Bundorf ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge sowie Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim in Unterfranken. Mit einer Bevölkerungsdichte von heute nur noch 23 Einwohnern pro km² gehört das Gemeindegebiet zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Westdeutschlands.
Geografie Geografische Lage Der Hauptort liegt in der Region Main-Rhön (Bayerische Planungsregion 3), knapp 30 km nordöstlich von Schweinfurt. Im Ort mündet der Rippbach in die Baunach, ein rechter Nebenfluss des Mains.
Gemeindegliederung Es gibt neun Gemeindeteile (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahl angegeben):
Es gibt die Gemarkungen Bundorf, Kimmelsbach, Neuses, Schweinshaupten, Stöckach, Walchenfeld und Rottensteiner Forst.
Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Sulzdorf an der Lederhecke, Maroldsweisach, Hofheim in Unterfranken und Aidhausen.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Die erste urkundliche Erwähnung war 1170, als das Kloster Ebrach und das Hochstift Würzburg Güter „auch in Buntdorf“ tauschten.Werner Schmiedel: Landkreise Ebern und Hofheim. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Unterfranken. Band 2: Landkreise Ebern und Hofheim. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1973, ISBN 3-7696-9872-X. S. 65. Das Hochstift Würzburg und die seit 1343 belehnte Familie Truchseß von Wetzhausen auf dem Rittergut Bundorf teilten sich die Herrschaft. Die Rechte des zugunsten Bayerns säkularisierten Hochstiftes fielen 1805, die des Rittergutes 1806 mit der Mediatisierung an das Großherzogtum Würzburg, das 1814 zu Bayern gelangte. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Bundorf.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Kimmelsbach, Neuses, Schweinshaupten, Stöckach und Walchenfeld eingegliedert.
Einwohnerentwicklung 1961: 1379 Einwohner 1970: 1323 Einwohner 1987: 1050 Einwohner 1991: 1042 Einwohner 1995: 1009 Einwohner 2000: 1011 Einwohner 2005: 973 Einwohner 2010: 901 Einwohner 2015: 919 Einwohner
Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 1042 auf 911 um 131 Einwohner bzw. um 12,6 %. Quelle: BayLfStat
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat neun Mitglieder einschließlich des nebenamtlichen Ersten Bürgermeisters. Seit der Fusion der Christlichen Wählergemeinschaft und den Freien Wählern gibt es nur noch eine Wählergruppe, die an den Wahlen 2014 und 2020 teilnahm. Christliche Wählergemeinschaft/Freie Wähler Gesamt 2020 9 9 Sitze Christliche Wählergemeinschaft/Freie Wähler Gesamt 2014 9 9 Sitze Christliche Wählergemeinschaft Freie Wähler Gesamt 2008 7 6 13 Sitze
Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 2008 Hubert Endres (Freie Wähler). Er gewann die Wahl gegen den damaligen Amtsinhaber Richard Schmitt (Christliche Wählergemeinschaft). 2014 wurde er ohne Gegenkandidaten mit ca. 73 % der Stimmen wiedergewählt. Durch den Zusammenschluss 2014 gehört er jetzt der Fusion an (Christliche Wählergemeinschaft/Freie Wähler). 2020 wurde er mit 81,3 % der Stimmen erneut für sechs Jahre gewählt.
Wappen
Denkmäler Baudenkmäler mini|Schloss Bundorf ist Wohnsitz der Freiherren Truchseß von Wetzhausen
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 316.000 Euro, davon waren 22.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen. 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 27 und im Bereich Handel und Verkehr sechs sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 343. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 48 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2013 Hektar, davon waren 1660 Hektar Ackerfläche und 353 Hektar Dauergrünfläche.
Bildung Im Jahre 1999 gab es folgende Einrichtungen: 50 Kindergartenplätze mit 55 Kindern
In Bundorf geboren Max Truchseß von Wetzhausen (* 1824 auf dem Rittergut Bundorf; † 1877 ebenda), Gutsbesitzer und Landtagsabgeordneter
Literatur Georg Ludwig Lehnes: Geschichte des Baunachgrundes in Unterfranken. Eigenverlag, Würzburg 1842.
Weblinks
Homepage der Gemeinde Bundorf
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge Kategorie:Gemeindegründung 1818
Kategorie:Ersterwähnung 1170 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)