mini|hochkant=2.1| Der 400-Meter-Lauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2016 wurde vom 6. bis 8. Juli 2016 im Olympiastadion der niederländischen Hauptstadt Amsterdam ausgetragen.
Europameisterin wurde die italienische Titelverteidigerin Libania Grenot. Sie gewann vor der Französin Floria Gueï. Bronze ging an die Britin Anyika Onuora.
Bestehende Rekorde Weltrekord 47,60 s Canberra, Australien 6. Oktober 1985, sport-record.de (englisch), abgerufen am 21. März 2023 Europarekord Meisterschaftsrekord 48,16 s EM Athen, Griechenland 8. September 1982 Der bereits seit 1982 bestehende EM-Rekord blieb auch nach diesen Europameisterschaften ungefährdet. Die schnellste Zeit erzielte die spätere Europameisterin Libania Grenot aus Italien im Halbfinale mit 50,43 s, womit sie 2,27 s über dem Rekord blieb. Zum Welt- und Europarekord fehlten ihr 2,83 s.
Doping In diesem Wettbewerb gab es einen Dopingfall.
In einem Dopingtest vom 5. Juli 2016 der Ukrainerin Olha Semljak, die hier im Halbfinale ausgeschieden war, wurde eine deutlich zu hohe Testosteron-Konzentration festgestellt. Da ihr bereits vorher einmal ein Dopingbetrug nachgewiesen worden war, erhielt sie eine Sperre von nicht vier, sondern acht Jahren vom 5. Juli 2016 bis 4. Juli 2024, alle ihre seit der positiven Dopingprobe erzielten Resultate wurden annulliert.Olha Zemlyak (W), dopingsanctions.com (englisch), abgerufen 18. März 2023Ukrainian sprinters fail in bid to get drugs bans overturned at CAS, insidethegames.biz 29. März 2019 (englisch), abgerufen 18. März 2023
Da Olha Semljak als eine der elf stärksten Athletinnen der europäischen Jahresbestenliste erst im Halbfinale in den Wettbewerb eingestiegen war, hatte sie in der Vorrunde niemandem das Startrecht für das Semifinale genommen. So kam es hier wenigstens nicht zu gravierenden Benachteiligungen für andere Athletinnen.
Durchführung Für diese Disziplin kam zum ersten Mal ein neuer Austragungsmodus zur Anwendung. Die elf stärksten Athletinnen der europäischen Jahresbestenliste mussten in der Vorrunde noch nicht antreten, sondern stiegen erst im Halbfinale ein.
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: DNF Wettkampf nicht beendet (did not finish) DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert ‡ eine der elf schnellsten Sprinterinnen der Jahresbestenliste (Markierung verwendet im Halbfinale)
Vorrunde Die Vorrunde wurde in drei Läufen durchgeführt. Die ersten drei Athletinnen pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus vier zeitschnellsten Läuferinnen – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale.
Vorlauf 1 6. Juli 2016, 13:10 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Christine Ohuruogu 52,69 2 Gunta Latiševa-Čudare 53,36 3 Aauri Bokesa 53,46 4 Maria Benedicta Chigbolu 53,51 5 Iveta Putalová 53,96 6 Sanda Belgyan 54,33 7 Claire Mooney 55,66
Vorlauf 2 mini|hochkant=0.6| 6. Juli 2016, 13:16 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Nicky van Leuveren 52,45 2 Patrycja Wyciszkiewicz 52,79 3 Adelina Pastor 53,03 4 Benedicte Hauge 53,13 5 Ánna Vasilíou 53,98 6 Laura Bueno 54,01 7 Vijona Kryeziu 56,04
Vorlauf 3
6. Juli 2016, 13:22 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Lisanne de Witte 52,84 2 Irini Vasilíou 53,86 3 Sinead Denny 53,95 4 Ilona Ussowitsch 54,58 5 Marta Milani 55,85 Indira Terrero
Halbfinale Aus den drei Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten beiden Athletinnen – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus zwei zeitschnellsten Läuferinnen – hellgrün unterlegt – für das Finale.
Lauf 1 mini|hochkant=0.5| 7. Juli 2016, 17:35 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Floria Gueï ‡ 51,01 2 Christine Ohuruogu 51,35 3 Nicky van Leuveren 52,02 4 Justyna Święty ‡ 52,34 5 Maria Benedicta Chigbolu 52,69 6 Olha Bibik ‡ 53,02 7 Gunta Latiševa-Čudare 53,11 8 Ánna Vasilíou 53,72
Lauf 2
7. Juli 2016, 17:42 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Anyika Onuora ‡ 51,84 2 Tamara Salaški ‡ 52,27 3 Lisanne de Witte 52,37 4 Ruth Sophia Spelmeyer ‡ 52,40 5 Patrycja Wyciszkiewicz 52,92 6 Iveta Putalová 54,04 7 Benedicte Hauge 55,50 DOP Olha Semljak ‡ 52,58
Lauf 3
7. Juli 2016, 17:49 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Libania Grenot ‡ 50,43 2 Małgorzata Hołub ‡ 51,67 3 Aauri Bokesa 52,39 4 Cátia Azevedo ‡ 52,46 5 Julija Olischewska ‡ 52,54 6 Irini Vasiliou 52,58 7 Adelina Pastor 52,90 8 Sinead Denny 53,27
Finale mini|hochkant=1.3| 8. Juli 2016, 20:25 Uhr PlatzNameNationZeit (s) 1 Libania Grenot 50,73 2 Floria Gueï 51,21 3 Anyika Onuora 51,47 4 Christine Ohuruogu 51,55 5 Małgorzata Hołub 51,89 6 Justyna Święty 51,96 7 Tamara Salaški 52,23 8 Nicky van Leuveren 52,76
Weblinks 06–10 JUL 2016, European Championships, Results, european-athletics.com, abgerufen am 21. März 2023 Ergebnisse Europameisterschaften Amsterdam (Niederlande), 06.07 - 10.07.2016, leichtathletik.de, abgerufen am 21. März 2023 Women 400m Athletics XXIII European Championships 2016 Amsterdam (NED), todor66.com, abgerufen am 21. März 2023 European Championships - Statistics Handbook Athletics, 24th European Athletics Championships Amsterdam NED 06–10 JUL 2016 Olympisch Stadion, Women 400m, S. 712, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 21. März 2023 Track and Field Statistics, XXIII European Championship, Amsterdam 2016, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 21. März 2023
Videolink 204 Libania Grenot 400m FINAL Women's European Athletics Championships Amsterdam 2016 HD, youtube.com, abgerufen am 21. März 2023
Einzelnachweise und Anmerkungen
400 m Frauen