955 neu angelegt worden.Haler Ort1938Hafenstraße ([?]-1938)Hamsterweg1945Füsilierweg (1943–1945)Hartengrube1884Herzengrube (1852–1884)Hirschpaß1946Bertholdstraße (1940–1946)1940–1946 benannt nach Rudolf Berthold.Hirtenbergweg1948Heidelbergweg (1941–1948)Holstentorplatz1945 Holstentorplatz (1934–1938) Adolf-Hitler-Platz (1938–1945)Hornkamp1946Tiefensteuer (1935–1946)Zunächst benannt nach einem Objekt des Flugzeugbaus, wie mehrere Straßen der Teutendorfer Siedlung, die für Beschäftigte der Erprobungsstelle See erbaut wurdeHüxterdamm1884Hüxterbrücke (1852–1884)Ida-Boy-Ed-Garten1952Wakenitzmauer (1903–1952); die Umbenennung betraf nur einen TeilbereichDie Umbenennung im Jahre 1952 bezog sich nur auf ein kurzes Teilstück am Nordende der Wakenitzmauer.Im Block1945Hofweg (1945)Bei der Benennung der Straße im Stadtbezirk Niendorf wurde vermutlich übersehen, dass bereits seit den 1920er Jahren ein Hofweg im Stadtbezirk Karlshof existierte. Daher erfolgte kurzfristig eine Umbenennung in Im Block.Im Eichholz1946Immelmannstraße (1940–1946)1940–1946 benannt nach Max Immelmann.Im Ende1938Neustraße ([?]-1938)Im Eulennest1945Grenadierweg (1943–1945)Im Fuchsloch1945Funkerweg (1943–1945)Im Musennest1945Musketierweg (1943–1945)Jahrmarktstraße1938Marktstraße (1887–1938)Jerusalemsberg1946 Jerusalemsberg (1871–1935) Am Kreuzberg (1935–1946)Josephstraße1950Lupinenstraße ([?]-1950; Teilstück)Das Datum der ursprünglichen Benennung ist aus den Akten des Tiefbauamts nicht ersichtlich. Der ursprüngliche Straßenzug Lupinenstraße wurde 1950 in zwei separate Straßen, den Lupinenweg und die anschließende Josephstraße, aufgeteilt.Kaninchenbergweg (östlicher Teil)1946Rumeystraße (1940–1946)Die Rumeystraße wurde als östliche Verlängerung dem vorhandenen Kaninchenbergweg zugeschlagen. Sie war nach Fritz Rumey benannt.Kapitelstraße1884Pfaffenstraße bei der Parade (1852–1884)Karl-Loewe-Weg1955Butendoor (1954–1955)Karl-Roß-Weg1947Wasserweg (1869–1947)Kirchplatz1945 Johannis-Kirchplatz (vor 1928–1933) Schlageter-Platz (1933–1945)1933–1945 benannt nach Albert Leo Schlageter.Kleine Kiesau1884Kiesau bei St. Petri (1852–1884)Koberg1936 Kaufberg (1853–1884) Koberg (1884–1889) Geibelplatz (1889–1936)Knud-Rasmussen-Straße1953Bertha-von-Suttner-Straße (1952–1953)1952/53 benannt nach Bertha von Suttner.Konrad-Adenauer-Straße1967Bahnhofstraße (1906–1967)Kumulusstraße1946Tragfläche (1935–1946)Zunächst benannt nach einem Objekt des Flugzeugbaus, wie mehrere Straßen der Teutendorfer Siedlung, die für Beschäftigte der Erprobungsstelle See erbaut wurdeKüterstraße1938Fischstraße ([?]-1938)Kupferschmiedestraße1884Kleine Schmiedestraße (1852–1884)Kurauer Straße1945Dorpatstraße (1936–1945)1936–1945 benannt nach der Stadt Dorpat. Nicht identisch mit der 2001 benannten Dorpatstraße.Lichte Querstraße1884Lichte Dwasstraße (1852–1884)Lindenplatz1945 Lindenplatz (1869–1928) Friedrich-Ebert-Platz (1928–1933) Danziger Freiheit (1933–1945)1928–1933 benannt nach Friedrich Ebert.Lindwurmstraße1946Christensenstraße (1937–1946)Zunächst vermutlich benannt nach einem Flieger, wie mehrere Straßen der Teutendorfer Siedlung, die für Beschäftigte der Erprobungsstelle See erbaut wurde;Lupinenweg1950Lupinenstraße ([?]-1950; Teilstück)Das Datum der ursprünglichen Benennung ist aus den Akten des Tiefbauamts nicht ersichtlich. Der ursprüngliche Straßenzug Lupinenstraße wurde 1950 in zwei separate Straßen, den Lupinenweg und die anschließende Josephstraße, aufgeteilt.Marlesgrube1884Marlitzgrube (1852–1884)Marstallweg1946Carl-Hans-Lody-Steg (1934–1946)1934–1946 benannt nach Carl Hans Lody.Mecklenburger Straße1945 Schlutuper Landstraße/Lübecker Straße/Mecklenburger Straße ([?]-1938) Ludendorffstraße (1938–1945)Die drei Straßen, deren Benennungsdaten nicht auffindbar sind, wurden 1938 zu einem durchgehenden Straßenzug zusammengefasst und nach Erich Ludendorff benannt. Bei der Namensänderung 1945 wurde die Vereinigung der drei Straßen beibehalten.Medenbreite1952Madenbreite (1949–1952)Moislinger Berg1938 Judenberg (1915–1933)