mini|Elfershausen von Süden
Elfershausen ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Elfershausen.
Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt in der Region Main-Rhön.
Gemeindegliederung Es gibt sechs Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Elfershausen (Hauptort) Engenthal (Kirchdorf) Langendorf (Pfarrdorf) Machtilshausen (Pfarrdorf) Trimberg (Kirchdorf) Trimburg (Burg)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Elfershausen, Engenthal, Langendorf, Machtilshausen und Trimberg. Die Gemarkung Elfershausen hat eine Fläche von 11,995 km². Sie ist in 2481 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4834,62 m² haben.
Name Etymologie Der Name Elfershausen besteht aus dem Personennamen des Ortsgründers Adalfrid und einer Pluralform des althochdeutschen Grundwortes hûs, das Haus bedeutet.
Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 780 „Adalfrideshusom“ 953 „Adalfideshusa“ 1234 „Elfrichishusin“ 1250 „Eliuereheshusin“ 1304 „Elfrichishusen“ 1317 „Eilfrichshusen bei Trimpberg“ 1335 „Elfershusen“ 1555 „Elfershausen“
Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert „Adalfrideshusom“ wurden im Jahr 780 als Schenkung an das Kloster Fulda urkundlich erwähnt. Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern.
Eingemeindungen 1. April 1971: Trimberg und Engenthal 1. Juli 1971: Machtilshausen 1. Mai 1978: Langendorf
Religionen Auf dem Gebiet der Gemeinde liegen die römisch-katholische Pfarrei Mariä Himmelfahrt Elfershausen mit Filialen St. Valentin Engenthal und St. Elisabeth Trimberg, die Pfarrei St. Vitus Langendorf und die Pfarrei St. Jakobus der Ältere Machtilshausen des Bistums Würzburg. Gemeinsam gehören sie der Pfarreiengemeinschaft Saalekreuz an.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1961 2599 1970 2818 1987 2877 1991 2953 1995 2903 2000 3033 2005 2988 2010 2873 2015 2822
Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 2868 auf 2780 um 88 Einwohner bzw. um 3,1 %. 2002 hatte der Markt 3045 Einwohner.
Quelle: BayLfStat
Politik Bürgermeister Seit 1. Mai 2020 ist Johannes Krumm, nominiert von SPD und Freier Wählergemeinschaft, Erster Bürgermeister. Dieser wurde in der Stichwahl am 29. März 2020 mit 50,5 % der Stimmen gewählt. Seine Vorgänger waren Karl-Heinz Kickuth (SPD) von Mai 2014 bis April 2020 und Ludwig Neeb (CSU) bis April 2014.
Gemeinderat Nach der letzten Kommunalwahl am 15. März 2020 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,12 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis: CSU: 5 Sitze (35,5 %) SPD/Freie Wählergemeinschaft: 4 Sitze (27,1 %) Neue Liste Elfershausen: 3 Sitze (19,0 %) Bürgerliste Machtilshausen (BLM): 2 Sitze (18,3 %)
Gegenüber der Amtszeit 2014 bis 2020 mussten SPD/Freie Wählergemeinschaft sowie die Bürgerliste Machtilshausen jeweils ein Mandat abgeben; CSU und Neue Liste Elfershausen erhielten jeweils ein Mandat dazu.
Wappen Aktuell
Vormalig mini|100px|links „Geteilt, oben in Rot zwei silberne Balken, unten in Blau eine eingekerbte, von Rot und Silber gevierte Fahne an goldener Stange an der Teilung“
Wappengeschichte: Das Wappen wurde der Gemeinde im Jahr 1959 verliehen. Die obere Wappenhälfte ist dem Wappen der Herren von Erthal entnommen. Sie besaßen viele Jahrhunderte lang große Besitzungen im Gemeindegebiet. Die Fahne (Rennfähnlein) im unteren Wappenteil weist auf die Herrschaft des Würzburger Hochstifts hin.
Baudenkmäler mini|St.-Vitus-Kirche Langendorf
St.-Vitus-Kirche Langendorf Trimburg Schloss von Elfershausen Schreinershaus in Machtilshausen
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 1950 erwarb Kugelfischer ein Werk in Elfershausen, das unter anderem Schwerpunktfertigungsstätte für spezielle Wälzlagerbauarten wurde.schweinfurtfuehrer.de; Meilensteine 2001 übernahm die Schaeffler-Gruppe FAG Kugelfischer. 2017 folgte die Schließung des Werkes mit zum Schluss 280 Mitarbeitern.Norbert Steiche: Schaeffler schließt Werk in Elfershausen mit 280 Mitarbeitern. In: br.de/nachrichten, 22. Dezember 2017
Es gab 2020 nach der amtlichen Statistik keine amtlichen Zahlen zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im produzierenden Gewerbe oder im Bereich Handel und Verkehr. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 140 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1160. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 36 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1441 Hektar, davon waren 1208 Hektar Ackerfläche und 225 Hektar Dauergrünfläche.
Verkehr mini|Haltepunkt Elfershausen-Trimberg Elfershausen hat zwischen den Gemeindeteilen Elfershausen und Trimberg einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Gemünden–Bad Kissingen, die von der Erfurter Bahn mit Dieseltriebwagen („Unterfranken-Shuttle“) zwischen Gemünden am Main und Schweinfurt Stadt bedient wird.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021): 135 Kindergartenplätze mit 119 Kindern Johannes-Petri-Volksschule Elfershausen-Langendorf (Grund- und Hauptschule mit Mittlere-Reife-Zug)
Persönlichkeiten
Johannes Petri (1441–1511), Buchdrucker Hans von Hutten (1486–1515), Stallmeister des Herzogs Ulrich von Württemberg Feidel David (unbekannt–1801), Hoffaktor am Hof der Landgrafschaft Hessen-Kassel
Literatur
Weblinks
Gemeindeverwaltung
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bad Kissingen Kategorie:Ersterwähnung 780 Kategorie:Markt in Unterfranken
Kategorie:Ort an der Fränkischen Saale Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bad Kissingen