Die Gliederung des Heeres der Bundeswehr in der Heeresstruktur 1 beschreibt die Truppenteile des Heeres in der Heeresstruktur 1.

Die Heeresstruktur 1 bezeichnete die Gliederung zwischen der Wiederbewaffnung und der Umgliederung in die Heeresstruktur 2 im . Besonderes Merkmal der Heeresstruktur 1 war die Gliederung in Kampfgruppen nach amerikanischen Vorbild.

Vorbemerkungen Gliederung, Aufbau und Quellenlage Da sich die Aufstellung neuer Truppenteile in der Heeresstruktur 1 sehr dynamisch vollzog, Truppenteile in dieser Heeresstruktur in kurzer Folge teils mehrfach geteilt, umbenannt, aufgelöst, anderen Truppenteilen unterstellt und verlegt wurden, ist jeweils für jeden Großverband wenn möglich ein spezifischer Betrachtungszeitpunkt angegeben. Zu beachten ist, dass der Stichtag nicht für alle Verbände identisch ist. Die Gesamtgliederung kann daher nur prinzipiell verstanden werden. Sie spiegelt also nicht eine Gesamtgliederung des Heeres zu einem spezifischen (einheitlichen) Stichtag wider. Daher können einige Truppenteile – insbesondere auf Bataillons-, Regiments- und Kompanieebene – in der Liste mehrfach und mit verschiedenen Unterstellungen aufgelistet werden. Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass die Kampfgruppen anders als die späteren Brigaden nicht bereits im Frieden organisch über fest zugewiesene Verbände und Einheiten verfügten, sondern vorrangig ad hoc je nach Lage zusammengestellte Verbände waren. Entsprechend konnten die hier angegebenen unterstellten Truppenteile kurzfristig auch anderen Stäben unterstellt werden.

Aus diesen systematischen Gründen sind auf dieser Ebene auch nicht alle Truppenteile aufgezählt, die jemals während der Heeresstruktur 1 ausgeplant waren. Insgesamt ist die Quellenlage (z. B. die Anzahl verfügbarer Verbandschroniken) für die Heeresstruktur 1 als lückenhaft zu beurteilen; später Heeresstrukturen sind weitaus besser dokumentiert.

Nummerierungssystematik Eine einheitliche Nummerierungssystematik, wie sie in den späteren Heeresstrukturen üblich war, ist bis zur Ebene Kampfgruppen erkennbar, darüber hinaus aber nur ansatzweise.

Umfang des Heeres Planungen für die Heeresstruktur 1 sahen zwölf Divisionen und einen Friedensumfang des Feldheeres bis Ende von 195.000 Soldaten vor. Der geplante Umfang der Heeresstruktur 1 wurde bis (Zeitpunkt der Umgliederung in die Heeresstruktur 2) jedoch nicht erreicht. Ende 1958 betrug die tatsächliche Stärke des Heeres „nur“ etwa 100.000 Mann. In der Heeresstruktur 1 konnten sechs Grenadier– und Panzerdivisionen in Dienst gestellt werden. Allerdings erhielt nicht jede Division genug Material und Personal, um jede ihrer drei geplanten Kampfgruppen aufstellen zu können. Die Aufstellung der 7. Division kam nicht über Ansätze hinaus. Bei der Aufstellung der 8. Division (entsprach der 1. Gebirgsdivision) und der 9. Division (entsprach der 1. Luftlandedivision) beschränkte man sich zunächst auf die Aufstellung von zwei Kampfgruppen.

Übergeordnete Führung Nach dem NATO-Beitritt der Bundesrepublik Deutschland wurden die im Folgenden gelisteten, den Korps nachgeordneten Verbände, frühzeitig durch Kommandostäbe der NATO geführt. Bis zur endgültigen Aufstellung der Truppenteile und der damit einhergehenden Assignierung, i. e. der Integration in die NATO-Kommandostruktur, waren die Truppenteile zunächst aber noch dem Inspekteur des Heeres nachgeordnet. Diese nicht der NATO assignierten Truppenteile, ebenso wie die Truppenteile auf Ebene der obersten Heeresführung blieben (auch im Kriegsfall) unter nationaler Führung – blieben also dem Bundesministerium der Verteidigung bzw. dem Führungsstab der Streitkräfte und dem Führungsstab des Heeres nachgeordnet. Dieser Bereich war also nicht in die NATO-Kommandostruktur integriert.

Das Territorialheer in der Heeresstruktur 1 Nicht einbezogen sind die Truppen des Territorialheeres, denn diese dem Kommando Territoriale Verteidigung nachgeordneten Truppenteile zählten in der Heeresstruktur 1 nicht zum Heer, sondern bildeten neben dem Heer einen eigenen Bereich der Bundeswehr. In der Heeresstruktur 1 waren im Territorialheer aber auch erst wenige Truppenteile ausgeplant, weil zwangsläufig erst wenige Reservisten (d. h. insbesondere gediente Wehrpflichtige oder gediente Soldaten auf Zeit) zur Verfügung standen.

Hinweis zu den Verbandsabzeichen und internen Verbandsabzeichen Für interne Verbandsabzeichen wurde erst etwa Mitte der 1980er Jahre offiziell eine Tragegenehmigung erteilt. Sie sind daher nicht dargestellt. Die aufgezählten Truppenteile oder die in ihrer Tradition stehenden „Nachfolger“ könnten jedoch inoffiziell bereits wappenähnliche Abzeichen geführt haben bzw. ab Mitte der 1980 offiziell erhalten haben. Verbandsabzeichen für Großverbände wurden erst in der Heeresstruktur 2 in die Truppe eingeführt. Nur Angehörige der Luftlandetruppe und Gebirgstruppe trugen Ärmelabzeichen zur Kennzeichnung der Dienstgradgruppe und ihrer Zugehörigkeit zur Gebirgs- oder Luftlandetruppe, die bereits den später eingeführten Verbandsabzeichen der Gebirgs- und Luftlandedivision ähnelten.

Oberste Heeresführung 25px|kein internes Verbandsabzeichen Inspekteur des Heeres / Führungsstab des Heeres, Bonn 25px|kein internes Verbandsabzeichen Truppenamt, Köln () 25px|kein internes Verbandsabzeichen Stammdienststelle des Heeres, Köln (ab ) Schulen des Heeres (Gliederung ) 25px|kein internes Verbandsabzeichen Infanterieschule, Hammelburg 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzertruppenschule, Munster Hinweis: ab unterstand die Panzerlehrkampfgruppe in Munster (zur Gliederung siehe unten) 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierschule, Munster 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzeraufklärerschule, Bremen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerjägerschule, Bremen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Artillerieschule, Idar-Oberstein 25px|kein internes Verbandsabzeichen Pionierschule, München 25px|kein internes Verbandsabzeichen Fernmeldeschule des Heeres, Sonthofen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Heeresfliegerabwehrschule, Rendsburg 25px|kein internes Verbandsabzeichen Sanitätsschule, München 25px|kein internes Verbandsabzeichen ABC-Abwehrschule, Sonthofen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Feldjägerschule, Sonthofen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Quartiermeisterschule, Andernach 25px|kein internes Verbandsabzeichen Luftlande- und Lufttransportschule, Altenstadt 25px|kein internes Verbandsabzeichen Feldzeugtruppenschule, Sonthofen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Gebirgs- und Winterkampfschule, Mittenwald 25px|kein internes Verbandsabzeichen Heeresoffizierschule I, Hannover 25px|kein internes Verbandsabzeichen Kommando Depotorganisation (Heer), Bad Neuenahr-Ahrweiler (Gliederung ) 25px|kein internes Verbandsabzeichen Depot-Gruppenstab Nord, Lingen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Depot-Gruppenstab Süd, Germersheim

Panzerlehrkampfgruppe Hinweis: Die Panzerlehrkampfgruppe wurde zum aufgestellt und der Panzertruppenschule als Lehrtruppe unterstellt. 25px|kein internes Verbandsabzeichen Stab/Stabskompanie Panzerlehrkampfgruppe, Munster

I. Korps Hinweis: Bis zum wurde der Stab des späteren Korps als „Heeresstab I“ bezeichnet. Die 7. Panzerdivision (7. Division) war bis Dezember 1958 dem I. Korps unterstellt und wechselte dann zum III. Korps.

25px|kein internes Verbandsabzeichen Stab I. Korps, Münster Korpstruppen

1. Grenadierdivision 25px|kein internes Verbandsabzeichen Stab 1. Grenadierdivision, Hannover

Divisionstruppen 1. Grenadierdivision (Gliederung )

25px|kein internes Verbandsabzeichen Fernmeldebataillon 1, Hannover 25px|kein internes Verbandsabzeichen Pionierbataillon 1, Hamburg-Harburg 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 1, Dedelstorf 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzeraufklärungsbataillon 5, Dannenberg (Elbe)/Hemer/Fritzlar 25px|kein internes Verbandsabzeichen Flugabwehrbataillon 1, Hannover 25px|kein internes Verbandsabzeichen Artillerieregiment 1, Hannover

Kampfgruppe A 1 (Gliederung Anfang )

25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Kampfgruppe A 1, Hannover 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 1, Augustdorf 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 1, Hannover 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 11, Wolfenbüttel 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 21, Hannover 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 61, Braunschweig

Kampfgruppe B 1 (Gliederung Anfang )

Hinweis: Die folgende Auflistung beschreibt die Gliederung der „neuen“ Kampfgruppe B 1, die zum neu aufgestellt wurde. Zum wurde der „alte“ Kampfgruppenstab B 1 zum „neuen“ Kampfgruppenstab B 6 umgegliedert und wechselte entsprechend von der 1. Grenadierdivision zur 6. Grenadierdivision – siehe dort.

25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Kampfgruppe B 1, Hildesheim 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 1, Hannover 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 21, Hannover 25px|kein internes Verbandsabzeichen Feldartilleriebataillon 15, Hildesheim

Kampfgruppe C 1 (Gliederung Anfang )

25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Kampfgruppe C 1, Nienburg/Weser 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerpionierkompanie 30, Minden 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerjägerbataillon 1, Nienburg/Weser 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 33, Munster 25px|kein internes Verbandsabzeichen Versorgungsbataillon 36, Loccum 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 51, Nienburg/Weser

3. Panzerdivision Hinweis: Der Aufstellungsstab der 6. Grenadierdivision war vom bis zum bei der 3. Panzerdivision aufgehängt. Am wurde der Aufstellungsstab zum Stab der 6. Division. Truppenteile der 3. Panzerdivision waren für den Einsatz für LANDENMARK vorgesehen.

25px|kein internes Verbandsabzeichen Stab 3. Panzerdivision, Buxtehude (bis Hamburg)

Divisionstruppen 3. Panzerdivision (Gliederung ca. )

25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 3 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 13, Schleswig 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 3, Hamburg 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 13, Flensburg 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzeraufklärungsbataillon 3, Lingen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerjägerbataillon 3, Neumünster 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerartillerieregiment 3, Bremen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerflugabwehrartilleriebataillon 3, Schleswig 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerpionierbataillon 3, Schleswig 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerfernmeldebataillon 3, Kiel/Hamburg 25px|kein internes Verbandsabzeichen Sanitätsbataillon 3, Bad Eilsen 25px|kein internes Verbandsabzeichen Leichte Fahrzeuginstandsetzungskompanie 3 25px|kein internes Verbandsabzeichen Feldjägerkompanie 3, Sonthofen/Hamburg

Kampfgruppe A 3 (Gliederung zum )

25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Kampfgruppe A 3, Hamburg

Panzerkampfgruppe B 3 (Gliederung )

25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Panzerkampfgruppe B 3, Schwanewede 25px|kein internes Verbandsabzeichen Stabskompanie, Schwanewede 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 13, Flensburg/Boostedt 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 13, Schleswig/Hemer 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 23, Hamburg/Schwanewede 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 23, Hamburg/Schwanewede

Panzerkampfgruppe C 3 Hinweis: Die Panzerkampfgruppe C 3 wurde zur Aufstellung der 7. Panzerdivision (7. Division) (Aufstellung ab Mitte ) herangezogen und aus der 3. Panzerdivision herausgelöst.

(Gliederung )

25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Panzerkampfgruppe C 3, Unna