Jenny Rissveds (* 6. Juni 1994 in Falun) ist eine schwedische Radrennfahrerin, die vor allem in Mountainbikerennen antritt. Sie gewann bei den Olympischen Sommerspielen 2016 Gold in der Disziplin Cross-Country.

Leben In ihrer Jugend startete Rissveds sowohl bei Mountainbike- wie auch bei Straßenrennen. Im Jahr 2010 gewann sie bei den Juniorinnen erstmals Goldmedaillen bei den schwedischen Meisterschaften. Bei den Mountainbike-Europameisterschaften 2013 errang sie Gold im Cross-Country Eliminator der Frauen sowie im olympischen Cross-Country die Silbermedaille im U23-Rennen. Bei den schwedischen Meisterschaften 2013 konnte sie auch in den Bahnradsportdisziplinen 500-m-Zeitfahren und Ausscheidungsfahren die Goldmedaille erzielen. Am 24. Oktober 2015 wurde sie schwedische Meisterin im Querfeldeinrennen. 2016 wurde sie U23-Weltmeisterin im Cross Country.

Olympische Sommerspiele 2016 Ihr erstes Weltcuprennen im Elitebereich gewann sie im Jahr 2016 in Lenzerheide. Rissveds trat im gleichen Jahr bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro in der Mountainbike-Disziplin Cross Country an. Im Wettbewerb bildete sie in der letzten Runde ein Ausreißerduo mit der Polin Maja Włoszczowska. Durch eine Attacke konnte Rissveds ihre Gegnerin abhängen und das Rennen und somit auch die Goldmedaille gewinnen.

Nach ihrem Erfolg bei den Olympischen Spielen kam es zu einem Streit mit dem schwedischen Radverband, da sie bei einer Teilnahme bei den Weltmeisterschaften Material des Sponsors der schwedischen Nationalmannschaft verwenden sollte. Es konnte zwar ein Kompromiss gefunden werden, aber sie wurde schlussendlich kein Mitglied des schwedischen Nationalteams.

Ausstieg aus dem Sport 2017 In die Saison 2017 startete Rissveds gemeinsam mit dem Schweizer Rennfahrer Thomas Frischknecht mit einem Sieg in der Mixed-Wertung des südafrikanischen Mountainbikerennens Cape Epic. Kurz darauf sagte sie ihre Teilnahme beim ersten Weltcup-Rennen der Saison ab. Auch bei den folgenden drei Rennen trat sie nicht an. Bei ihren ersten beiden Starts schnitt Rissveds schließlich weit unter ihren Vorjahresleistungen ab. Sie begründete ihr Abschneiden mit Depressionen und erklärte, dass diese mit dem Stress nach ihrem Gewinn der olympischen Goldmedaille sowie mit dem Tod ihrer beiden Großväter zu tun hätten. Später berichtete sie auch über die Essstörungen, an denen sie leide. Im Februar 2018 kündigte sie ihr vorläufiges Karriereende an und verließ ihr Team Scott-Sram.

Comeback 2018 Im Mai 2018 stieg Rissveds wieder ins Training ein und startete im von ihr mit initiierten Team 31 (später Team 31 Ibis Cycles Continental), wobei die Zahl 31 für den Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention steht. Im Juli 2018 wurde sie erneut schwedische Meisterin im Cross Country. In der Saison 2019 trat sie für ihr neues Team erneut im Weltcup an, wo sie am 11. August 2019 in Lenzerheide den ersten Weltcupsieg nach ihrem Comeback feiern konnte. Bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften im August 2019 wurde sie Sechzehnte. Die Weltcupsaison 2019 beendete sie auf einem achten Gesamtplatz.

Bei den schwedischen Meisterschaften 2020 erhielt sie ihre insgesamt achte Goldmedaille. Rissveds konnte sich schließlich für die im Sommer 2021 ausgetragenen Olympischen Sommerspiele 2020 qualifizieren. Dort konnte sie als Titelverteidigerin nicht an ihren Erfolg aus dem Jahr 2016 anknüpfen und belegte den 14. Platz. Im September 2021 gewann sie beim Cross-Country-Weltcup das Short-Track-Rennen in Lenzerheide.

Im Juni 2023 gewann sie die schwedische Meisterschaft im Zeitfahren. Bei der Tour de France Femmes 2023 stieg Rissveds nach der vierten Etappe aus. Sie war als Kapitänin des Teams Coop-Hitec Products zum ersten Mal bei der Tour de France Femmes angetreten. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 gewann sie Bronze hinter Pauline Ferrand-Prévot und Haley Batten.

Zur Saison 2025 startete sie für das Team Canyon CLLCTV.

Auszeichnungen 2017: Idrottsgalan (Leistung des Jahres) 2017: Victoriapriset 2017: Hans Majestät Konungens medalj 2019: Idrottsgalan (Fair Play)

Erfolge Straße 2011 Schwedische Meisterin (Junioren) – Einzelzeitfahren 2022 Schwedische Meisterin – Straßenrennen eine Etappe Gracia Orlová 2023 Gesamtwertung und eine Etappe Gracia Orlová Schwedische Meisterin – Einzelzeitfahren

Cyclocross 2015/2016 Schwedische Meisterin 2016/2017 Schwedische Meisterin

Mountainbike 2010 Schwedische Meisterin (Junioren) – Cross-Country XCO 2012 Schwedische Meisterin (Junioren) – Cross-Country XCO Europameisterin (Junioren) – Cross-Country XCO ein Weltcup-Erfolg – Eliminator XCE 2013 Europameisterin – Eliminator XCE Europameisterschaften (U23) – Cross-Country XCO Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO, Eliminator XCE, Downhill DHI zwei Weltcup-Erfolge – Eliminator XCE 2014 Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO, Eliminator XCE ein Weltcup-Erfolg (U23) – Cross-Country XCO ein Weltcup-Erfolg – Eliminator XCE 2015 Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO, Eliminator XCE Weltmeisterschaften (U23) – Cross-Country XCO Weltcup-Gesamtsieg und sechs Erfolge (U23) – Cross-Country XCO 2016 Olympische Spiele – Cross-Country XCO Weltmeisterin (U23) – Cross-Country XCO Europameisterschaften (U23) – Cross-Country XCO Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO ein Weltcup-Erfolg – Cross-Country XCO 2019 Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO ein Weltcup-Erfolg – Cross-Country XCO ein Weltcup-Erfolg – Shorttrack XCC 2020 Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO 2021 Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO, Eliminator XCE ein Weltcup-Erfolg – Shorttrack XCC 2022 Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO, Shorttrack XCC ein Weltcup-Erfolg – Shorttrack XCC 2023 ein Weltcup-Erfolg – Shorttrack XCC 2024 Olympische Spiele – Cross-Country XCO Schwedische Meisterin – Cross-Country XCO ein Weltcup-Erfolg – Cross-Country XCO

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