mini|Teamfoto der slowakischen Fußballnationalmannschaft zum Spiel gegen San Marino (2024) Die slowakische Fußballnationalmannschaft der Herren () repräsentiert die Slowakei im Allgemeinen sowie den slowakischen Fußballverband im Speziellen im Nationalmannschaftsfußball. Seit Mai 2026 wird die Mannschaft zum zweiten Mal von Vladimír Weiss trainiert.
Geschichte Die erste slowakische Fußballnationalmannschaft gab es zwischen 1939 und 1944. Sie war die Nationalmannschaft der nach dem Münchner Abkommen entstandenen Ersten Slowakischen Republik und bestritt als eigenständige Nationalmannschaft 16 Spiele gegen Deutschland und die mit Deutschland verbündeten Staaten Bulgarien, Kroatien und Rumänien.
Slowakische Spieler spielten zuvor seit 1920 in der Tschechoslowakischen Fußballnationalmannschaft. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Tschechoslowakei wiederherstellt wurde, bildeten sie mit den Tschechen wieder ein gemeinsames Team.
Nachdem sich beide Staaten per 1. Januar 1993 trennten und die Slowakei als selbständiger Staat entstand, trat sie wieder mit einer eigenständigen Mannschaft bei Turnieren der FIFA und der UEFA an. Die bereits begonnene Qualifikationsrunde zur WM'94 wurde im Jahre 1993 als gemeinsame Auswahl der schon getrennten Staaten erfolglos beendet.
Die Slowakei konnte sich seither bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 erstmals für eine Endrunde qualifizieren. Dort besiegte die Slowakei in der Vorrunde den amtierenden Weltmeister Italien mit 3:2 und erreichte das Achtelfinale, in dem sie dem späteren Vizeweltmeister Niederlande unterlag.
Der Slowakei gelang mit der Qualifikation zur Fußball-EM 2016 die erstmalige Teilnahme bei diesem Turnier seit der Unabhängigkeit. Als bester Gruppendritte war man für die KO-Phase qualifiziert. Dort verlor man jedoch direkt im Achtelfinale gegen Deutschland mit 0:3.
Teilnahme der Slowakei an Fußballweltmeisterschaften
Die Slowakei war während der bis 1990 ausgetragenen WM-Turniere Teil der Tschechoslowakei und stellte eine Vielzahl von Spielern für die Nationalmannschaft bei diesen Turnieren, die zweimal (1934 und 1962) den zweiten Platz belegte. Nach der Trennung von Tschechien konnte sich die Mannschaft erst einmal für eine WM qualifizieren. Dabei traf die Slowakei in der Qualifikation für die WM 1998 und 2010 auf Tschechien.
Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF; 200 kB) Trainer Bemerkungen und Besonderheiten 1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Jugoslawien gescheitert. 2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und der Türkei gescheitert. 2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Relegationsspielen der Gruppenzweiten an Spanien gescheitert, nachdem in der Gruppenphase hinter Portugal der 2. Platz belegt wurde. 2010 Südafrika Achtelfinale Niederlande 16. Vladimir Weiss 3:2-Vorrundensieg gegen Exweltmeister Italien 2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Bosnien-Herzegowina und Griechenland gescheitert. 2018 Russland nicht qualifiziert In der Qualifikation traf die Slowakei auf England, Litauen, Malta, Schottland und Slowenien. Zwar wurde der zweite Platz in der Gruppe hinter England erreicht, in der Rangliste der Gruppenzweiten belegte man am Ende aber den letzten Platz und verpasste somit erneut die Teilnahme an der WM. 2022 Katar nicht qualifiziert In der Qualifikation an Russland und Kroatien gescheitert. 2026 Kanada/Mexiko/USA nicht qualifiziert In der Qualifikation im Play-off-Halbfinale am Kosovo gescheitert.
Teilnahme der Slowakei an Fußballeuropameisterschaften
Die Slowakei nahm als Teil der Tschechoslowakei an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. 1976 gewann die tschechoslowakische Mannschaft den Titel als im ersten Elfmeterschießen der EM-Geschichte Titelverteidiger Deutschland bezwungen wurde. In der Europameistermannschaft standen die slowakischen Spieler Ján Pivarník, Anton Ondruš, Jozef Čapkovič, Koloman Gögh, Karol Dobiaš, Jozef Móder, Marián Masný, Ján Švehlík und Ladislav Jurkemik. Nach der Aufspaltung der Tschechoslowakei in zwei selbständige Staaten nahm die Slowakei erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber erstmals für die EM 2016 qualifizieren als das Teilnehmerfeld auf 24 Mannschaften erhöht wurde. In der Gruppenphase erreichte die Mannschaft hinter Wales und England den dritten Platz und war als bester Gruppendritter für das Achtelfinale qualifiziert, wo die Mannschaft an Weltmeister Deutschland scheiterte.
Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten 1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Frankreich gescheitert. 2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Portugal gescheitert. 2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an England und der Türkei gescheitert, die sich auch nicht qualifizieren konnte. 2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Tschechien und Deutschland gescheitert. 2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Russland und Irland gescheitert. 2016 Frankreich Achtelfinale Deutschland 0:3 Qualifikation hinter Spanien als Gruppenzweiter vor der Ukraine, Belarus, Mazedonien und Luxemburg beendet. 2021 Europa Vorrunde Spanien, Schweden, Polen In der regulären Qualifikation zunächst an Kroatien und Wales gescheitert. Nach Siegen gegen Irland und Nordirland über die Play-offs qualifiziert. Nach einem Sieg gegen Polen und Niederlagen gegen Schweden und Spanien als Gruppendritter ausgeschieden. 2024 Deutschland Achtelfinale England 1:2 n. V. In der Qualifikation Gruppenzweiter hinter Portugal Nach einem Sieg gegen Belgien, einer Niederlage gegen die Ukraine und einem Remis gegen Rumänien verloren sie das Achtelfinale in der Verlängerung gegen England und konnten sich nicht für das Viertelfinale qualifizieren.
UEFA Nations League 2018/19: Liga B, 3. Platz mit 1 Sieg und 3 Niederlagen, Abstieg durch Aufstockung der Ligen vermieden 2020/21: Liga B, 4. Platz mit 1 Sieg, 1 Remis und 4 Niederlagen 2022/23: Liga C, 3. Platz mit 2 Siegen, 1 Remis und 3 Niederlagen 2024/25: Liga C, 2. Platz mit 4 Siegen, 1 Remis und 1 Niederlage; Relegation um den Aufstieg in Liga B gegen Slowenien verloren
Aktueller Kader Folgende Spieler wurden in den Kader für die WM-Qualifikationsspiele im November 2025 gegen Deutschland und Luxemburg berufen.
Stand der Leistungsdaten: 13. Oktober 2025, nach dem Spiel gegen Luxemburg. Name Geburtstag Spiele Tore Verein Debüt Torwart Martin Dúbravka 15.01.1989 57 0 2014 Marek Rodák 13.12.1996 25 0 2020 Dominik Takáč 12.01.1999 0 0 Abwehr Peter Pekarík 30.10.1986 135 2 2006 Milan Škriniar 11.02.1995 85 3 2016 Dávid Hancko 13.12.1997 55 7 2018 Norbert Gyömbér 03.07.1992 53 0 2014 Ľubomír Šatka 02.12.1995 39 1 2018 Denis Vavro 10.04.1996 30 2 2017 Adam Obert 23.08.2002 15 1 2022 Ivan Mesík 01.06.2001 3 0 2025 Mittelfeld Patrik Hrošovský 22.04.1992 61 0 2014 Stanislav Lobotka 25.11.1994 69 4 2016 Ondrej Duda 05.12.1994 85 15 2014 László Bénes 09.09.1997 37 2 2017 Matúš Bero 06.09.1995 44 1 2016 Tomáš Rigo 03.07.2002 9 2 2024 Mário Sauer 15.05.2004 ? ? Sturm Róbert Boženík 18.11.1999 54 7 2019 Lukáš Haraslín 26.05.1996 48 7 2019 David Strelec 04.04.2001 34 8 2021 Ivan Schranz 13.09.1993 34 7 2020 Dávid Ďuriš 22.03.1999 23 2 2022 Ľubomír Tupta 27.03.1998 18 0 2023 Leo Sauer 16.12.2005 8 0 2024Adrián Kaprálik 10.06.2002 1 0 2022 Tomáš Bobček 08.09.2001 0 0
Rekordspieler Marek Hamšík ist seit dem 13. Oktober 2018 Rekordnationalspieler, als er mit seinem 108. Länderspiel Miroslav Karhan ablöste, der mit seinem 53. Länderspiel am 12. Oktober 2002 Róbert Tomaschek abgelöst hatte. Dieser hatte am 24. März 2001 mit seinem 45. Länderspiel Dušan Tittel abgelöst, der am 11. März 1997 seinerseits Vladimír Kinder abgelöst hatte. Kinder hatte am 16. August 1995 den Vorkriegsrekord von Tomáš Porubský und Theodor Reimann überboten, die zwischen 1939 und 1943 vierzehn Spiele für die Slowakei machten. Am 20. Juni 2023 bestritt Marek Hamšík sein 138. und letztes Länderspiel, nachdem er zwischenzeitlich nach seinem 136. Länderspiel zurückgetreten war.futbalsfz.sk: MUŽI A – S Čile bezgólová remíza a Hamšíkov odchod slávobránou, podľa Calzonu „je nádherný“
Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum WM-Spiele EM-Spiele 1. Marek Hamšík 138 26 Mittelfeld 2007–2023 4 7 2. Peter Pekarík 137 2 Abwehr 2006– 3 11 3. Juraj Kucka 112 14 Mittelfeld 2008– 3 11 4. Miroslav Karhan 107 14 Mittelfeld 1995–2011 0 0 5. Martin Škrtel 104 6 Abwehr 2004–2019 4 4 6. Ondrej Duda 92 15 Mittelfeld 2012– 0 10 7. Ján Ďurica 91 4 Abwehr 2004–2017 4 4 8. Milan Škriniar 87 3 Abwehr 2016– 0 9 9. Róbert Vittek 82 23 Angriff 2001–2016 4 0 10. Róbert Mak 81 16 Angriff 2013– 0 6 11. Vladimír Weiss 77 8 Mittelfeld 2009–2018, 2021 3 4 12. Tomáš Hubočan 73 0 Abwehr 2006–2021 0 5 Stanislav Lobotka 73 4 Mittelfeld 2016– 0 5 14. Stanislav Šesták 66 13 Angriff 2004–2016 3 1 15. Filip Hološko 65 8 Angriff 2005–2015 2 0 16. Patrik Hrošovský 62 0 Mittelfeld 2014– 0 4 17. Miroslav Stoch 60 6 Mittelfeld/Angriff 2009–2019 4 118. Martin Dúbravka 59 0 2015– 0 7 Michal Ďuriš 59 7 Angriff 2012–2021 0 6 Dávid Hancko597 2014– 0 521. Szilárd Németh 58 22 Angriff 1997–2006 0 0 Radoslav Zabavník 58 1 Abwehr/Mittelfeld 2003–2012 3 0
Quelle: eu-football.info Stand: 31. März 2026
Rekordtorschützen Marek Hamšík ist seit dem 11. Juni 2019 Rekordtorschütze, als er beim 5:1 im EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan zunächst mit seinem 23. Tor den Rekord von Róbert Vittek einstellte und ihn mit dem 24. Tor überbot.
Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum WM-ToreEM-Tore 1. Marek Hamšík 26 138 0,19 2007–2022 1 2. Róbert Vittek 23 82 0,28 2001–2016 4 3. Szilárd Németh 22 58 0,38 1997–2006 4. Róbert Mak 16 81 0,20 2013– 5. Ondrej Duda 15 92 0,16 2014– 26. Marek Mintál 14 45 0,31 2002–2009 Miroslav Karhan 14 107 0,13 1995–2011 Juraj Kucka 14 112 0,13 2008– 9. Adam Nemec 13 43 0,30 2006–2019 Stanislav Šesták 13 66 0,20 2004–2016 11. Peter Dubovský † 12 33 0,36 1994–2000
Trainer (1942–1944) (1993–1995) (1995–1998) (1998) (1999) (1999–2001) (2002–2003) (2004–2006) (2006–2008) (2008–2012) (2012–2013) (2013–2018) (2018–2020) (2020–2022) (2022–2026) (seit 2026)
Länderspiele gegen Nationalmannschaften aus deutschsprachigen Ländern
Länderspiele gegen Deutschland Slowakei – Deutschland 2:0 (27. August 1939 in Bratislava) Deutschland – Slowakei 3:1 (3. Dezember 1939 in Chemnitz) Slowakei – Deutschland 0:1 (15. September 1940 in Bratislava) Deutschland – Slowakei 4:0 (7. Dezember 1941 in Breslau) Slowakei – Deutschland 2:5 (22. November 1942 in Bratislava) Deutschland – Slowakei 2:0 (29. Juni 2001 in Bremen) Slowakei – Deutschland 2:0 (3. September 2005 in Bratislava) Slowakei – Deutschland 1:4 (11. Oktober 2006 in Bratislava) Deutschland – Slowakei 2:1 (6. Juni 2007 in Hamburg) Deutschland – Slowakei 1:3 (29. Mai 2016 in Augsburg) Deutschland – Slowakei 3:0 (26. Juni 2016 in Villeneuve-d’Ascq) Slowakei – Deutschland 2:0 (4. September 2025 in Bratislava) Deutschland – Slowakei 6:0 (17. November 2025 in Leipzig)
Länderspiele gegen Liechtenstein Liechtenstein – Slowakei 0:4 (10. Oktober 1998 in Vaduz) Slowakei – Liechtenstein 2:0 (8. September 1999 in Dubnica nad Váhom) Slowakei – Liechtenstein 4:0 (2. April 2003 in Trnava) Liechtenstein – Slowakei 0:2 (11. Oktober 2003 in Vaduz) Slowakei – Liechtenstein 7:0 (8. September 2004 in Bratislava) Liechtenstein – Slowakei 0:0 (17. August 2005 in Vaduz) Slowakei – Liechtenstein 4:0 (19. November 2008 in Žilina) Slowakei – Liechtenstein 2:0 (11. September 2012 in Bratislava) Liechtenstein – Slowakei 1:1 (7. Juni 2013 in Vaduz) Liechtenstein – Slowakei 0:1 (20. Juni 2023 in Vaduz 1:0)