Die Houston Comets waren ein US-amerikanisches Basketballfranchise der Women’s National Basketball Association aus Houston, Texas. Sie spielten von 1997 bis 2008 in der WNBA. Die Teamfarben waren rot und blau.
In ihrer letzten Saison in der WNBA trugen die Comets ihre Heimspiele in der Reliant Arena aus und waren eine von acht Mannschaften die an der ersten Saison der WNBA teilnahmen. Die Comets konnten in den ersten vier Saisons jedes Mal die Meisterschaft gewinnen, was sie zu einer der erfolgreichsten Mannschaften in der Geschichte der WNBA machte. Bis zur Saison 2017 waren die Comets mit ihren vier Titeln weiterhin alleiniger WNBA-Rekordmeister.
Geschichte Vier Meisterschaften in vier Saisons (1997–2001) Die Houston Comets waren eines von acht Teams, die an der ersten Saison der WNBA teilnahmen. In der ersten Saison 1997 konnten die Comets die reguläre Saison mit 18 Siegen in 28 Spielen als beste Mannschaft der Liga beenden. Diese starke Leistung setzten die Comets in den Playoffs fort, wo sie schließlich im Finale gegen die New York Liberty ihre erste WNBA Meisterschaft gewinnen konnten, was sie ebenfalls zum ersten Meister in der Geschichte der WNBA machte. Doch nicht nur der Meistertitel ging nach Houston auch der größte Teil der Auszeichnungen. Cynthia Cooper wurde zum Finals MVP und zum MVP der Saison gewählt. Des Weiteren wurde Van Chancellor zum Coach of the Year ernannt. In der Saison 1998 nahm die WNBA zwei neue Teams auf, da beide Mannschaften in die Eastern Conference platziert wurden, musste eine Mannschaft aus dem Osten in die Western Conference verlegt werden. Da die Comets das nächstgelegene Team zu der Western Conference war, waren die Comets ab dieser Saison ein Teil der Western Conference. Die Comets ließen sich von dieser Veränderung nicht beeinflussen und konnten in der regulären Saison 27 von 30 Spielen gewinnen. Damit gewannen sie 90 % ihrer Spiele, eine Marke an die bis jetzt keine andere Mannschaft überbieten konnte. Die Comets schafften wie in der Saison zuvor wieder den Sprung in die Finals, wo sie dieses Mal auf die Phoenix Mercury trafen. Während in der Saison 1997 ein einzelnes Spiel in den Playoffs über Ausscheiden und Weiterkommen entschied, wurde in dieser Saison in den Playoffs erstmals nach dem Best-of-Three-System gespielt. Nachdem die Mercury das erste Spiel in Phoenix gewinnen konnte, gewannen die Comets die restlichen beiden Heimspiele und konnten somit ein weiteres Mal die WNBA-Meisterschaft gewinnen. Cooper wurde auch in dieser Saison mit dem Finals MVP und dem MVP der Saison ausgezeichnet. Auch Chancellor wurde zum bereits zweiten Mal zum Coach of the Year gewählt. Ab der Saison 1999 waren die Comets auch als die Big Three alias Cynthia Cooper, Sheryl Swoopes und Tina Thompson bekannt. In dieser Saison änderte sich nicht viel zu den vorherigen. Die Comets beendeten die reguläre Saison wieder als das beste Team und auch wenn sie in den Playoffs immer über die volle Distanz an Spielen gehen mussten, war der Gewinn des dritten Titels in Folge nie in Gefahr. Die Comets widmeten diese Meisterschaft Kim Perrot, die in diesem Jahr an den Folgen von Lungenkrebs starb. Wie in den beiden Saisons zuvor wurde Cooper zum Finals MVP und Chancellor zum Coach of the Yeahr ernannt. Zu Ehren von Perrot wurde in der Saison 2000 der Sportsmanship Award in Kim Perrot Sportsmanship Award umbenannt. In dieser Saison konnten die Comets zum ersten Mal die reguläre Saison nicht als das beste Team der gesamten Liga beenden. Die Los Angeles Sparks konnten mit 28 Siegen ein Spiel mehr gewinnen als die Comets. Doch in den Playoffs konnten nicht einmal die Sparks sich den Comets in den Weg stellen, die jedes Spiel für sich entscheiden konnten und somit ihren vierten Titel in Folge gewannen. Auch am Ende dieser Saison gingen einige Auszeichnungen an Spielerinnen von den Comets. Cooper konnten zum vierten Mal in Folge den Finals MVP Award entgegennehmen und Swoopes wurde zum MVP der Saison und zum Defensive Player of the Year gewählt. Nach dem Gewinn der vierten Meisterschaft gab Cooper ihren Rücktritt vom Profi-Sport bekannt.
Zeit nach Cooper und Auflösung (2002–2008) Ohne Cooper konnten die Comets in der Saison 2001 ihren Titel nicht verteidigen und schieden bereits in den Western Conference Semifinals aus. Auch in der Saison 2002 war der Traum vom fünften Titel bereits nach den Western Conference Semifinals zu Ende, was auch vor allem daran lag, dass Swoopes auf Grund einer Verletzung fast das ganze Jahr aussetzen musste. In der Saison 2003 schieden die Comets wie bereits in den beiden Saisons zuvor in den Western Conference Semifinals aus. In der Saison 2004 erreichten die Comets einen neuen Tiefpunktverpassten, als sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Playoffs verpassten. In der Saison 2005 schafften sie wieder den Sprung in die Playoffs, wo sie in den Western Conference Semifinals die amtierenden Champions Seattle Storm bezwangen, jedoch mussten sich die Comets in den Western Conference Finals den späteren Meister den Sacramento Monarchs klar in zwei Spielen geschlagen geben. Nachdem die Comets in der Saison 2006 wieder in den Playoffs gegen die Monarchs ausschieden, verkaufte der bisherige Besitzer Leslie Alexander das Franchise an Hilton Koch. Im Januar 2007 trat Chancellor als Cheftrainer der Comets zurück. Karleen Thompson wurde danach zum neuen Cheftrainer und auch General Manager der Comets ernannt. Am 12. Dezember gab Koch bekannt, dass die Comets ab der Saison 2008 nicht mehr im Toyota Center, sondern in der Reliant Arena spielen werden. In der regulären Saison konnten die Comets genau die Hälfte ihrer Spiele gewinnen, jedoch reichte dieses Ergebnis knapp nicht um die Playoffs zu erreichen. Am 2. Dezember 2008 verkündete die WNBA-Präsidentin Donna Orender, dass die vergangene Saison die letzte von den Comets in der WNBA war. Obwohl einige Investoren daran interessiert waren, das Franchise zu übernehmen, entschied man sich dafür, den Klub aufzulösen, da ein Besitzerwechsel bis zum Beginn der Saison 2009 nicht rechtzeitig abgeschlossen gewesen wäre.WNBA.com (2. Dezember 2008), Houston Comets to Suspend Operations for 2009 WNBA Season Am 8. Dezember 2008 fand für die Spielerinnen der Comets ein Dispersal Draft statt.
Erfolge und Ehrungen Sportliche Erfolge Die Comets konnten in den Saisons 1997, 1998, 1999 und 2000 insgesamt viermal die WNBA-Meisterschaft gewinnen, damit sind sie zusammen mit den Seattle Storm und den Minnesota Lynx mit ebenfalls je vier Titeln die erfolgreichste Mannschaft in der Geschichte der WNBA. Außerdem sind die Comets das einzige WNBA-Team das sowohl in der Eastern als auch in der Western Conference die beste Bilanz in der regulären Saison erzielen konnte.
WNBA-Trophäen und Auszeichnungen Aufgrund der Teamerfolge konnten auch viele individuelle Auszeichnungen durch die Comets gewonnen werden. WNBA Most Valuable Player Award Saison Spielerin 1997 Cynthia Cooper 1998 Cynthia Cooper 2000 Sheryl Swoopes 2002 Sheryl Swoopes 2005 Sheryl SwoopesWNBA Finals MVP Award Saison Spielerin 1997 Cynthia Cooper 1998 Cynthia Cooper 1999 Cynthia Cooper 2000 Cynthia Cooper WNBA Peak Performers Saison Spielerin 2005 Sheryl SwoopesWNBA Coach of the Year Award Saison Spielerin 1997 Van Chancellor 1998 Van Chancellor 1999 Van Chancellor Kim Perrot Sportsmanship Award Saison Spielerin 2006 Dawn StaleyWNBA Defensive Player of the Year Award Saison Spielerin 2000 Sheryl Swoopes 2002 Sheryl Swoopes 2003 Sheryl Swoopes WNBA Most Improved Player Award Saison Spielerin 2001 Janeth Arcain 2003 Michelle Snow
Saison für Saison Abkürzungen: Sp. = Spiele, S = Siege, N = Niederlagen Saison Sp. S N Siege in % Platz Playoffs1997 28 18 10 64,3 1., Eastern Conference Sieg in den WNBA Semifinals, 1:0 (Charlotte Sting) WNBA-Meister, 1:0 (New York Liberty)1998 30 27 3 90,0 1., Western Conference Sieg in den WNBA Semifinals, 2:0 (Charlotte Sting) WNBA-Meister, 2:1 (Phoenix Mercury)1999 32 26 6 81,3 1., Western Conference Sieg in den Conference Finals, 2:1 (Los Angeles Sparks) WNBA-Meister, 2:1 (New York Liberty)2000 32 27 5 84,4 2., Western Conference Sieg in den Conference Semifinals, 2:0 (Sacramento Monarchs) Sieg in den Conference Finals, 2:0 (Los Angeles Sparks) WNBA-Meister, 2:0 (New York Liberty)2001 32 19 13 59,4 4., Western Conference Niederlage in den Conference Semifinals, 0:2 (Los Angeles Sparks)2002 32 24 8 75,0 2., Western Conference Niederlage in den Conference Semifinals, 1:2 (Utah Starzz)2003 34 20 14 58,8 2., Western Conference Niederlage in den Conference Semifinals, 1:2 (Sacramento Monarchs)2004 34 13 21 38,2 6., Western Conference nicht qualifiziert2005 34 19 15 55,9 3., Western Conference Sieg in den Conference Semifinals, 2:1 (Seattle Storm) Niederlage in den Conference Finals, 0:2 (Sacramento Monarchs)2006 34 18 16 52,9 3., Western Conference Niederlage in den Conference Semifinals, 0:2 (Sacramento Monarchs)2007 34 13 21 38,2 5., Western Conference nicht qualifiziert2008 34 17 17 50,0 5., Western Conference nicht qualifiziert Gesamt 390 241 149 61,8 9 Playoff-Teilnahmen in 12 Saisons 15 Serien: 10 Siege, 5 Niederlagen34 Spiele: 20 Siege, 14 Niederlagen (58,8 %)
Trainer Name Saison Reguläre Saison Playoffs GC W L GC W L Van Chancellor 1997 bis 2006 322 211 111 34 20 14 Karleen Thompson 2007 bis 2008 68 30 38 – – – Die Comets hatten in den elf Saisons in der WNBA nur zwei Cheftrainer. Die größten Erfolge feierten die Comets unter Van Chancellor mit dem die Comets viermal in Folge die Meisterschaft gewannen. Chancellor wurde 1997, 1998 und 1999 zum WNBA Coach of the Year gewählt. Als die Comets an Hilton Koch verkauft wurden, trat Chancellor als Cheftrainer zurück. Seinen Posten übernahm Karleen Thompson die zuvor Assistenztrainer der Comets war. Thompson konnten in den zwei Saisons als Cheftrainerin mit den Comets nie die Playoffs erreichen.
Spielerinnen Gesperrte Trikotnummern Die Trikotnummern folgender Spielerinnen wurden von den Comets gesperrt: Gesperrte Trikotnummern Spielerinnen#NamePositionZeitraum10Kim PerrotGuard1997–199814Cynthia CooperGuard1997–2000, 2003
WNBA-Meistermannschaften (Teilnahme an mindestens einem Playoff-Spiel) WNBA Meister1997 Guards: Cynthia Cooper (Finals MVP), Kim Perrot, Tiffany Woosley
Forwards: Janeth Arcain, Wanda Guyton, Yolanda Moore, Sheryl Swoopes, Tina Thompson,
Forward-Center: Tammy Jackson
Cheftrainer: Van Chancellor WNBA Meister1998 Guards: Cynthia Cooper (Finals MVP), Kim Perrot
Forwards: Janeth Arcain, Tammy Jackson, Yolanda Moore, Sheryl Swoopes, Tina Thompson
Center: Monica Lamb
Cheftrainer: Van Chancellor WNBA Meister1999 Guards: Cynthia Cooper (Finals MVP), Sonja Henning, Jennifer Rizzotti
Forwards: Janeth Arcain, Tammy Jackson, Mila Nikolich, Sheryl Swoopes, Tina Thompson, Amaya Valdemoro
Center: Polina Tzekova, Kara Wolters
Cheftrainer: Van Chancellor WNBA Meister2000 Guards: Cynthia Cooper (Finals MVP), Jennifer Rizzotti, Coquese Washington
Forwards: Janeth Arcain, Tammy Jackson, Sheryl Swoopes, Tina Thompson, Amaya Valdemoro
Forwards/Guards: Kelley Gibson
Center: Tiffani Johnson
Cheftrainer: Van Chancellor
Erstrunden-Wahlrechte beim WNBA Draft Name Jahr Draft-Position Tina Thompson 1997 1. Polina Tzekova 1998 10. Natalia Zasulskaya 1999 12. Elena Shakirova 2000 16. Amanda Lassiter 2001 15. Name Jahr Draft-Position Michelle Snow 2002 10. Allison Curtin 2003 10. Sancho Lyttle 2005 5. Ashley Shields 2007 8. Matee Ajavon 2008 5. In den zwölf Jahren des Bestehens hatte der Klub nur zehn Draftrechte in der ersten Runde des WNBA Drafts. Das Franchise hatte mit Ausnahme der Jahre 2004 und 2006 jeweils einen Draft-Pick in der ersten Runde.