mini|Höchheim von Süden
Höchheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld.
Geografie Lage Die Gemeinde liegt in der Region Main-Rhön und wird von einem Abschnitt der Milz (Zufluss der Fränkischen Saale) durchflossen.
Gemeindegliederung Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Gemeindemühle (Einöde) Gollmuthhausen (Kirchdorf) Höchheim (Kirchdorf) Irmelshausen (Pfarrdorf) Rothausen (Pfarrdorf)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Gollmuthhausen, Höchheim, Irmelshausen und Rothausen. Die Gemarkung Höchheim hat eine Fläche von 5,153 km². Sie ist in 1019 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5057,35 m² haben.
Geschichte mini|Alter Meilenstein in der Rothäuser Straße Bis zur Gemeindegründung Höchheim war Bestandteil des Rittergutes Irmelshausen der Freiherren von Bibra, das zum Fränkischen Ritterkreis gehörte. Höchheim wurde unter dem Freiherrn von Bibra um 1530 evangelisch. Um 1540 wurde von dem Freiherrn von Bibra in Irmelshausen die Reformation eingeführt. Danach wurde das benachbarte Aubstadt Filiale der evangelischen Pfarrei Höchheim. Ab 1650 waren Höchheim und Aubstadt eine kombinierte Pfarrei. 1699 ging der offizielle Pfarrsitz von Höchheim auf Aubstadt über.
Als Teil des Besitzes der Freiherren von Bibra fiel Höchheim gemeinsam mit Irmelshausen und Aubstadt nach der Mediatisierung (1806) zusammen mit dem Großherzogtum Würzburg 1814 an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.
20. Jahrhundert Die Synagoge der ehemaligen Jüdischen Gemeinde, die sich am Standort des heutigen Kindergartens befand, wurde beim Novemberpogrom 1938 zerstört, woran eine Gedenktafel am Rathaus erinnert.Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 147
Die Gemeinde liegt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, was sich auch auf das Wirtschaftsleben auswirkte und teilweise heute noch auswirkt.
Religionen Die evangelische Gemeinde im Ort gehört zur Pfarrei Irmelshausen im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Bad Neustadt an der Saale.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1975 die Gemeinden Gollmuthhausen und Rothausen eingegliedert. Irmelshausen kam am 1. Januar 1978 hinzu.
Einwohnerentwicklung Jahr19611970198719911995200020052010201120122013201420152020Einwohner14771451126913161390134512661184119511791160113711361072 Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 1255 auf 1067 um 188 Einwohner bzw. um 15 %. 1999 hatte die Gemeinde 1345 Einwohner. Quelle:
Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen im Grabfeld.
Bürgermeister und Gemeinderat Erster Bürgermeister ist Michael Hey (UWG Rothausen). Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder.
Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen: +Partei/Liste20202014%Sitze%SitzeUnabhängige Wählergemeinschaft Höchheim31,85426,453Freie Wählergemeinschaft Irmelshausen24,43320,112CSU19,30222,383Unabhängige Wählergemeinschaft Rothausen12,22214,862Unabhängige Wählergemeinschaft Gollmuthhausen12,20116,202Gesamt1001210012
Wappen
Kommunale Allianz Die Gemeinde ist Mitglied in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Badesee Irmelshausen Die Gemeinde wird auf gleicher Trasse durchquert von den Europäischen Fernwanderwegen E3 und E6. Durch die Gemeinde Höchheim verläuft der Fernradweg Meiningen–Haßfurt.
Bau- und Bodendenkmäler
Wasserschloss Irmelshausen Gemeindemühle
mini|Kirchhügel und ehem. Burggut in Höchheim Burggut Höchheim Dorfbrunnen Höchheim
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2020 nach der amtlichen Statistik 122 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, zehn davon im Bereich Handel und Verkehr. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 448. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe keinen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 2016 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1429 ha, davon waren 1189 ha Ackerfläche und 237 ha Dauergrünfläche.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021): Evangelisch-Luth. Kindergarten mit Kinderhort „Unterm Regenbogen“ in Höchheim: 43 genehmigte Betreuungsplätze, 35 betreute Kinder
Persönlichkeiten
Carl Emil Diezel (1779–1860), Förster, Jäger, Philosoph, Musiker und Schriftsteller Julius Hey (1832–1909), Gesangslehrer und Musikpädagoge
Weblinks
Gemeinde Höchheim
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Rhön-Grabfeld Kategorie:Bibra (Adelsgeschlecht) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Gemarkung im Landkreis Rhön-Grabfeld