mini|hochkant|Visar Morina (2026) Visar Morina (* 1979 in Pristina) ist ein im Kosovo geborener und seit seiner Jugend in Deutschland lebender Filmregisseur und Drehbuchautor, der sowohl für seine Kurzfilme als auch seine Langfilme mit zahlreichen deutschen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde.
Leben Visar Morina, der 1979 in Pristina im Kosovo geboren wurde, der damals zu Jugoslawien gehörteExil / Exile. In: berlinale.de. Abgerufen am 4. März 2020., kam mit 15 Jahren nach Deutschland.Hannah Pilarczyk: "Exil"-Filmemacher über Migranten im Kino: "Wir fragen uns ständig, wohin wir gehören". In: Der Spiegel, 22. August 2020. Zwischen 2000 und 2004 arbeitete er an verschiedenen Film- und Theaterprojekten, unter anderem als Regieassistent an der Volksbühne Berlin. Anschließend studierte er Regie und Drehbuch an der Kunsthochschule für Medien Köln.Kaspar Heinrich: Fluchtdrama „Babai“: Nicht ohne meinen Vater. In: Spiegel Online, 8. März 2016. Sein Abschlussfilm Der Schübling feierte beim Max Ophüls Festival seine Premiere und wurde auch auf ARTE ausgestrahlt. Nach dem Abschluss des Studiums im Jahr 2009 drehte er seinen letzten Kurzfilm Von Hunden und Tapeten, der 2013 im Internationalen Wettbewerb in Locarno lief und unter anderem für den Deutschen Kurzfilmpreis 2014 nominiert war.Vita von Visar Morina. In: daserste.de. Abgerufen am 4. März 2020.
Auf diese Kurzfilme folgte 2014 Morinas Langfilmdebüt Babai als Regisseur und Drehbuchautor. In der Vater-Sohn-Geschichte erzählt er von dem 10-jährigen Nori und seinem alleinerziehender Vater Gesim, die in einer ländlichen Region des Kosovo leben. Sie durchstreifen die Straßen, verkaufen Zigaretten und verdienen kaum ihren Lebensunterhalt. Als Gezim wenige Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer nach Deutschland gelockt wird, lässt er seinen Sohn auf der Suche nach einem neuen Leben zurück, doch Nori begibt sich auf der Suche nach seinem Vater auf eine gefährliche Reise nach Deutschland. Morina erinnert sich. „Es gibt kaum Szenen in dem Film, die ich nicht selbst oder aber im unmittelbaren Umfeld erlebt habe.“Babai – Mein Vater auf tittelbach.tv, abgerufen am 29. Mai 2025 Babai war 2016 der Oscar-Beitrag des Kosovo und kam im März 2016 in die deutschen Kinos.
Morinas zweiter Langfilm Exil feierte im Januar 2020 beim Sundance Film Festival seine Premiere2020 Sundance Film Festival: 118 Feature Films Announced. In: sundance.org, 4. Dezember 2019. In: sundance.org. Abgerufen am 21. Dezember 2019. (PDF; 1,1 MB) und wurde im Februar 2020 im Rahmen der Filmfestspiele in Berlin in der Sektion Panorama vorgestellt.Panorama 2020: (Un)common Grounds. In: berlinale.de. Abgerufen am 17. Dezember 2019.Jochen Müller: Erste Filme für Berlinale 2020. In: Blickpunkt:Film, 17. Dezember 2019. Das Drehbuch zu Exil wurde bereits 2018 mit dem Deutschen Drehbuchpreis ausgezeichnet. Noch vor der Premiere seines Films in Sundance wurde Morina gemeinsam mit u. a. den Regiekolleginnen Nora Fingscheidt (Systemsprenger), Leonie Krippendorff (Kokon) und Sudabeh Mortezai (Joy) vom amerikanischen Branchenblatt Variety zu den „10 Europeans to Watch 2020“ gezählt. Im Oktober 2020 wurde bekannt, dass Exil von Kosovo als Beitrag für die Oscarverleihung 2021 in der Kategorie Bester Internationaler Film eingereicht wurde.Leo Barraclough: 'Exil', 'Beginning' Selected for Oscars’ International Feature Film Race. In: Variety, 9. Oktober 2020.
2026 wurde sein Film Von Scham und Geld beim Sundance Filmfestival uraufgeführt und gewann beim Filmfest München den Wettbewerb CineMasters.
Filmografie (Auswahl) 2010: Der Schübling (Kurzfilm) 2013: Von Hunden und Tapeten (Kurzfilm) 2015: Babai 2020: Exil 2021: Flüstern in stehenden Zügen (gestreamter Live-Film, Münchner Kammerspiele) 2026: Von Scham und Geld (Shame and Money)
Auszeichnungen (Auswahl) Baumi Script Development Award 2022: Auszeichnung (Hatixhe and Shaban)https://beta.blickpunktfilm.de/details/472169
Crossing Europe 2016: Auszeichnung mit dem Crossing Europe Award (Babai)Babai. In: crossingeurope.at. Abgerufen am 4. März 2020.
Deutscher Drehbuchpreis 2018: Auszeichnung mit der Goldenen Lola (Exil)
Deutscher Kurzfilmpreis 2014: Nominierung als Bester Kurzfilm (Von Hunden und Tapeten)
Fernsehfilmfestival Baden-Baden 2016: Auszeichnung mit dem MFG Star (Babai)
Filmfestival Cottbus 2015: Auszeichnung mit dem First Work Award der Studentenjury (Babai)Babai. In: filmfestivalcottbus.de. Abgerufen am 4. März 2020.
Filmfest München 2015: Auszeichnung mit dem One Future Preis (Babai) 2015: Auszeichnung mit dem Young German Cinema Award für Regie (Babai) 2015: Auszeichnung für das Beste Drehbuch (Babai) 2026: Auszeichnung im Wettbewerb CineMasters (Von Scham und Geld)
Förderpreis Neues Deutsches Kino 2015: Auszeichnung mit dem Förderpreis Regie (Babai) 2015: Auszeichnung mit dem Förderpreis Drehbuch (Babai)
Internationales Filmfestival Karlovy Vary 2015: Auszeichnung für die Beste Regie (Babai) 2015: Auszeichnung Label Europa Cinemas (Babai) 2015: Nominierung für den Kristallglobus (Babai)
Locarno Film Festival 2013: Nominierung für den Pardino d’oro - Leopards of Tomorrow im internationalen Wettbewerb (Von Hunden und Tapeten)
Prague International Film Festival – Febiofest 2021: Auszeichnung mit dem Amnesty International Febiofest Award (Exil)Martin Kudláč: 'Charter' snags the top prize at Febiofest Prague. In: cineuropa.org, 29. September 2021.
Preis der deutschen Filmkritik 2017: Nominierung für das Beste Spielfilmdebüt (Babai) 2021: Nominierung als Bester Spielfilm (Exil) 2021: Nominierung für das Beste Drehbuch (Exil)Sieben filmstiftungsgeförderte Produktionen für Preis der deutschen Filmkritik nominiert. In: filmstiftung.de, 27. Januar 2021.
Sarajevo Film Festival 2020: Auszeichnung als Bester Film mit dem Heart of Sarajevo (Exil)Christopher Vourlias: Visar Morina’s 'Exile' Wins Top Prize at Sarajevo Film Festival. In: Variety, 20. August 2020.
Sundance Film Festival 2020: Nominierung im World Cinema Dramatic Competition (Exil) 2026: Auszeichnung mit dem Grand Jury Prize im World Cinema Dramatic Competition (Shame and Money)
Tirana International Film Festival 2010: Auszeichnung mit dem Jury Award als Best Fiction Short Film (Der Schübling)
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