mini|Mädchen tanzen mit Mundschutz beim Besuch von Landwirtschaftsminister Martins in Taroman (15. Mai 2020)

Stand 14. November 2021Gesundheitsministerium Osttimors: Progressu no update kazu surtu COVID-19 ba públiku tomak atu asesu ba informasaun dadus ne'ebe rejistadu iha Komisaun Nasionál COVID-19., 14. November 2021, abgerufen am 14. November 2021. Infizierte (gesamt) aktuell Infizierte Neue Fälle in den letzten 24 Stunden Genesen Verstorben 19.809 12 0 19.675Zu den Genesenen werden 4 Fälle gezählt, die erst nach der Erkrankung als infiziert erkannt wurden. 122

Die COVID-19-Pandemie in Osttimor tritt als regionales Teilgeschehen des weltweiten Ausbruchs der Atemwegserkrankung COVID-19 auf und beruht auf Infektionen mit dem Ende 2019 neu aufgetretenen Virus SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren. Die COVID-19-Pandemie breitet sich seit Dezember 2019 von China ausgehend aus.Lungenärzte im Netz: . Online unter www.lungenaerzte-im-netz.de. Abgerufen am 14. April 2020. Ab dem 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ausbruchsgeschehen des neuartigen Coronavirus als Pandemie ein.Tagesschau: "Tief besorgt". WHO spricht von Corona-Pandemie, 11. März 2020, abgerufen am 14. April 2020.

Am 14. November 2021 hatte man in Osttimor 19.809 mit SARS-CoV-2 Infizierte registriert. Davon gelten 19.675 als genesen, wobei vier Personen dazu gezählt werden, bei denen man die Infektion erst im Nachhinein bestätigen konnte. 122 Menschen starben bisher in Osttimor an COVID-19. Aktuell sind 12 Personen infiziert, zehn davon in der Gemeinde Dili und zwei in Baucau. Seit dem 15. Mai 2020 galt Osttimor als frei von COVID-19. Erst am 4. August wurde ein neuer Krankheitsfall gemeldet.Lusa: Última Hora - Covid-19: Timor-Leste regista novo caso, primeiro desde 15 de maio (ATUALIZADA), 4. August 2020, abgerufen am 4. August 2020. Zwei weitere folgten bis zum 26. August. Die aktuellen Fälle wurden ab der zweiten Dezemberhälfte 2020 meist bei Einreisenden entdeckt. Danach breitete sich das Virus in Osttimor aus. Durch die zunehmende Ausbreitung der Delta-Variante stieg im August 2021 die Zahl der Infizierten und der Toten stark an, fiel aber ab Oktober wieder. Stand 14. November sind 52,0 % der Bevölkerung in Osttimor vollständig geimpft, weitere 25,3 % haben die erste Dosis erhalten. Ab Januar 2022 begann man mit Booster-Impfungen.Tatoli: , abgerufen am 3. Januar 2022.

Verlauf 2020 mini|Die damalige Vize-Gesundheitsministerin Amaral zeigt mit Agostinho Gomes, wie man sich in Zeiten der Corona-Epidemie ohne Händegeben begrüßt mini|Amaral berichtet in einer Pressekonferenz vom ersten Coronafall in Osttimor (21. März 2020) mini|Informationen zu Corona auf Tetum

Der erste Fall in Osttimor wurde am 21. März 2020 gemeldet.Lusa: Covid-19: Timorense destacado numa das embaixadas da Ásia infetado – MNE, 30. März 2020, abgerufen am 30. März 2020. Schon zuvor hatte die Angst vor der Krankheit Auswirkungen auf das Land und es wurden umfassende Vorbereitungen getroffen.Gesundheitsministerium Osttimors: Progressu no update kazu Surtu COVID-19 ba públiku tomak atu asesu ba informasaun dadus ne'ebe rejistadu iha Komisaun Nasionál COVID-19, 10. April 2020, abgerufen am 10. April 2020.

Die ersten Osttimoresen, die mit den Auswirkungen der Pandemie zu tun hatten, waren 17 Studenten, die an der Universität Wuhan studierten. Wuhan wurde von der chinesischen Regierung zunächst abgeriegelt, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die Studenten mussten drei Wochen in ihrem Wohnheim bleiben, bis sie am 5. Februar 2020, zusammen mit neuseeländischen Staatsbürgern und anderen Ausländern, mit einem Flug der Air New Zealand von Wuhan nach Auckland gebracht wurden. Dort kamen die Osttimoresen zunächst auf der , einer Halbinsel im Norden von Auckland, in Quarantäne.NZ Herald: Coronavirus: 190 people on NZ evacuation flight from China set for quarantine in Whangaparāoa and Australia, 5. Februar 2020, abgerufen am 6. Februar 2020.Tatoli: , abgerufen am 12. März 2020. Am 21. Februar durften sie nach Osttimor zurückkehren.Botschaft Neuseelands in Osttimor: Today the New Zealand Embassy and New Zealand community in Timor-Leste welcomed back the 17 Timorese students who have been in quarantine in New Zealand, and H.E Minister of Foreign Affairs and Cooperation Dionisio Babo Soares and delegation who travelled with them. We welcomed them with a Te Reo Māori song, or waiata, Tūtira mai which is a waiata about standing together and supporting one another. We are happy to see the joyful reunion of the students with their families., abgerufen am 21. Februar 2020.

Am 6. März wurde ein 43-jähriger Italiener isoliert, da man bei ihm eine COVID-19-Erkrankung vermutete. Der Krankheitsverdacht bestätigte sich nicht und der Mann wurde am 10. März aus der Quarantäne entlassen. Auch bei einem weiteren Ausländer waren die Testergebnisse aus Darwin (Australien) negativ. Am 18. März zählte man insgesamt fünf Verdachtsfälle, die sich alle als negativ erwiesen.Tempo Timor: COVID-19 IN TIMOR-LESTE: REALITIES AND RESPONSIBILITIES, 18. März 2020, abgerufen am 18. März 2020. Vor der geplanten Quarantänestation in der Klibur Domin Tibar Klinik protestierten Einheimische am 9. März. Als sie versuchten, Vize-Gesundheitsministerin Amaral und weiteren Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums den Weg zu versperren, wurden die Demonstranten von der Polizei mit Tränengas auseinandergetrieben. Proteste gab es auch an anderen möglichen Orten für Quarantäneeinrichtungen.

Am 20. März wurde der erste Verdachtsfall bei einer osttimoresischen Staatsbürgerin gemeldet. Die Frau war zuvor in Portugal und kehrte zurück in ihre Heimatstadt Baucau. Als sie Symptome zeigte, fuhr sie nach Dili und meldete sich bei den Gesundheitsbehörden. Im indonesischen Westtimor gab es zu diesem Zeitpunkt bisher 24 Verdachtsfälle, wovon sechs nach negativem Testergebnis aus der Beobachtung entlassen wurden. Einige liegen mit leichten Symptomen im Krankenhaus.Lusa: Covid-19: Autoridades testam primeiro caso suspeito de cidadã timorense, 20. März 2020, abgerufen am 20. März 2020.

Am 21. März berichtete Vize-Gesundheitsministerin Amaral vom ersten bestätigten Fall einer SARS-CoV-2-Infektion in Osttimor. Zuerst wurde gemeldet, dass es sich um einen Osttimoresen handelt, der aus dem Ausland zurückkam. Später hieß es, dass der Infizierte ein Ausländer sei. Er hatte leichte Symptome und wurde von den Behörden isoliert.Gesundheitsministerium Osttimors: Rezultadu teste ba COVID-19 pozitivu 1 (ida) iha Timor-Leste., 21. März 2020, abgerufen am 21. März 2020. Am 30. März wurde gemeldet, dass der Patient auch ohne Medikation nun wieder ohne Symptome sei.Tempo Timor: Covid-19 patient is recovered, 30. März 2020, abgerufen am 5. April 2020. Portugiesen und andere Ausländer berichteten inzwischen vermehrt davon, wegen COVID-19 von Einheimischen angepöbelt worden zu sein.Lusa: Covid-19: Situação de professores portugueses em Timor-Leste está a ser acompanhada, 22. März 2020, abgerufen am 22. März 2020. Auch gegen chinesischstämmige Händler gab es Drohungen, weswegen mehrere Geschäfte schlossen.Lusa: Covid-19: Lojas chinesas, espaços comerciais e de restauração começam a fechar em Díli, 23. März 2020, abgerufen am 23. März 2020.

mini|Kabinettssitzung am 24. März 2020. Um genügend Abstand zu wahren, finden sie nun im Centro de Convenções de Díli statt

Am 22. März ging die Polizei und die Autoridade da Inspeção e Fiscalização das Atividades Económicas e Segurança Alimentar (AIFAESA) erstmals gegen Wucherei im Zusammenhang mit Corona vor. Sieben Händler wurden in Dili verhaftet. Sie hatten Masken, die zuvor 50 Cent pro Packung gekostet hatten, für 2,50 US-Dollar angeboten.Tatoli: , abgerufen am 22. März 2020. Am selben Tag wurde eine striktere Quarantäneregelung für einreisende Personen eingeführt. 93 Personen (Osttimoresen und Ausländer) wurden für 14 Tage im Hotel Novo Horizonte in Meti Aut einquartiert. Anwohner begannen daraufhin mit Protesten. Sie kappten die Strom- und Wasserleitungen des Hotels. Abends bewarfen zumeist Jugendliche das ebenfalls zur Quarantäne genutzte Hotel Audian im Stadtzentrum Dilis mit Steinen.Lusa: Covid-19: Protestos marcam imposição de quarentena a passageiros em Timor-Leste, 22. März 2020, abgerufen am 22. März 2020.Tatoli: , abgerufen am 22. März 2020.Lusa: Covid-19: Novos protestos em segundo local de quarentena em Díli, 22. März 2020, abgerufen am 22. März 2020. Die Polizei verstärkte daher den Schutz für die beiden Hotels.Lusa: Covid-19: Polícia timorense reforçou segurança nos locais de quarentena e isolamento, 23. März 2020, abgerufen am 23. März 2020.

Ende März gab es in Dili einige geschlossene Geschäfte und Restaurants, vor allem von chinesischstämmigen Besitzern. Offene Läden boten vor der Tür Möglichkeiten zum Händewaschen. Allgemein waren weniger Menschen unterwegs. Stärker war der Verkehr aus der Stadt hinaus und bei dren großen Lagerhäusern, wo Reis verkauft wird, das wichtigste Grundnahrungsmittel in Osttimor. Mangel an bestimmten Waren gibt es derzeit noch keinen, allerdings stieg der Preis für Reis und andere Produkte an. Gesichtsmasken sind zu einem alltäglichen Bild in der Stadt geworden. Hier dienen Politiker als Vorbild.Lusa: Covid-19: Movimento em Díli começa a baixar como reação à pandemia, abgerufen am 25. März 2020.

mini|Desinfektionen auf der Straße in Osttimor

Am 25. März wurde eine weitere Quarantäneeinrichtung in Batugade, beim Grenzübergang zu Indonesien eröffnet. Dort wurden 20 Osttimoresen, wegen Nichteinhaltung der 14-Tage-Quarantäne verhaftet, vier indonesische Staatsbürger am Grenzübergang bei Suai.Lusa: Covid-19: Polícia timorense faz detenções na fronteira por incumprimento de medidas de quarentena, 25. März 2020, abgerufen am 26. März 2020.

Im Hotel Aubian beschwerten sich am 26. März Insassen, dass sie zu zweit oder zu dritt in der Quarantänestation untergebracht wurden, womit kein Mindestabstand zueinander eingehalten werden kann. Zudem mangle es an der Sauberkeit im Hotel und Schutzmaßnahmen gegen Mücken fehlten, sodass man den Ausbruch von Dengue und anderen Krankheiten befürchte.Tatoli: , abgerufen am 27. März 2020. Am selben Tag begannen die Arbeiten am Hospital Nacional Guido Valadares (HNGV) zur Einrichtung eines eigenen pathologischen und mikrobiologischen Labors zur Untersuchung von Proben auf COVID-19. Die Kosten von 350.000 US-Dollar übernahmen die Menzies School of Health Research, die australische und die britische Regierung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte eine PCR-Arbeitsstation (PCR-hood) zur Verfügung. Weiteres Material und Know-how kam aus Australien. Bisher wurden Proben nach Australien ausgeflogen und im Royal Darwin Hospital geprüft.Tatoli: , abgerufen am 26. März 2020. Am 29. März nahm das Labor die Arbeit auf.Tatoli: , abgerufen am 29. März 2020. Seit dem 4. Mai arbeitet es vollkommen autonom, ohne dass die Ergebnisse nochmals in Darwin überprüft werden.Covid-19: Laboratório Nacional de Timor-Leste já com autonomia nos testes, 7. Mai 2020, abgerufen am 7. Mai 2020.

Durch die weltweiten Einbrüche an den Finanzmärkten schrumpfte der Wert des nationalen Erdölfonds bis zum 27. März um 1,8 Milliarden US-Dollar. Der parallel fallende Erdölpreis senkte zudem die Einnahmen des Staates.Macau Business: East Timor: Petroleum Fund loses US$1.8bln due to Covid-19, 27. März 2020, abgerufen am 30. März 2020.

Am 29. März führten zahlreiche Osttimoresen in Metinaro eine traditionelle Zeremonie durch, damit das Land von COVID-19 verschont bleibt. Die Veranstaltung erntete Kritik, da die Teilnehmer keine Schutzmasken trugen und nicht genügend Abstand zueinander einhielten.Tatoli: , 29. März 2020. Am selben Tag vereinbarte das Gesundheitsministerium mit dem Hotel Vila Verde die Nutzung von Zimmern zur Unterbringung von Quarantänepatienten.Tatoli: , abgerufen am 29. März 2020.