Heinlewischer Partnerschaft freier Architekten mbB (Eigenschreibweise: heinlewischer, mit kleinem Anfangsbuchstaben) ist ein international tätiges Architekturbüro,Siehe das 1962 von Erwin Heinle und Robert Wischer gegründet wurde. Elf Partner und mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten an fünf Standorten in Deutschland und Polen (Stand: 2025). Zu den bekanntesten Werken zählen das Olympische Dorf in München und der Neubau der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin.
Geschichte und Organisation Erwin Heinle und Robert Wischer lernten sich im Studium an der Technischen Hochschule Stuttgart kennen. Sie arbeiteten bei der Planung des ersten Kollegiengebäudes dieser Hochschule zusammen, beide als Mitarbeiter im Büro der Professoren Rolf Gutbier (1903–1992), Curt Siegel (1911–2004) und Günter Wilhelm (1908–2004).Siehe die biografischen Angaben bei Zum Architekten und Hochschullehrer G. Wilhelm siehe Ferner Es folgte 1962 die gemeinsame Arbeit bei der Planung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Erwin Heinle brachte seine Erfahrungen vom Stuttgarter Fernsehturm und vom Haus des Landtags ein, Robert Wischer seine Erfahrungen im Krankenhausbau.
1962 entstand die paritätische Sozietät der freien Architekten Heinle und Wischer,Unternehmensinfo kompakt (Crefonummer 7330150008) zum Unternehmen, abgerufen in der Datenbank von Creditreform am 14. April 2022. die sich ab 1969 zu einer größeren Partnerschaft weiterentwickelte.
Das Büro wurde 1967 Dritter im nationalen Architektenwettbewerb für die XX. Olympischen Spiele 1972. Es erhielt 1968 den Planungsauftrag für das Olympische Dorf München. Nach Kritik am Fehlen eines weiteren öffentlichen Wettbewerbs für das olympische Dorf führten Heinle und Wischer einen bürointernen Wettbewerb in Form einer mehrstufigen Optimierung durch, die erstmals in dieser Größenordnung in der Architektur angewendet wurde.Umfassend hierzu Siehe auch
Neben dem Gründungsbüro in Stuttgart entstanden seit Ende der 1980er Jahre weitere Standorte in Berlin (1989), Köln (1991), Dresden (1993) und Breslau (2008).
Im März 2022 erfolgte die Umwandlung der Sozietät in die Heinle Wischer Partnerschaft freier Architekten mbB. Zum Januar 2025 wurde das Unternehmen in Heinlewischer Partnerschaft freier Architekten mbB umbenannt. Partner sind Hanno Chef-Hendriks, Davide Di Gaetano, Alexander Gyalokay, Thomas Heinle, Markus Kill, David Koenigsfeld, Jens Krauße, Christian Pelzeter, Barbara Schott, Edzard Schultz und Steffen Walter. Tochterunternehmen sind die Heinlewischer Gesellschaft für Generalplanung mbH (gegründet 1999, Sitz: Stuttgart) und die Heinle, Wischer und Partner Architekci Sp. z o.o. in Polen (gegründet 2008).
Arbeitsfelder Die Gesellschaft betätigt sich seit Gründung in einem breiten Aufgabengebiet. Dazu zählt die Planung und Realisierung von Bauten für Bildung und Forschung, Kultur, Gesundheit, Industrie, Verwaltung und Wohnen sowie das Bauen im Bestand und Ziel- und Entwicklungsplanungen.Siehe Die Planungsarbeiten beispielsweise zum Bundesministerium für Bildung und Forschung oder zum Zentrum für Operative Medizin II des Universitätsklinikums Düsseldorf erfolgten integral. BIM-gestützt wurde beispielsweise der Neubau für Viega durchgeführt. Das Architekturbüro setzt auch GeneralplanungsprojekteZur Generalplanung beim Bau siehe im In- und Ausland um.Siehe beispielsweise Ferner Hierbei kann es auf die Heinlewischer Gesellschaft für Generalplanung mbH zurückgreifen. Heinlewischer wird in nationalen und internationalen Rankings geführt (Baunetz, Sector Review).
Auszeichnungen (Auswahl)
Das Architekturbüro erhielt eine Reihe von Preisen, Auszeichnungen und Anerkennungen. Dazu gehören: 2016, Claudius-Höfe, Bochum: Deutscher Bauherrenpreis 2010, Giraffen- und Zebraanlage im Zoologischen Garten Dresden: BDA-Preis Sachsen 2010 2008, Zoologischer Garten Dresden, Neubau Futtermeisterei und Heuscheune: Erlweinpreis 2000, Landhaus Am Rupenhorn, Berlin: Ferdinand-von-Quast-Medaille 1968, ICI-Nylonfaserwerke, Östringen: BDA-Preis Industrie in der Landschaft
Baudenkmäler Einige Bauten sind mittlerweile Baudenkmäler: Fernmeldeturm Nürnberg (seit 2021) Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (seit 2017) Wohnhäuser Heinle und Wischer mit Architekturbüro in Stuttgart, erbaut 1966/67 (seit 2010) Olympisches Dorf München als Teil des Ensemble-Baudenkmals Olympiapark (seit 1998) und als Einzeldenkmal (seit 2020) Zentrale Hochschulsportanlage im Olympischen Dorf München (seit 1998) Fernsehturm Stuttgart (seit 1986) Haus des Landtags in Stuttgart (seit 1986)
Schriften Neubau Forschungszentrum MAIN. Materials, Architecture and Integration of Nanomembranes. Technische Universität Chemnitz. Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Dresden 2019, ISBN 978-3-00-062330-1. Erwin Heinle Best of. Zwischen Hochgebirge und Mittelmeer. Eine Ausstellung des Architekturbüros Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten in der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart vom 8. bis 16. September 2017. Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin 2018. Labor neu denken. Neukonzeption Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg. Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin 2013. ISBN 978-3-00-044499-9. 50 Jahre unverwechselbar, Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin 2012, ISBN 978-3-00-040270-8. Zoos, Bauen für Tiere. Zoos, Building for animals. Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin 2009. ISBN 978-3-00-028259-1. Robert Wischer: Vom Unikat zum Stadtbaustein. Gedanken zur Entwicklung des Krankenhauses. Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin 2008, ISBN 978-3-00-024338-7. India Healthcare. International competition. Six all India institutes of medical sciences like Apex Health Care Institutes. Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin 2007. ISBN 978-3-00-023570-2. OP der Zukunft. Städtisches Klinikum Brandenburg. Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin 2007, ISBN 978-3-00-023569-6. Robert Wischer, Hans-Ulrich Riethmüller: Zukunftsoffenes Krankenhaus. Ein Dialog zwischen Medizin und Architektur. Fakten, Leitlinien, Bausteine. Springer, Wien 2007, ISBN 978-3-211-25894-1. Erwin Heinle, Thomas Heinle: Bauen für Forschung und Lehre. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2001, ISBN 3-421-03296-3. Erwin Heinle, Jörg Schlaich: Kuppeln aller Zeiten – aller Kulturen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1996, ISBN 3-421-03062-6. Erwin Heinle, Fritz Leonhard: Türme aller Zeiten – aller Kulturen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1988, ISBN 3-421-02931-8. Robert Wischer, Hille Rau: Das Friesen-Konzept für das Krankenhaus und für das Gesundheitswesen von morgen. Karl Krämer Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-7828-4001-1. Robert Wischer, Wolfram Fuchs (Hrsg.): H VEN LC. Le Corbusiers Krankenhausprojekt für Venedig. Dietrich Reimer, Berlin 1985, ISBN 3-496-01027-4. Robert Wischer, Hille Rau: Ein- oder Mehrbettzimmer im Akutkrankenhaus. Analysen ihrer Tauglichkeit. Karl Krämer Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-7828-1483-5. Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten (Hrsg.): Eine Stadt zum Leben. Das Olympische Dorf München. Mit einer Beilage und Beiheft in englischer Sprache: A Town for Living in The Olympic Village Munich. Mit Textbeiträgen von Erwin Heinle, Gert A. Teuffel, Manfred Sack, Willi Daume. Heinrich Müller Verlag, Freudenstadt 1980, S. 26 f, ISBN 3-88366-040-X. Erwin Heinle, Max Bächer: Bauen in Sichtbeton. Dargestellt an 80 Bauten des In- und Auslandes. Mit Hinweisen für Planung und Ausführung. J. Hoffmann. Stuttgart 1966.
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Einzelnachweise
Kategorie:Architekturbüro (Deutschland) Kategorie:Unternehmensgründung 1962