Rentweinsdorf ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Haßberge und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ebern.

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt in der Region Main-Rhön.

Gemeindegliederung Es gibt zehn Gemeindeteile (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahl, Stand: 2021, angegeben):

Auf dem Gemeindegebiet liegen die Gemarkungen Losbergsgereuth, Rentweinsdorf, Rentweinsdorfer Hauptwald, Salmsdorf, Sendelbach und Treinfeld.

Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Untermerzbach, Rattelsdorf, Reckendorf, Gerach, Breitbrunn, Kirchlauter und Ebern.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Die Familie von Rotenhan war schon bei der ersten urkundlichen Erwähnung von Rentweinsdorf 1248 im Ort nachweisbar. Im Jahr 1497 wurden die Rotenhan vom Würzburger Bischof Lorenz von Bibra mit der vollen Zentgerichtsbarkeit belehnt. Das Rittergut der Freiherren von Rotenhan, das auch zum Fränkischen Ritterkreis gehörte, wurde 1806 durch Bayern mediatisiert und 1810 im Zuge von Grenzbereinigungen dem Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Losbergsgereuth eingegliedert. Am 1. Januar 1978 kam Sendelbach hinzu. Salmsdorf und Treinfeld folgten am 1. Mai 1978.

Einwohnerentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 Einwohner 1308 1338 1361 1392 1467 1524 1611 1576 1561

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1379 auf 1581 um 202 Einwohner bzw. um 14,7 %. 2005 hatte der Markt 1627 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik Gemeinderat Die vergangenen vier Gemeinderatswahlen führten jeweils zu folgenden Sitzverteilungen: CSU SPD Überparteiliche Wählergemeinschaft Rentweinsdorfer Unabhängige Liste Gesamt2026135312 Sitze2020 2 3 4 3 12 Sitze 2014 3 4 5 - 12 Sitze2008 3 3 6 - 12 Sitze 2002 4 4 4 - 12 Sitze Die Rentweinsdorfer Unabhängige Liste (RUL) wurde dabei erst zur Wahl 2020 gegründet.

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Steffen Kropp (SPD). Dieser wurde 2020 in der Stichwahl mit 58,02 % der Stimmen gegen Stefan Horn (Rentweinsdorfer Unabhängige Liste) als neuer Bürgermeister gewählt. Er folgt damit auf Willi Sendelbeck (ebenfalls SPD), der das Amt knapp 27 Jahre innehatte, und zwar vom 6. September 1993 bis 30. April 2020.

2026 wurde Steffen Kropp erneut zum ersten Bürgermeister gewählt. Er trat ohne Gegenkandidaten zur Wahl an und erreichte einen Anteil von 83,6 %.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Rentweinsdorfmini|Dreieinigkeitskirche

Baudenkmäler

Das Schloss Rentweinsdorf, erbaut zwischen 1750 und 1762, bildet mit der gegenüberliegenden Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit, erbaut zwischen 1597 und 1600, den Mittelpunkt des Marktes Rentweinsdorf.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Im Jahr 2017 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 14 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort keine Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 672. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb. Im Jahr 2016 bestanden zudem 40 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 1447 Hektar, davon waren 1138 Ackerfläche und 309 Dauergrünfläche.

mini|Rentweinsdorf, Reste der ehemaligen Bahnhofsanlagen

Verkehr Straße: Bundesstraße 279 Schiene: Bahnstation im Ortsteil Treinfeld (Bahnhof Rentweinsdorf) mit stündlichen Regionalbahnen, durch agilis betrieben, nach Ebern und in Richtung Bamberg; siehe auch Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach

Bildung Im Jahr 2017 gab es folgende Einrichtungen: einen Kindergarten mit Krippe mit 75 Plätzen und 72 Kindern eine Grundschule (Klassen 1/2 und 3/4) mit rund 60 Schülern

Söhne und Töchter des Ortes Anton von Rotenhan (um 1390–1459), Bischof von Bamberg Sebastian von Rotenhan (um 1478–1534), Ritter, Kartograf und Humanist Johann Merck (1577–1658), Pädagoge Vitus Erbermann (1597–1675), Jesuit, Kontroverstheologe Hermann von Rotenhan (1800–1858), bayerischer Königlicher Kämmerer und Präsident der Kammer der Abgeordneten in Bayern Bernhard Solger (1812–1889), städtischer Baurat von Nürnberg Georg von Rottenhan (1831–1914), Politiker

Literatur

Weblinks

Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Umgebungsführer der Gemeinde Rentweinsdorf als P-Seminar des Gymnasiums des Nachbarortes Ebern

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge Kategorie:Ersterwähnung 1248 Kategorie:Markt in Unterfranken Kategorie:Gemeindegründung 1818