Heustreu ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld.
Geografie Lage Der gleichnamige Ort liegt in der Region Main-Rhön an der Streu.
Gemeindegliederung Es gibt zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Heustreu (Pfarrdorf) Wiesenmühle (Einöde)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Heustreu. Sie hat eine Fläche von 10,550 km² und ist in 1999 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5277,67 m² haben.
Name Etymologie Der Name Heustreu leitet sich vom die Gemeinde durchfließenden Fluss Streu ab, welcher im Gemeindegebiet der Fränkischen Saale zufließt. Der Zusatz Heu (mhd. höuwe) und zeitweise Niedern sollte das Dorf von gleichnamigen nordöstlich liegenden Orten unterscheiden.
Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 1058 „Houstrowe“ 1143 „Hovvestrovve“ 1144 „Heustrew“ 1157 „Hoistrowe“ 1180 „Nidernstrowen“ 1199 „Hovstrow“ 1234 „Houstrov“ 1279 „Heustrouue“ 1317 „Houstrou“ 1320 „Heustrev“ 1330 „Heustreu“
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1057. Das Amt des Hochstiftes Würzburg gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Es wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.
Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1175 auf 1277 um 102 Einwohner bzw. um 8,7 %. 1999 hatte die Gemeinde 1459 Einwohner. +Jahr197019871991199520002005201020152020Einwohner112811571228139014591296121512521288
Politik Erster Bürgermeister ist Ansgar Zimmer (CSU/Freie Wählergemeinschaft), dessen Stellvertreter ist Markus Werner. Zimmer wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Walter Weber (CSU/Freie Wählergemeinschaft).
Der Gemeinderat hat einschließlich des Bürgermeisters 13 Mitglieder. Alle Mitglieder gehören der CSU/Freie Wählergemeinschaft an.Mitglieder des Gemeinderates
Wappen
Bau- und Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2020 nach der amtlichen Statistik 173 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 567. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 neun landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1362 Hektar, davon waren 1281 Hektar Ackerfläche.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2021):Einrichtungen Kindergarten St. Michael: 86 genehmigte Plätze, 79 betreute Kinder Pfarrbücherei, geöffnet mittwochs (16:30 bis 18:00 Uhr) und sonntags (11:00 bis 12:00 Uhr)
Verkehr Heustreu liegt an der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen. Es verkehren Züge der Linie RE 7 (Mainfranken-Thüringen-Express) sowie RB 40 (Unterfranken-Shuttle). Nächstgelegener Bahnhof ist Bad Neustadt (Saale).
Söhne und Töchter der Stadt Hans Döring (um 1483–1558), Maler Simon Stäblein (* 1987), Komiker und Moderator
Weblinks
Gemeinde Heustreu
Pfarrei St. Michael, Heustreu – Geschichte
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Rhön-Grabfeld Kategorie:Ersterwähnung 1058 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Ort an der Fränkischen Saale Kategorie:Gemarkung im Landkreis Rhön-Grabfeld