Angelika Levi (geboren am 27. Mai 1961 in Bad Godesberg) ist eine deutsche Filmregisseurin, Kamerafrau, Filmeditorin, Experimentalfilmmacherin und Videokünstlerin. Sie lebt in Berlin.
Leben Angelika Levi wurde 1961 als Tochter der Biologin Ursula Levi geboren. Von 1985 bis 1992 studierte sie Film an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Levis künstlerisches Schaffen entfaltete sich im ehemaligen Westberlin der 1980er Jahre. Ihre frühen Filme arbeiten mit ihrer Lebenswirklichkeit als Teil der Hausbesetzungs-, Punk-, New-Wave- und Drogenszene und zeigen sie oft in privaten und kollektiven Räumen der schwul-lesbischen, feministischen Subkultur. 1983 gründete Angelika Levi gemeinsam mit Josje Pater, Stefanie Mahlknecht und anderen die Frauenband Subsonic.
Seit 1985 werden Levis Filme auf internationalen Filmfestivals, in Ausstellungen und im Kino gezeigt. Ihre erste lange Produktion, der autobiografische Dokumentarfilm Mein Leben Teil 2, wurde bei der Berlinale 2003 in der Sektion Internationales Forum des Jungen Films erstaufgeführt, und gewann unter anderem den Förderpreis der Stadt Duisburg, den Preis für langen Dokumentarfilm des Jewish Filmfestival Warsaw und den Publikumspreis der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg.
Neben ihrer Arbeit als selbstständige Regisseurin ist Levi auch als Dozentin und Dramaturgin tätig. Seit Oktober 2025 ist sie Künstlerische Direktorin der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.
Filmografie Kurzfilme
1975: Holland 1982: Urlaub in Italien (Holiday in Italy) 1983: Petje komt niet (Petje is not coming) 1984: Ariel 1985: Hubertas Dominamoden (Hubertas domina fashions) 1987: Sex Party 1989: Auf geht's. Aber wohin? (Let's go. But where?) 1990: Monetary Union 1992: Das kleine Objekt a (The little object a) 1994: Freunde (Friends) 1995: Growis & Klewis
Langfilme
2003: Mein Leben Teil 2 (My Life Part 2) 2010: Absent Present 2012: The Children of Srikandi 2016: Miete Essen Seele auf 2019: The Nancys (Work in progress)
Installationen
1987: Faust auf Auge (Fist in the eye) 2004: Hay que gastar dinero (You have to spend money) 2006: Africa is Calling 2019: The Nancys (Work in progress)
Weblinks
Einzelnachweise
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