Heike Bollig (* 19. Dezember 1973 in Karlsruhe) ist eine deutsche Künstlerin.Ausstellungsarchiv bei Kunstaspekte
Leben Nach einer Lehre als Holzbildhauerin an der Berufsfachschule für Schreinerei und Holzbildhauerei in Berchtesgaden studierte Bollig von 1997 bis 2004 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München sowie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Sie legte 2003 das erste Staatsexamen in Kunstpädagogik ab und erhielt 2004 ihr Diplom als Meisterschülerin von Asta Gröting und Jürgen Drescher.Lebenslauf bei Seit 2004 lebt sie in Berlin. Zwischen 2011 und 2014 lehrte Bollig an der Hochschule für Künste Bremen und der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Neben ihrer künstlerischen Arbeit ist sie als Kunstvermittlerin tätig.
Heike Bollig ist die Enkelin des anthroposophischen Pädagogen und NS-Widerstandskämpfers Hubert Bollig.
Werk Bolligs künstlerisches Werk umfasst Skulpturen, Installationen, Fotografien sowie Aktionen im öffentlichen Raum. Sie arbeitet an Langzeitprojekten, in denen sie sich mit materieller Kultur, Handwerk und Parallelökonomien beschäftigt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit dem Projekt Errors in Production, das sich Fehlern in der industriellen Produktion widmet.
Auszeichnungen (Auswahl) 2005: DAAD-Stipendium Frankreich 2005: Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2008: IASPIS (International Artists Studio Program in Stockholm) 2010: Arbeitsstipendium der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz im Künstlerhaus Schloss Balmoral 2014: Arbeitsstipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen 2016: Arbeitsstipendium des Berliner Senats in der Cité Internationale des Arts Paris 2022: Neustart Kultur Projektförderung, Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler 2023: NeustartPlus-Stipendium, Stiftung Kunstfonds, Bonn
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen und Aktionen 2006: Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart 2008: 2 Zimmer für den Sandwich Man, Kunstraum München2 Zimmer für den Sandwich Man bei Artmap 2008: On the Spot #3, Badischer Kunstverein, KarlsruheOn the Spot #3 bei Badischer Kunstverein 2009: Körper und Objekte, Städtische Galerie im Kornhaus, Kirchheim/Teck 2010: Ohne Titel (Regional Kultur), öffentliche Plakatwände, Bad Ems 2012: Recreatión, Museo de Arte Contemporáneo, Santiago de Chile 2013: Walzrute, Kunstpreis der Stadt Walldorf 2021: Die Dinge II, RL 16, Berlin 2022: Zu verschenken, Projektraum n, Berlin
Gruppenausstellungen 2003: Einblicke, Haus der Kunst, München 2003: Real Presence, Museum des 25. Mai, Belgrad 2004: Deutschland sucht, Kölnischer Kunstverein 2004: Tätig Sein, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 2007: Your Latest Trick, Fehler #1, Jet, Berlin 2009: Optical Art from Brunswick, Kunstverein Wolfsburg 2009: Zeigen. Eine Audiotour durch Berlin (von Karin Sander), Temporäre Kunsthalle Berlin 2009: Failure, Kunsthalle Exnergasse, Wien 2012: Amateurism, Heidelberger KunstvereinAmateurism bei Heidelberger Kunstverein 2012: Getting it Wrong, das weisse haus, Wien 2012: Die erklärte Ausstellung, Kunstverein Kärnten, Klagenfurt 2012: km 500 4, Kunsthalle Mainz 2013: Public Abstraction, Private Construction, Kunstverein Arnsberg 2013: Cumuli – Zum Sammeln der Dinge, L40, Berlin 2015: Vous-avez dit bizarre?, Biennale Internationale du design de Saint-Étienne 2016: Les rencontres de la photographie d’Arles 2021: Day For Night, Kino Babylon, Berlin 2021: Zwischen den Dingen – Künstlerische Perspektiven zur materiellen Kultur der Gegenwart, Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien 2023: The Space Between, CLB Galerie, Berlin 2023: Perfectly Imperfect – Makel, Mankos und Defekte, Gewerbemuseum Winterthur
Veröffentlichungen Heike Bollig: On errors. Revolver Publishing|Revolver – Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-86588435-0. Heike Bollig: Formen öffentlicher Kommunikation – Heike Bollig. Badischer Kunstverein, Karlsruhe 2008. Heike Bollig: Ohne Titel (Regional Kultur). Künstlerhaus Schloß Balmoral, Bad Ems 2011.
Literatur Errors in production. In: ELSE Magazine Nr. 4, (Musée de l’Elysée), Lausanne 2012, S. 74–77. Anne-Laure Griveau: La belle imperfection. In: Marie Claire France. Paris, März 2016, S. 96. Erik Kessels. In: Volkskrant Magazine, Nr. 626, Amsterdam 2012. Erik Kessels: Failed It! Phaidon, London 2016, ISBN 978-0-71487119-6. Erik Kessels: Fast Perfekt. DuMont, Köln 2016, ISBN 978-3-83219913-5. Chris Köver: Ohne Titel (Regional Kultur). In: Missy Magazine, Berlin, Mai 2012, S. 30–35. Lisa Le Feuvre: Failure (Documents of Contemporary Art). Whitechapel Gallery, London 2010, ISBN 978-0-26251477-4. Susanne Schneider: Da stimmt doch was nicht. In: Süddeutsche Zeitung Magazin, München, 20. März 2020, S. 10–17. online
Dokumentarfilm Erfolgreich Scheitern. Dokumentarfilm von Constanze Griessler, Österreich 2017. Inhaltsangabe von 3sat.
Weblinks Internetpräsenz der Künstlerin Artforum Critics' Picks, 2008 Grid (Enamel), 2009, im Künstlerhaus Bremen Die Energie der Farben. in: Die Tageszeitung, 23. Mai 2009
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Frau